Android: Google Play Protect scannt 50 Milliarden Apps täglich – Malware ging stark zurück (Video)

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Google hat schon seit vielen Jahren starke Schutzfunktionen im Play Store, die die eigene Plattform sauber halten und Malware entfernen sollen. Doch erst seit dem vergangenen Jahr wird das unter der Marke Google Play Protect deutlich sichtbar kommuniziert und geht weit über den Play Store hinaus. Jetzt hat Google einen Bericht veröffentlicht, in dem man auf die Erfolge des vergangenen Jahres zurückblickt.


Immer wieder wird den Nutzern gebetsmühlenartig eingetrichtert, dass sie nur Apps aus dem Play Store herunterladen und installieren sollten. Doch auch im Play Store schleichen sich immer wieder Malware-Apps ein, die von Google aber sehr schnell entdeckt und wieder entfernt werden. Tatsächlich ist man mittlerweile so gut und schnell darin, dass ein Großteil der Apps niemals den Weg auf nur ein einziges Gerät findet.

google play protect

Mit Google Play Protect werden nicht nur Apps im Play Store gescannt, sondern es werden alle Smartphones und alle darauf installierten Apps überprüft. Der starke Schutz trägt dazu bei, dass Malware kaum noch eine Chance zur schnellen und großflächigen Verbreitung hat. Insgesamt scannt Play Protect nun 50 Milliarden Apps täglich auf über 1 Milliarde Smartphones. Statistisch gesehen kann man sagen, dass jede App und jedes Smartphone in etwa alle zwei Tage überprüft wird.

Die wichtigsten Fakten

  • Jeden Tag werden 50 Milliarden Apps von Play Protect gescannt
  • 60 Prozent aller schadhaften Apps wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz entdeckt
  • Im vergangenen Jahr wurden 39 Millionen Apps von den Smartphones entfernt
  • Weitere 10 Millionen wurden erkannt, bevor sie auch nur auf einem einzigen Smartphone installiert wurden (Statistik gilt erst seit Oktober)
  • Auch außerhalb des Play Stores wurden 60 Prozent weniger Malware-Apps installiert
  • Die Sicherheits-Updates wurden auf 30 Prozent mehr Smartphones installiert als im Jahr zuvor
  • Es wurden keine kritischen Sicherheitslücken entdeckt, für die nicht bereits ein Update zur Verfügung stand
  • Insgesamt wurden 1,28 Millionen Dollar an Sicherheitsforscher im Rahmen des Vulnerabilit Reward Programs ausgezahlt.

Vor allem der starke Rückgang der Malware-Apps zeigt, dass Google auf einem sehr guten Weg ist und dem Ziel, Android zu einer offenen Festung zu machen, ein großes Stück näher gekommen ist. Offen und sicher zugleich schließt sich also nicht immer aus.



In obigem Video sind noch einmal die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst und zeigen, dass allein der Versuch, eine so große Plattform zu schützen, kein einfaches Unterfangen ist. Erst vor kurzem hatte Google bekannt gegeben, dass man im vergangenen Jahr 700.000 Apps aus dem Play Store entfernt hat. Und wenn dann doch einmal solche Apps von anderen Sicherheitsforschern entdeckt werden, hält sich die Anzahl der betroffenen Nutzer (vergleichsweise) stets in Grenzen.

Auch ein unabhängiger Bericht hat belegt, dass die Anzahl der Android-Malware 2017 erstmals zurückging und hoffentlich im Jahr 2016 seinen Zenit erreicht hat. Auch die vielen Sicherheitsmaßnahmen in Android P werden dazu beitragen, dass schon die Entwicklung von Malware immer unattraktiver wird. Dennoch haben die Android-Entwickler noch immer sehr viel Arbeit vor sich, bis man Android tatsächlich als vollständig sichere Plattform bezeichnen kann. Aber vielleicht kommt das auch erst mit Fuchsia.

Erst gestern hatte Google interessante Einblick in die Zahl der blockierten Werbeanzeigen im Adwords-Netzwerk gegeben.

» Ankündigung im Google Online Security-Blog
» Alle Artikel rund um Google Play Protect

Siehe auch
» Bug Bounty: Google hat 2017 knapp 3 Millionen Dollar für Bugs in Android, Chrome & Co. ausbezahlt




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