MOMA Gestern fand bei KMWorld ein Webseminar von Google statt, in dem einige interne Google-Tools vorgestellt worden sind. Dabei handelt es sich nicht nur um das mittlerweile bekannte Moma als Tor zur Google-Welt, sondern auch um eine Googler-Suche bzw. eine interne Wunschliste. Außerdem nutzt man intern, wie Pascal schon geschrieben hat, eine neue Version von Google Docs.Google Projects Google Projects
In Google Projects kann jeder Googler seine aktuellen Projekte, wahrscheinlich auch die der 20%-Zeit, eintragen und mit Hilfe der Oberfläche verwalten. Vom Grundsatz her dürfte sich das ganze an Google Code Project Hosting anlehnen, mit erweiterten Funktionen, und sicherlich auch Code-Teilen von Google Knol.Die Benutzung von Google Projects ist übrigens ein essenzieller Bestandteil der Arbeit im Unternehmen. Jeder Google muss seine aktuellen Projekte auf dem neuesten Stand halten, Pläne für die nächsten Tage ausarbeiten und über die bisherigen Erfolge berichten. Andere Googler, allen voran wahrscheinlich die Chef-Etage, kann sich so sehr schnell einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge verschaffen. Ist wohl eines der Gründe dafür dass Google langsamer geworden ist - Protokoll schreiben nimmt irgendwann mehr Zeit in Anspruch als die Entwicklung...Google Ideas Google Ideas
Bei Google Ideas kann jeder Googler Vorschläge zu Verbesserungen der eigenen Software machen. Diese Vorschläge werden dann direkt an die jeweilige Abteilung weitergeleitet, ausgewertet, und der Vorschlag eventuell umgesetzt. Vorschläge können von allen anderen Googlern auch bewertet und wahrscheinlich auch kommentiert werden. Etwas ähnliches gibts im GWB mit der Wunschliste übrigens auch.Moma Moma
» Informationen und Screenshots rund um MomaGoogle Expert Search Expert Search ist so etwas wie das Google-interne Telefonbuch mit einer Liste aller Mitarbeiter und deren Qualifikation bzw. Fachgebiet. Da Google nur die besten der besten einstellt, hat man so quasi zu jedem Thema einen speziellen Ansprechpartner an dem man sich bei Problemen vertrauensvoll wenden kann. Im Grunde so etwas wie Yahoo! Answers - nur dass die BrainPower bei Google etwas höher sein dürfte ;-)Google Docs interne neue Version Google Docs

Google Docs
Wie Pascal schon geschrieben hat, nutzt Google intern eine neuere Version von Docs als die offiziell verfügbare. Die interne Version kann nicht nur mit einem Menü aufwarten, sondern auch mit einer Seitenansicht die sehr auf einen baldigen WYSIWYG-Editor hoffen lassen. Bisher schreibt man ja nur auf einer leeren weißen Fläche, bei Google hingegen schreibt man schon auf virtuellem A4-Papier.-- Ich denke gerade letzteres und Google Ideas dürfte eines der Geheimnisse von Google sein. Viele tausend Mitarbeiter sind quasi Beta-Tester für die eigene Software und gleichzeitig Power-User die quasi jeden Fehler finden. Erst wenn alle Bugs ausgemerzt sind wird die Anwendung dann veröffentlicht. Auch die Ideen für die immer neuen Features kommen direkt aus der Riege der Tester - und diese haben immer einen sehr viel besseren Blick darauf als die Entwickler selbst.[Screenshots und Infos: Google Blogoscoped]
MOMA Lange Zeit hat Google mit Informationen über das interne MOMA-System, das Google-Intranet, hinter dem Berg gehalten und keinerlei Details genannt. In den letzten Monaten sind einige Screenshots aufgetaucht die uns einen kleinen Einblick in die Funktionsweise gegeben haben. Google Blogoscoped zeigt uns jetzt einen ausführlichen Blick (inklusive Screenshots!) hinter die Kulissen dieses Systems.MOMA - die Google-Startseite MOMA-Startseite
Jeder Googler hat Zugang zum MOMA und besitzt einen individuellen Login hinter dem sich eine komplett personalisierte Oberfläche befindet die entfernt an iGoogle erinnert. Auf der Startseite finden sich nicht nur interne Neuigkeiten und Ankündigungen sondern auch viele Pläne die extra auf eine Person bzw. Gruppe zugeschnitten sind. Dazu zählt z.B. der Stundenplan der Kollegen, freie Konferenzräume, der eigene Terminkalender usw... All diese Informationen können scheinbar auch ausgeblendet bzw. noch weitere Informationen hinzugefügt werden.Jede Information für jeden MOMA-Suche
