Steve Wozniak verklagt Google: Der Apple-Gründer wehrt sich gegen Scam auf der Videoplattform YouTube

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Google kämpft in den zahlreichen Produkten seit vielen Jahren gegen Spam, Phishing und weitere Betrugsmethoden – in den Augen eines sehr prominenten Klägers allerdings noch nicht genug. Apple-Gründer Steve Wozniak hat nun gemeinsam mit mehr als einem Dutzend weiteren Personen Klage gegen Googles Videoplattform YouTube eingereicht, die angeblich nicht genug gegen Scam unternimmt. Auch Wozniaks Name wurde mehrfach für Scam missbraucht.


Vor wenigen Tagen wurde Twitter Opfer einer großen Scam-Welle, woraufhin auch Google sehr schnell reagiert und die Plattform vorerst aus der Websuche entfernt hat. Indirekt hat diese Welle nun auch Folgen für Google, denn für Steve Wozniak dürfte es der Anstoß für die nun eingereichte Klage gewesen sein – zumindest begründet er diese zum Teil mit den völlig unterschiedlichen Reaktionen der beiden Unternehmen.

steve wozniak
Michael Förtsch / CC BY-SA

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak hat nun angekündigt, gemeinsam mit 17 weiteren Klägern eine Klage gegen Googles Videoplattform eingereicht zu haben, weil diese nicht genügend gegen Scam auf der Plattform unternimmt. Konkret geht es darum, dass unter anderem Woz‘ Name dafür missbraucht wurde, die Nutzer hereinzulegen – vor allem mit Bitcoin-Betrug – so wie erst vor wenigen Tagen bei Twitter. Den Nutzern wird versprochen, dass Wozniak und weitere Prominente jeden empfangenen Bitcoin verdoppeln oder gar vervielfachen und allein aus gutem Willen zurückzusenden.

Twitter reacted that same day to similar attacks, while YouTube has been unresponsive. YouTube has been unapologetically hosting, promoting, and directly profiting from similar scams.

This happened to Elon Musk and myself and others on YouTube recently. The reputation problem lies in the fact that after a while, many email us looking for their crypto-currency and [are] mad at us. The real problem is that there is no solid way to keep many such posts from showing up, even with obvious copyright infringement, via algorithms. And with such companies as YouTube (Google) and Twitter, good luck reaching a human.

Der Twitter-Scam dürfte wohl der letzte Funke gewesen sein, der noch gefehlt hat. Denn während Twitter unmittelbar reagiert hat, stößt man bei YouTube angeblich auf taube Ohren bzw. kann kaum einen Menschen erreichen, der sich dem Problem annehmen könnte.

Wir dürfen gespannt sein, wie das weitergeht. Bei einem solch prominenten Kläger hat das natürlich eine ganz besondere Brisanz.

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[Engadget]


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