Google Earth: 100 Millionen Downloads in der ersten Woche! Google verrät erstaunliche Meilensteine (Video)
Eine der ersten Desktop-Anwendungen aus dem Hause Google wird schon bald über die Klinge springen und wir wollen uns anlässlich dessen noch einmal die wirklich beeindruckenden Meilensteine ansehen: Im vergangenen Jahr hat Google Earth den 20. Geburtstag gefeiert und die Entwickler haben unter anderem verraten, dass die App allein in der ersten Woche 100 Millionen verzeichnen konnte – vermutlich bis heute absoluter Rekord.
Vielleicht erinnern sich einige unserer Leser noch an den Start von Google Earth vor mittlerweile 21 Jahren – ich kann mich jedenfalls noch sehr gut daran erinnern. Die Desktop-App wurde ohne große Ankündigung veröffentlicht und löste praktisch sofort einen riesigen Hype aus. Denn erstmals war es für jeden Menschen möglich, die Erde von oben zu betrachten. Zwar gab es zuvor schon Apps in dieser Richtung, aber längst nicht so komfortabel und vor allem nicht kostenlos. Die App schoss von Null auf viele Millionen und war gefühlt überall Gesprächsthema.
Aber Google Earth war nicht nur im Internet ein großes Thema, sondern auch in den klassischen (damals noch dominierenden) Medien vom Fernsehen bis zum Print. Das führte dazu, dass die App laut Google in der ersten Woche 100 Millionen Downloads erzielen konnte. Das wäre auch heute noch ein gigantischer Erfolg. Wir dürfen nicht vergessen, im Jahr 2005 gab es weder Smartphones noch ein breites Social Media und auch der Internetzugang war noch nicht ganz so selbstverständlich wie heute.
Aber nicht nur die Downloads waren gigantisch, sondern auch Googles Server dürften ordentlich geglüht haben. Nicht nur durch den App-Download, sondern vor allem durch das gestreamte Bildmaterial, das bei jeder Bewegung von den Google-Servern abgerufen werden musste. Auch das ist noch heute eine Herausforderung, doch für das damals noch nicht ganz so große Google muss das in den Rechenzentren eine heiße Phase gewesen sein. Schauen wir uns jetzt noch die weiteren Meilensteine und einen frühen Blick auf Google Earth im Jahr 2005 an.
2005: Der rasante Aufstieg von Google Earth
Google Earth erlebt einen fulminanten Auftakt und erreicht bereits in der ersten Woche beachtliche 100 Millionen Downloads. Wenig später, als Hurrikan Katrina über den Südosten der Vereinigten Staaten fegt, kooperieren wir unverzüglich mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Unsere Mission: Den Rettungskräften im Katastrophengebiet aktuelle Aufnahmen zur Verfügung zu stellen und so bei einer der schlimmsten Naturkatastrophen der US-Historie entscheidende Hilfe zu leisten.
2008: Google Earth offenbart unbekannte Riffe
Dem Forscher Chris Simpson gelingt ein bedeutender Fund: An der australischen Westküste entdeckt er sogenannte Saumriffe. Auf die Spur dieser seltenen, häufig als „Regenwald der Ozeane“ betitelten Riffart brachten ihn auffällige Strukturen auf den Satellitenaufnahmen von Google Earth. Solche Riffe bieten nicht nur Lebensraum und Nahrung für ein Viertel der marinen Tierwelt, sondern unterstützen die Wissenschaft auch dabei, unsere Weltmeere tiefergehend zu erforschen.
2010: Wegbereiter für eine neue Hominiden-Art
Forschende setzen Google Earth ein, um anhand von Satellitenbildern gezielt Höhlensysteme und fossile Fundstätten aufzuspüren. Diese Herangehensweise leistet einen entscheidenden Beitrag zur Identifikation einer gänzlich unbekannten Hominiden-Spezies: des Australopithecus sediba.
