Google Chrome OS: Gelöschte Dateien wiederherstellen – so lässt sich der versteckte Papierkorb aktivieren

chrome 

Googles Notebook-Betriebssystem Chrome OS hat im vergangenen Jahr einen steilen Aufstieg erlebt und auch beim Funktionsumfang stark nachgelegt, damit neue Nutzer beim Umstieg nichts vermissen. Doch es gibt ein Feature, das man wohl erst dann vermissen wird, wenn es zu spät ist: Den Papierkorb. Ein solcher ist nun tatsächlich in Chrome OS integriert und kann sehr leicht aktiviert werden.


chrome os trash

Den Papierkorb gibt es auf jedem weit verbreiteten Desktop-Betriebssystem und dessen Funktionsumfang ist stets recht ähnlich: Vom Nutzer gelöschte Dateien werden nicht direkt von der Festplatte entfernt, sondern erst einmal in den Papierkorb verschoben. Aus diesem Ordner können sie schnell wiederhergestellt oder dauerhaft gelöscht werden. Der Papierkorb ist häufig einfach ein neuer versteckter Ordner, kann aber auch temporär angelegt sein.

Google integriert nun einen solchen Mülleimer in Chrome OS, hält diesen aber noch unter Verschluss: In der aktuellen Version Chrome OS 91 lässt sich dieser über die Chrome Flags bereits aktivieren und in vollem Umfang nutzen. Gelöschte Dateien werden in diesen virtuellen Ordner geschoben, können dort über den Dateimanager wieder aufgerufen und bei Bedarf auch wiederhergestellt werden. Auch das endgültige Löschen ist natürlich möglich. Eine automatische Löschung, so wie etwa in GMail, gibt es derzeit nicht.

So lässt sich der Papierkorb aktivieren:

  1. Ihr benötigt das aktuelle Chrome OS 91
  2. Öffnet nun die interne Seite chrome://flags
  3. Sucht dort den Eintrag #files-trash und aktiviert diesen
  4. Jetzt das Chromebook neu starten und der Papierkorb sollte im Dateimanager auftauchen




chrome os file manager papierkorb

Der Chrome OS-Papierkorb arbeitet ein wenig anders, als man es von anderen Betriebssystemen gewohnt ist: Es handelt sich um einen Read-only Ordner, in dem die Dateien nicht im Original abgelegt, sondern umbenannt werden. Die Dateien tragen im Papierkorb ihren ursprünglichen Namen inklusive des Pfades, unter dem sie zuvor zu finden gewesen sind. Das ist etwas merkwürdig und hätte sicherlich auch durch eine neue Meta-Information gelöst werden können, aber vielleicht werden sich die Vorteile daraus beim finalen Rollout ergeben.

Wer sich nun fragt, wie Chrome OS so lange ohne einen Papierkorb auskommen konnte, der muss sich einfach nur überlegen, wie häufig der Dateimanager in Chrome OS in den letzten Jahren benötigt wurde. Anfänglich hatte Google jeden Anflug von Offline-Funktionalität aus Chrome OS ferngehalten und es gab bis auf die Darstellung eines Download-Ordners nicht einmal einen vernünftigen Dateimanager. Das sieht heute etwas anders aus, auch wenn der Chrome OS File Manager sicherlich noch sehr viel Nachholbedarf hat.

Wann der Papierkorb für alle Nutzer freigeschaltet wird, ist noch nicht bekannt. Weil die Umsetzung bereits problemlos funktioniert, könnte es mit Chrome OS 92 soweit sein. Übrigens erhält auch Android mit dem jüngsten Update von Googles Files einen Papierkorb:

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[AndroidPolice]


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