YouTube: Google setzt jetzt verstärkt auf KI-Inhalte – Nutzer können Videos generieren, aber auch markieren

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Die gesamte Medienbranche steht durch die generative Künstliche Intelligenz vor großen Veränderungen und noch sehr viel größeren Herausforderungen – das geht natürlich auch an YouTube nicht spurlos vorüber. Die jüngsten Schritte der Videoplattform zeigen, dass Google zunächst sehr differenziert vorgehen und die KI auf der einen Seite stärken, auf der anderen aber auch ein Stück weit abschwächen wird.


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Die Medienlandschaft verändert sich immer wieder, doch keine Herausforderung war oder ist so groß wie die generative Künstliche Intelligenz. Gefühlt innerhalb von drei Jahren haben wir einen Punkt erreicht, an dem jegliche KI-Inhalte von Text über Bild und Ton bis Video selbst von Experten nicht mehr eindeutig von Menschen-gemachtem unterschieden werden kann. Das gilt sowohl visuell als auch qualitativ und inhaltlich.

YouTube kennzeichnet KI
YouTube sitzt als Google-Plattform natürlich in der ersten Reihe und hat das „Problem“ frühzeitig erkannt, denn man hat ein von den Creatoren verpflichtend zu vergebenes KI-Label eingeführt. Vor wenigen Tagen hat man dann das KI-Label bei YouTube sehr viel sichtbarer gemacht und will die Nutzer deutlich darauf hinweisen, dass sie etwa KI-generiertes sehen oder anklicken möchten. Kurzfristig eine gute Lösung, doch bei der Flutwelle an Inhalten wäre es bald sinnvoller, ein „Human“-Label einzuführen und stattdessen Dinge zu kennzeichnen, die nicht von der KI generiert oder bearbeitet worden sind.

YouTube stärkt KI-Videos massiv
Erst vor wenigen Tagen hat man die YouTube AI Remix-Funktion mit Google Omni gestartet. Diese Funktion ermöglicht es allen Nutzern, die ohnehin oft nicht ganz gehaltvollen Kurzvideos mit der starken Gemini-KI vollständig zu verändern. Alles mit nur wenigen Schritten, kostenlos und unbegrenzt. Natürlich sind auch diese Videos öffentlich und fluten die Kurzvideo-Streams der Nutzer weiter.




Nutzer sollen mit KI-Hilfe navigieren
Bei der ganzen KI-Flut will man den Nutzern mit einer völlig neuen Navigation offenbar mehr Orientierung geben. Wir haben erst vor wenigen Tagen die neuen KI-Suchfunktionen und Feeds von YouTube ausführlich vorgestellt. Statt einer Suchfunktion und Startseite sollen die Nutzer KI-generierte Antworten und Auszüge erhalten. Sie sollen KI-generierte Listen mit von den Algorithmen ausgewählten Videos erhalten. Das gibt Google noch viel mehr Möglichkeiten, die Nutzerströme gezielt zu steuern.

YouTube und KI – wie geht das weiter?
Ein Stück weit kann man den Eindruck bekommen, dass Google-intern rund um YouTube auf zwei Seiten gekämpft wird: Die eine Seite will die Videoplattform auch als absolut dominierendes Medium für KI-Videos etablieren. Die andere Seite will die erreichte Qualität der Videoplattform weiter hochhalten und die „normalen Inhalte“ nicht in den KI-Flutwellen untergehen lassen. Einen Mittelweg kann es langfristig kaum geben und man müsste sich fragen, ob Google nicht vielleicht ein weiteres Mal eine Ausgründung vornehmen sollte – ähnlich wie damals beim eigenständigen YouTube Shorts oder YouTube Gaming.

Es lässt sich kaum prognostizieren, wie es mit YouTube und den KI-Inhalten weitergeht – vermutlich weiß man das auch bei Google nicht so genau. Es wird stark davon abhängen, wie schnell diese Inhalte von den Nutzern akzeptiert werden bzw. wie lange es dauert, bis sich diese praktisch nicht mehr von Menschen-gemachten Inhalten unterscheiden. Daher fährt man zunächst doppelgleisig.

» Zeit sparen auf YouTube: So könnt ihr Videos und die Kommentare parallel nutzen – Chrome machts möglich

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