2012: Kartierung per Drachen und Ballon
Wir präsentieren nie dagewesene Aufnahmen von Oakland, Kalifornien: Diese Bilder stammen weder von Satelliten noch aus Flugzeugen, sondern wurden unter Einsatz von Drachen und Ballons angefertigt. Möglich machte dies das Public Laboratory for Open Technology and Science. Dessen Initiative befähigt jeden dazu, lediglich mit einer Digitalkamera, einem Heliumballon und alltäglichen Hilfsmitteln eigenständige Luftbilder zu produzieren.
2014: Earth View holt die Welt auf den Bildschirm
Durch den Launch von Earth View stellen wir eine Chrome-Erweiterung bereit, die atemberaubende digitale Hintergrundbilder und Bildschirmschoner erschafft. Die Grundlage dafür bildet eine handverlesene Auswahl der faszinierendsten Landschaften unserer Erde, betrachtet aus der Perspektive des Weltalls.
2016: Familienzusammenführung dank Google Earth
Das Filmdrama „Lion – Der lange Weg nach Hause“ schildert die bewegende Lebensgeschichte von Saroo Brierley. Mithilfe der Aufnahmen von Google Earth schafft er es, seine Familie aufzuspüren, von der er als Fünfjähriger getrennt worden war. Im Jahr 2011 reist Saroo schließlich nach Indien und schließt seine leibliche Mutter nach 25 Jahren wieder in die Arme.
2017: Interaktives Erlebnis mit Google Earth Timelapse
Google Earth Timelapse wird mit einem weitreichenden Update versehen. Das Tool gewährt nun detaillierte Einblicke in den Wandel unserer Erdoberfläche, wofür 24 Millionen Satellitenfotos aus einem Zeitraum von über 35 Jahren herangezogen werden. Zudem haben wir die Funktion zu einer interaktiven 4D-Erfahrung weiterentwickelt.
2019: Eigene Karten leicht gemacht
Schon seit Jahren nutzen Menschen unsere Bilder, um individuelle Karten zu gestalten. Um diesen Vorgang noch intuitiver zu machen, integrieren wir neue Werkzeuge in Google Earth. Fortan lassen sich Linien, geometrische Formen, Texte, Fotos und Videos spielend leicht einbetten. So werden Projekte wie virtuelle 3D-Rundgänge durch Italiens Renaissance-Architektur oder historische Entdeckungsreisen entlang des New Yorker Hudson Rivers realisierbar.
2023: Ein neues Google Earth für den professionellen Einsatz
Wir überarbeiten Google Earth grundlegend und statten es mit fortschrittlichen Features für den professionellen Gebrauch aus. Nun ist es beispielsweise möglich, Planungen für Gebäude und Solaranlagen in Minutenschnelle zu evaluieren. Fachleute können durch dieses Update Standorte virtuell begehen und Machbarkeitsprüfungen durchführen, was den Bedarf an physischen Ortsbegehungen deutlich senkt.
2024: Historische Aufnahmen und die Einführung von Gemini
Wir bringen historische Bilddaten in die Web- und Mobilversionen von Google Earth, wodurch Nutzer unkompliziert auf unser riesiges Archiv an Satelliten- und Luftbildern zugreifen können. Darüber hinaus implementieren wir Gemini in Google Earth (derzeit exklusiv in den USA verfügbar), um Stadtplanern detaillierte, lokale Analysen bereitzustellen – etwa zur optimalen Platzierung von Ladeinfrastruktur für E-Autos.
2025: Virtuelle Zeitreisen und neue Profi-Datensätze
Im vergangenen Jahr löste #somewhereonGoogleMaps einen viralen Trend in den sozialen Netzwerken aus. Weltweit nutzten Menschen historische Street View-Bilder für virtuelle Reisen in die Vergangenheit, um die optische Entwicklung von Orten im Laufe der Zeit nachzuvollziehen. Ab sofort ist dieses historische Street View-Material direkt in Google Earth integriert. Für den professionellen Sektor stellen wir zudem neue Datensätze bereit, darunter städtische Baumkronenhöhen und Oberflächentemperaturen.
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2027 wird die Erfolgsgeschichte von Google Earth auf dem Desktop enden. Denn vor wenigen Tagen wurde verkündet, dass Google Earth 2027 eingestellt wird. Die Nutzer sollen stattdessen die Web-App verwenden.
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