Einen Screenshot der MOMA-Suche haben wir schon einmal gesehen, aber tatsächlich steckt dahinter noch sehr viel mehr als man anfangs vermuten sollte. Tatsächlich lässt sich nicht nur das Web und das Intranet durchsuchen, sondern es lassen sich auch jede Menge Zusatzinformationen zu aktuellen Projekten und sogar zu Mitarbeitern finden. Wer einmal etwas verbockt, wird dies nie wieder los und findet diesen Eintrag auf ewig in seinem persönlichen Profil. Das soll eine Motivation sein, gute Arbeit abzuliefern.Überhaupt scheint MOMA auch ein großes Social Network zu sein. Jeder Mitarbeiter ist vertreten, die einzelnen Personen sind durch gemeinsame Projekte untereinander vernetzt, und es scheint einen kompletten News-Feed zu geben in dem jeder Googler ansehen kann was der Kollege in den letzten Wochen und Monaten getan hat. Der gläserne Mensch ist im Googleplex längst Realität.Googler als BETA-Tester MOMA fungiert außerdem als Google Apps-Klon für die Googler. Die einzelnen Anwendungen sind sowohl in einer öffentlichen als auch in einer internen Version verfügbar. Intern bedeutet, dass die Anwendung in dem derzeitigen Entwicklungsstatus getestet werden kann. Alle Googler, teilweise auch nur die die an einem Projekt mitwirken, können Anwendungen also testen und jeden Fehler melden bzw. neue Funktionen vorschlagen.Weitere Details über MOMA gibt es bei Google Blogoscoped: » Screenshots & detailierte Beschreibungen bei Blogoscoped
Google Dass die Google die eigene Suchmaschine für die Websuche nutzen dürfte wohl niemanden überraschen, aber dass dabei auch noch einige interne Zusatzinformationen angezeigt werden überrascht schon. Ein anonym eingesendeter Screenshot der Websuche zeigt, dass das AdWords-Team zu jeder Webseite noch einen Dollar-Wert und eine Anzahl der Seitenbesuche eingeblendet bekommt.Screenshot
Folgende Informationen werden angezeigt: (Meine Interpretation) - GG Score (Wert der Kampagnen für diese Webseite) - Adv. (Wird die Seite aktuell beworben?) - Vertical (Kategorie in der die Seite eingetragen ist) - PVs (Anzahl der PageViews)Natürlich kann ich mich auch irren und die Werte zeigen völlig andere Dinge an, aber ich denke dass dies genau die Informationen sind die für das AdWords-Team interessant und von belang sind. Ich frage mich aber ob diese Informationen wirklich bei einer Websuche angezeigt werden müssen und ob die nicht in einer speziell dafür entwickelten Oberfläche besser aufgehoben wären.Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren welche Informationen den anderen Google-Teams angezeigt werden. Sieht man bei AdSense den Monatsumsatz der Webseite? Bei Google Mail die Anzahl der an die Domain versandten Mails? Bei Analytics genaue Statistiken? Jedenfalls sieht man mal wieder dass Google genauestens über jede einzelne Webseite bescheid weiß...P.S. Auch der Link zum MOMA taucht hier wieder auf.[Zorgloob, Google Blogoscoped]
moma
Schon im letzten Jahr sind Details über Googles internes MOMA-System veröffentlicht worden und vor 2 Tagen haben die Googler die dazugehörigen Screenshots veröffentlicht. MOMA basiert auf vielen verschiedenen zusammengebastelten Google-Suchen und ist das Arbeits- und Informationsportal für jeden Googler.MOMA
