Android XR: Die ersten Smart Glasses kommen in Kürze – Google zeigt die Brillen und Oberflächen (Galerie)
Google wird schon sehr bald die ersten Android XR Smart Glasses ankündigen, die gemeinsam mit einer Reihe von Hardware-Partnern auf den Markt gebracht werden. Mittlerweile haben wir eine sehr genaue Vorstellung von der noch recht jungen Geräteklasse, denn Google hat zahlreiche Informationen zur Hardware, zur Software sowie zur Bedienung und dem Grundkonzept veröffentlicht. Hier findet ihr alle Infos in der Übersicht.
Nach sehr vielen Jahren der Entwicklung, mehrfachen Neustarts und auch einigen Einstellungen soll das im vergangenen Jahr vorgestellte Betriebssystem Android XR in diesem Frühjahr endlich durchstarten. Spätestens im Mai, vermutlich aber noch etwas früher, werden die ersten Smart Glasses präsentiert werden, bei denen Google auf das von Android bekannte Erfolgsrezept setzt: Man liefert die Plattform, die Partner die Hardware.
Damit das funktionieren kann, hat Google wieder strenge Anforderungen an die Hardware, die die Hersteller erfüllen müssen. Dabei geht es um die grundsätzliche Form, um die technische Ausstattung, minimale Systemanforderungen, aber auch die Verfügbarkeit und Positionierung von Bedienelementen. Ähnlich wie es bei Smartphones der Fall ist, wird es daher ein recht standardisiertes Aussehen geben, sodass sich die Nutzer auch beim Gerätewechsel schnell zurechtfinden.
Aber auch bei der Software hat man sich schon jetzt tief in die Karten blicken lassen und viel Bildmaterial von den Oberflächen veröffentlicht. Wir zeigen euch die Bedienelemente, die Touchgesten, die Darstellung von Apps und Benachrichtigungen und mehr. Vor einigen Wochen hatten wir euch bereits die Android XR-App gezeigt und die drei Android XR Smart Glasses-Varianten ausführlich vorgestellt. Es wird sie ohne Display, mit Display sowie mit vollem Display und Kabelgebunden geben.
Aufbau der Smart Glasses
Die Smart Glasses werden grundsätzlich die Form einer Brille haben müssen, das ist völlig klar. Grundlegend ist das wohl auch in Zukunft allein schon aus anatomischen Gründen unveränderbar. Es legt aber auch fest, dass die Brille leicht abnehmbar sein muss und es sich nicht um ein Headset mit Nackenpolster oder einem ähnlichen Aufbau handeln darf. Jede Brille wird über zwei Bügel verfügen sowie über die Gläser vor den Augen. Wie diese ausgeführt und verbunden werden, ist dann Sache des Herstellers.
Um die Bedienung auf allen Geräten einheitlich umzusetzen, erfordert Google eine Reihe von Tasten und Schaltflächen, die bei jeder Brille verbaut sein müssen: Im rechten Bügel muss es ein Touchpad auf der Seite geben, einen Power-Button für das gesamte Gerät, einen Kamera-Button für das Auslösen von Fotos und Videos sowie bei Displaygeräten eine Taste zum Umschalten zwischen Einblendung und freier Sicht. Außerdem müssen alle Brillen mindestens zwei Status-LEDs verbaut haben – eine für den Träger und eine frei für alle anderen Menschen sichtbare. Mehr dazu am Ende des Artikels.
» So werden die Android XR-Brillen aufgebaut sein
Touchgesten
Das Touchpad wird neben der Sprachsteuerung das hauptsächliche Bedienelement sein, das die Nutzer durch die Oberflächen führt. Auch dazu hat Google bereits die Spezifikationen veröffentlicht und gezeigt, dass man ein recht einfaches Konzept entwickelt hat. Im Folgenden findet ihr die vorgeschriebenen Touchgesten sowie im verlinkten Artikel eine Grafik über die Auswirkungen dieser Gesten.
- Tippen: Play / Pause / Bestätigen
- Tippen & halten: Gemini starten
- Swipe (Audio): Vor / Zurück / Dismiss
- Swipe (Display): Navigation in der Oberfläche
- Swipe mit zwei Finger: Lautstärke verändern
- Swipe nach unten (Display): Zurück zum Homescreen oder zurück innerhalb einer App
» So funktionieren die Touchgesten auf den Android XR Smart Glasses
Das ist die Android XR-Oberfläche
Bei den Oberflächen setzt Google auf Transparenz, starken Kontrast und sehr dezente Elemente und Informationen. Viele Informationen werden nur am unteren Rand des Brillendisplay eingeblendet und besitzen durchgängig transparenter Hintergründe. Bei Interaktion verschwimmt das gesamte Bild der Umgebung, sodass dieses zwar weiterhin grob erkennbar bleibt, aber der Fokus auf die eingeblendeten Elemente gerichtet werden kann.
» Das sind die Oberflächen der Android XR Smart Glasses
Wir haben euch in den letzten Wochen viele Screenshots bzw. Aufnahmen gezeigt, wie diese schwebenden Elemente dargestellt werden. Oftmals gibt es ein kleines Element, das bei Auswahl wachsen und mehr Informationen freigeben sowie eine Standardaktion auslösen kann.
» Das sind die Apps und Benachrichtigungen der Android XR Smart Glasses
Um den Nutzer nicht zu erschrecken, hat man außerdem eine Reihe von Animationen und Wartezeiten integriert, die die Nutzung so angenehm wie möglich machen sollen. Das hat zwar bis zu 2 Sekunden Wartezeit zur Folge, sorgt aber auch dafür, dass der Übergang flüssig erfolgt und der Nutzer die Zeit hat, sich kurz mit seiner Aufmerksamkeit vom aktuellen Geschehen zu verabschieden. Wie das aussieht, könnt ihr in den Videos im folgenden verlinkten Artikel sehen.
» So sehen die transparenten und dezenten Einblendungen der Android XR Smart Glasses aus
Privatsphäre und Sicherheit
Ein sehr relevanter Grund für das Scheitern der Smart Glasses in den letzten Jahren bzw. Google Glass vor mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt waren die „Glassholes“. Damit bezeichnete man eine Nutzergruppe, die ihre Umgebung permanent aufgezeichnet haben, was gerade in der damaligen Zeit bei den meisten Menschen sehr schlecht angekommen ist. Die grundsätzliche Befürchtung wird es auch heute noch geben, doch Google baut nun Sicherheiten ein.
Eine ständig für alle umgebenden Menschen sichtbare Status-LED soll darüber informieren, was die Brille tut. Nimmt sie Audio auf, nimmt sie Video auf oder ist sie im Standby? Welche Informationen konkret mit welcher Farbe gezeigt werden, hat man bisher noch nicht verraten. Ich könnte mir vorstellen, dass Weiß für Standby steht, Rot für eine Videoaufnahme und Blau für eine Audio-Aufnahme. Vielleicht noch Grün für eine Interaktion durch den Nutzer, sodass die umstehende Person weiß, dass der Träger gerade abgelenkt sein könnte.
Dieselbe Status-LED soll es auf der Innenseite geben, sodass auch der Träger den aktuellen Stand stets im Blick hat.
» Mit diesen Status-LEDs will man die Glassholes verhindern
Letzte Aktualisierung am 21.02.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
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