Google Maps & Coronavirus: Die Kartenplattform wird zur Krisenkarte – Warnungen vor Covid-19 Ansteckung

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Weltweit beginnen viele Menschen die Suche nach Orten und Einrichtungen bei Google Maps, wobei in jüngster Zeit die Suche nach Ärzten und Krankenhäusern aufgrund des Coronavirus stark angestiegen sein dürfte. Jetzt hat Google Maps damit begonnen, Hinweise bzw. Warnungen zu Covid-19 direkt in die Kartenplattform zu integrieren. Nun gibt es Warnmeldungen bei medizinischen Einträgen sowie zusätzliche Informationen für zahlreiche weitere Business-Einträge.


Google hat bereits eine Reihe von Maßnahmen aufgrund des Coronavirus getroffen, hält sich mit der Vermittlung von Informationen bisher allerdings weitgehend zurück. Das hat dem Unternehmen bereits indirekte Kritik von US-Präsident Donald Trump eingebracht und auch viele weitere Beobachter fordern, dass die Internetgiganten ausführlicher informieren und zuverlässige Informationen verbreiten sollten.

google maps krisenkarte
Symbolbild, die Google.org-Krisenkarte enthält NOCH keine Corona-Infos

Google Maps & Coronavirus: Die Krisenkarte – einzelne Standorte können nun temporär geschlossen werden

Google Maps hat schon vor einigen Tagen auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert und alle Business-Inhaber aufgefordert, ihre Einträge anzupassen und die Nutzer somit vor möglichen Problemen und Ärgernissen zu bewahren. Nun geht die Kartenplattform selbst mit gutem Beispiel voran und gibt zu Bedenken, dass es sich bei Covid-19 um eine sehr ansteckende Krankheit handelt, bei der jeder unnötige soziale Kontakt vermieden werden sollte.

google maps coronavirus alert detail

Bei der Suche nach medizinischen Einrichtungen wie Ärzte, Krankenhäuser oder auch Apotheken gibt es nun in den ersten Ländern Warnmeldungen, die darauf hinweisen, dass man vor dem Besuch der Einrichtung ANRUFEN und die weiteren Schritte abklären sollte. Das ist natürlich ein sehr wichtiger Hinweis, der seine Wirkung hoffentlich nicht verfehlen wird. Sollte ein positiver Patient in der Praxis erscheinen und den Arzt oder andere geschwächte Patienten anstecken, ist das jeweils ein regionaler Worst-Case – der in diesen Tagen aber vermutlich massenweise auftritt.

Bisher ist es nur eine Warnmeldung ohne weitere Verknüpfung, je nach Region könnte dort aber natürlich auch eine offizielle Webseite der Gesundheitsbehörden oder sonstigen Einrichtungen oder zumindest eine Telefonnummer hinterlegt werden.

Schutz vor Coronavirus: Designer zeigt Google-Doodle als Erinnerung zur Vermeidung sozialer Kontakte



google maps coronavirus alert

Diese Meldungen erscheinen sowohl in der Suchfunktion als auch in den Detaileinträgen solcher Einrichtungen – und das sowohl unter Android als auch iOS sowie im Desktopbrowser. Gerade in der aktuellen Zeit können Menschen sehr leicht in Panik verfallen und etwas unbedacht agieren, sodass jede Warnmeldung einen wichtigen Beitrag leisten kann. Derzeit werden diese Meldungen nur in englischer Sprache angezeigt, das wird aber vermutlich auch sehr schnell in vielen weiteren Ländern ausgerollt.

Google hat schon vor wenigen Tagen gemeinsam mit Facebook, Twitter, Reddit und anderen Unternehmen verkündet, in dieser Krise gemeinsam vorzugehen, wobei aber nach wie vor nicht bekannt ist, was die großen Internetunternehmen planen. Auf jeden Fall sollten sie ihre Reichweite verstärkt dazu ausnutzen, die Menschen mit Informationen zu versorgen oder auf die Sicherheitsvorkehrungen hinzuweisen. Wie Google das tun könnte, zeigt ein Designer mit diesem einprägsamen Doodle. Ein gutes Beispiel ist auch die Bing Covid-Karte.


Google Maps & Coronavirus: Die Krisenkarte – einzelne Standorte können nun temporär geschlossen werden

[9to5Google]


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