Wie man sieht ist MOMA, zumindest in der jetzt hier präsentierten Version, genauso aufgebaut wie die klassische Google-Suche und kann mit jeder Menge zusätzlichen Informationen und Features aufwarten die eventuell eines Tages mal in die "echte" Suche Einzug halten werden. Besonders interessant finde ich die TABS oberhalb der Suche mit denen die Darstellung und der Inhalt der Suchergebnisseite auf bestimmte Bedürfnisse angepasst werden kann.Ansonsten durchsucht MOMA scheinbar alle öffentlich zugänglichen Google-Suche wie z.B. die Buchsuche und nutzt auch noch einige interne Dienste wie z.B. die Mitarbeitersuche (bzw. die Suche im Adressbuch). Zumindest diese relative einfache Funktion sollte die Google-Suche wirklich beherrschen - und natürlich auch endlich einmal ein vernünftiges Adressbuch an den Start bringen...Sehr interessant finde ich auch die "User-Added Results". Hier kann scheinbar jeder Googler eine Information oder Webseite hinzufügen um anderen das auffinden einer Information weiter zu erleichtern. In Ansätzen ist dies ja auch in der offiziellen Google-Suche via Co-Op schon möglich, nur noch nicht ganz so komfortabel wie hier vorgestellt. Ich könnte mir jetzt eine Art Social-Network vorstellen in der jeder solche Boxen erstellen kann um sie mit all seinen Kontakten zu teilen - klingt doch fast schon nach einer Konkurrenz zur baldigen Wikia-Suche ;-)P.S. Wie man auf dem Screenshot sieht scheint das Googleplex so groß zu sein dass Google sogar eine eigene Suche für die Räume erstellt hat :-D» Vorstellung im Enterprise-Blog[Google OS]
Was den Amerikanern ihr CIA ist, ist Google sein MOMA. MOMA ist ein komplettes Google-Überwachungssystem mit dem alle Statistiken, Nutzerdaten und alle Einzelheiten über die User und Mitarbeiter mit wenigen Klicks angezeigt werden. Googles hausinternes Verwaltungssystem ist also ein riesiges Big Brother, einige Details darüber kamen jetzt ans Licht. Trotz des immensen Aufwands Interna geheim zu halten sickert bei Google immer mal wieder etwas durch, ob durch Ex-Mitarbeiter, oder unvorsichtige Angestellte, die Rechner offen rumstehen lassen...Der Blog für alle Ex-Googler, Xoogler kann schon manchmal sehr interessant sein. So berichtet einer der Autoren über Googles gigantisches Überwachungssystem. Hier können für alle Google-Dienste alle Einzelheiten die verfügbar sind komplett und von jedem Mitarbeiter eingesehen werden.Welche Suchanfragen sind gerade sehr beliebt, woher kommen sie, welche Ergebnisse werden angeklickt, und vor allem: von wem kommen sie? All diese Informationen kann MOMA anzeigen. Und das nur bei der Websuche. So kann auch der aktuelle Server-Traffic, Mail-Traffic, die aktuell besten AdWords-Keywords und alle weiteren nur denkbaren Details über die Google Dienste-Flut angezeigt werden.Google Zeitgeist und Google Trends sind dagegen nur ein Spielzeug und stellen Auszuüge dieser viel größeren Informationsbasis dar, die übrigens jedem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Alle Mitarbeiter selbst sind bei Google in MOMA ebenfalls aufgeührt, jeweils mit Foto, Standort und immer aktuell fortgeführten Lebenslauf. So kann jeder Mitarbeiter alle verfügbaren Informationen über die Kollegen einsehen. Wann wurden sie eingestellt, wie alt, wieviele Kinder - an welchen Projekten arbeiten sie, welche Erfolge konnten sie erzählen... usw., all dies ist einsehbar. Der gläserne Mensch - bei Google ist er wirklichkeit.Damit lebt Google auch hausintern sein eigenes Motto - die gesamten Informationen der Welt zu digitalisieren und durchsuchbar zu machen. Einige Mitarbeiter dürfte dies stören, andere dürften es faszinierend finden. Die Autoren schließen sich den letzteren an :-DAber dass Google nie über dieses System gesprochen hat ist natürlich klar, schließlich ist immer noch den meisten Usern garnicht bewusst welche Masse an Daten Google über jeden einzelnen gesammelt hat, sammelt und noch in Zukunft sammeln wird. Deutschen Datenschützen würde es unter Umständen die Haare sträuben und ich frage mich, ob Google allein intern überhaupt in der Lage ist die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz in Deutschland überhaupt einzuhalten.P.S. Hat jemand Vorschläge wofür MOMA stehen könnte?» Artikel über MOMANachtrag: » Screenshot von Googles internem MOMA-System