Aktuell scheint der Markt der Smartphone-Betriebssystem festgefahren zu sein und zeigt seit Jahren das gleiche Bild: Android dominiert und treibt über 80 Prozent aller weltweiten Smartphones an, Apple kommt mit einem respektablem Abstand auf den zweiten Platz und treibt mit seinen iPhones immerhin 15,8 Prozent aller Smartphones an. Dahinter kommt dann eigentlich nicht mehr viel und als drittes "großes" Betriebssystem bleibt dann nur noch Windows Phone übrig dass gerade einmal 2,2 Prozent aller Smartphones antreibt. Glaubt man den Marktforschern, wird sich an diesem Bild auch in den nächsten vier Jahren nichts ändern.
Microsoft hat heute auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz BUILD wie erwartet ein wahres Produktfeuerwerk gezündet und sowohl Einblicke in die Zukunft von Windows 10 als auch dem Internet Explorer-Nachfolger Edge gegeben. Beide Produkte sind enorm wichtig für die Zukunft von Microsofts Plattformen und stehen in direkter Konkurrenz zu populären Google-Produkten. Mit beiden greift Microsoft seinen Konkurrenten nun mit voller Breitseite an: Windows soll in Zukunft Android-Apps ausführen können und der neue Browser soll Chrome-Extensions unterstützen.
Trotz eines gigantischen Werbebudgets und der Übernahme von Nokia hat es Microsoft bisher nicht geschafft, das eigene Smartphone-Betriebssystem auf einen nennenswerten Marktanteil zu bringen. Die Gründe dafür sind vielfältig, einer dürfte aber auch der im Vergleich zu Google und Apple deutlich kleinere App Store von Microsoft sein - und dieses Problem könnte man nun durch eine sehr ungewöhnliche Lösung angehen: In Zukunft soll Windows Phone bzw. Windows 10 auch Android-Apps ausführen können.
Microsoft hat ein Problem: Während man auf dem Desktop mit dem Windows-Betriebssystem immer noch die dominierende Kraft ist, sieht das auf dem mobilen Markt komplett gegenteilig aus. Zwar konnte Windows Phone in den letzten Monaten einige Achtungserfolge erzielen, der wirkliche Durchbruch will dem mobilen Betriebssystem aber einfach nicht gelingen. Nun überlegt man in Redmond, in Zukunft auch Android-Apps zu unterstützen.
Letztes Kapitel im Streit um die YouTube-App für Windows Phone: Bereits seit mehr als einem Jahr konnten sich Google und Microsoft nicht auf eine gemeinsame YouTube-App für das Smartphone-Betriebssystem einigen - und jetzt zieht Microsoft die Notbremse. Die Entwicklung wurde komplett eingestellt und die App in einen Web-Player umgewandelt.
Der Streit um die YouTube-App für Windows Phone entwickelt sich langsam aber sicher zu einer unendlichen Geschichte in der es nur Verlierer zu geben scheint. Die erst vor wenigen Tagen von Microsoft neu veröffentlichte App wurde nun umgehend wieder von Google gesperrt - da man mit der aktuellen Version immer noch unzufrieden ist und dies den Nutzern nicht zumuten wolle.
Das war mal wieder kurz vor knapp: Pünktlich zum 31. Juli hat Google die angekündigte Einstellung von Google Sync noch einmal um weitere 5 Monate auf den 31. Dezember 2013 verschoben. Der erneute Aufschub geschah auf Bitten von Microsoft, da es das Unternehmen immer noch nicht geschafft hat die DAV-Unterstützung - das Nachfolgeprotokoll - in das Windows Phone Betriebssystem zu integrieren.
Microsoft und Google ziehen einen Schlussstrich unter ihren Kleinkrieg um die YouTube-App für Windows Phone: Nachdem Microsoft die von Google gesetzte Frist verstreichen ließ und öffentlich die weiße Fahne gehisst hat, zeigt sich Google nun einsichtig und ermöglicht es Microsoft, eine YouTube-App zu entwickeln die den Nutzungsbedingungen des Videoportals entspricht - inklusive Werbung.