2026 wird DAS Jahr von Gemini: Googles KI-Modell geht mit Schwung in die nächste KI-Ära – kleiner Rückblick

google 

Bei Google drehen sich schon seit langer Zeit gefühlt alle Entwicklungen um Gemini – sowohl die direkten Verbesserungen des KI-Modells als auch die unzähligen Knotenpunkte mit allen anderen Produkten. Diese enorme Konzentration hat sich für Google ausgezahlt, denn man dürfte das für 2025 gesetzt Ziel erreicht haben. Das macht es für 2026 noch einmal spannender, denn es könnte DAS Jahr für Gemini werden.


google gemini logos

Selbst außerhalb der Techblase dürfte vielen Menschen mittlerweile bewusst sein, dass die Künstliche Intelligenz eine enorme Bedeutung hat – und das gilt natürlich nicht nur für die Nutzer, sondern auch für die davon betroffenen Unternehmen. Obwohl Google über viele Jahre als KI-Pionier galt, hatte man sich vom gigantischen ChatGPT-Hype völlig überrumpeln lassen. Hatte man über viele Jahre die Zügel fest in der Hand und unzählige KI-Demos präsentiert, stand man plötzlich mit leeren Händen da.

Anfang 2023 verfiel man bei Google daher in den Panikmodus, hatte sogar die Gründer zurückgeholt und Strategien entwickelt, wie mit dem neuen Konkurrenten und den Technologien umzugehen ist. Denn ChatGPT bzw. die KI war nicht nur das offensichtliche „next big thing“, sondern wurde schnell zum „Google-Killer“ erklärt und hatte das Potenzial, große Teile des Google-Geschäftsmodells langfristig zu zerstören. Das sieht man übrigens daran, dass es heute Google selbst ist, dass mit Gemini viele Dinge aufreißt – Stichwort KI-Modus.

Aus dem Panikmodus gingen viele Ankündigungen hervor, viele Verweise auf vergangene Tech-Demos und nur wenige Monate später der Schnellschuss Bard. Es war ein Ritt auf der Rasierklinge, denn man musste liefern, hatte aber eigentlich noch nichts vorzuweisen. Über Jahre hatte man in KI-Technologien investiert, das Unternehmen schon Jahre zuvor auf „AI first“ ausgerichtet, es aber wohl versäumt, Produktstrategien zu entwickeln. Der KI-Durchbruch kam schneller, als man es vermutet hatte.




google assistant bard gemini

Bard war ein notwendiger Notnagel
Mit Bard hatte Google erstmals ein für alle Nutzer zugängliches KI-Modell veröffentlicht, das dem mehr als chancenlosen Google Assistant unter die Arme greifen sollte. Doch man war sich bewusst, dass selbst Bard nicht für den breiten Einsatz bereit war. Es gab massive Warnungen von Innen und Außen. Google war in der Zwickmühle: Bard war gegen ChatGPT chancenlos und man verspielte möglicherweise das eigene Standing. Hätte man noch einige Monate gewartet, wäre man aber erst recht in der Verlierer-Ecke gestanden.

Also wurde Bard zunächst als experimentell bezeichnet, für eine möglichst niedrige Erwartungshaltung gar in den Google Assistant integriert und im Laufe der folgenden Monate in schnellem Tempo aktualisiert. Bard war dennoch peinlich und es schien tatsächlich so zu sein, dass Google den KI-Markt – den man über Jahre selbst durch gesteigerte Erwartungshaltungen aufgebaut hatte – völlig entgleiten sollte. Dennoch hielt man an Bard fest, das (meine persönliche Meinung) vielleicht gar nicht unabsichtlich einen solch „hässlichen“ Produktnamen erhielt. Die Nutzer sollten es kennen, aber den Namen nicht verinnerlichen. Wohlwissend, dass es bald wieder eingestellt wird.

gemini era logo cover

Gemini – die Rettung naht
Ende 2023 nahte endlich die Rettung in Form des neuen KI-Modells Gemini, dessen Einführung für ein nicht direkt sichtbares Produkt mit großem medialem Getöse gefeiert wurde. Es sollte noch zwei weitere Monate dauern, bis Gemini bereit für den großen Auftritt war: Bard wurde im Februar 2024 in Gemini umbenannt und Google hat sich seit diesem Tag auch öffentlich vollkommen in den Gemini-Modus geschaltet. Kaum ein Tag vergeht, an dem ich hier im Blog (und alle anderen Techseiten) nicht das Wörtchen „Gemini“ tippe.

Gemini musste zunächst den Bard-Flop überstehen und sich etablieren, doch das ist durch die schnelle Folge von Updates sowie erste Integrationen in andere Google-Dienste recht zügig geschehen. Ich behaupte, dass die meisten Menschen Bard schon im Frühjahr 2024 vergessen hatten. Rückblickend kann man 2024 als das Geburtsjahr von Gemini sowie das Jahr des mühsamen Aufbaus der Brücken zu allen Google-Produkten und der Nutzerschaft betrachten.




Das schier unerreichbare Ziel für 2025
Gemini hatte Ende 2024 ein gutes Standing. Es leistete immer bessere Arbeit, war in die Google-Produkte integriert und der Produktname wurde immer bekannter. Dennoch schient das von Google-CEO für 2025 ausgerufene Ziel utopisch: Er gab nichts weniger als die absolute Marktführerschaft von Gemini vor. Sowohl technisch als auch funktionell und in puncto Reichweite. Das war ein MUST-WIN-BATTLE. Dieses Ziel musste ohne jegliche Kompromisse erreicht werden. Das hat für allgemeines Amüsement gesorgt, auch hier im Blog, doch die Stoßrichtung war klar.

Heute, gerade einmal ein Jahr später, wissen wir: Google hat es geschafft. Ob Gemini häufiger genutzt wird als ChatGPT oder die Konkurrenz hängt ganz von der Marktforscher-Quelle ab. Technisch hat Google es in jedem Fall geschafft, in puncto Aufmerksamkeit ist man absoluter Sieger und niemals zuvor gab es ein Google-Produkt, das eine solch schnelle Weiterentwicklung erlebt hat. Gemini im Dezember 2025 ist nicht mit Gemini im Januar 2025 zu vergleichen. Es wurden unzählige neue Funktionen gestartet, die Intelligenz mehrfach auf neue Stufen gehoben, vor allem die visuelle Komponente mit Imagen, Nano Banana, Google Fotos und Veo begeistert und mit NotebookLM hat man ein ganz neues Organisationstool geschaffen.

Rückblickend war 2025 das Jahr der Überholspur. Google hat Milliarden investiert, alles in die Gemini-Waagschale geworfen und gewonnen. Trotz aller Aufwände ist Google auf einem goldenen Weg, ist mit der KI extrem gut aufgestellt und sogar perfekt für das Platzen der KI-Blase aufgestellt. Man hat es sogar geschafft, dass die Nutzer für KI-Funktionen zu zahlen bereit sind.

Es ist klar: 2026 wird DAS Jahr von Gemini. Das Jahr, in dem Google die Früchte der vergangenen zwei Jahre ernten kann, in denen Gemini möglicherweise eine dominante Position einnehmen wird. Wir werden das hier im Blog weiter begleiten.

» Gemini, Smart Glasses, Desktop, Pixel: Das sind Googles Schwerpunkte 2026 – vier neue ‚Must-Win-Battles‘

» Gemini: Googles KI-ChatBot schon auf der Überholspur – ChatGPT verliert massenhaft Nutzer (Marktanteil)

Letzte Aktualisierung am 2026-01-06 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.




Teile diesen Artikel:

Facebook twitter Pocket Pocket
label 
Artikel kann bezahlte Werbelinks und Anzeigen enthalten.