Fabricius: Google startet umfangreiche Plattform zur Entschlüsselung & Nutzung der Hieroglyphen (Video)

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Google hat die Künstliche Intelligenz schon vor einigen Jahren zur Priorität erklärt und diese im Laufe der Zeit nicht nur in viele Google-Produkte integriert, sondern zeigt auch immer wieder interessante neue Einsatzmöglichkeiten. Jetzt wurde in Kooperation mit Google Arts & Culture die Fabricius-Plattform gestartet, mit der sich die ägyptischen Hieroglyphen sehr viel einfacher und schneller übersetzen lassen sollen.


Mit Google Arts & Culture leistet Google seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Kunst und Kultur rund um die Welt – mit sehr großem Erfolg. Die Plattform enthält Zehntausende oder Hunderttausende Kunstwerke jeglicher Art, ganze Museen-Sammlung und zeitgeschichtliche Dokumente, die den Nutzern nähergebracht werden sollen. Dafür hat man erst in jüngster Vergangenheit wieder viele neue Spiele und zuvor kurzweilige Spielereien geschaffen.

Google Fabricius Hieroglyphen

Ägyptologen beschäftigen sich seit vielen Jahrzehnten mit der Entschlüsselung der Hieroglyphen und nutzen dafür seit über einem Jahrhundert die gleichen Werkzeuge ohne große technische Unterstützung – zumindest laut Googles Ankündigung. Das soll sich mit dem Projekt Fabricius nun ändern, denn Google stellt mit der Künstlichen Intelligenz und weiteren drumherum gebauten Tools eine kostenlose Plattform zur Verfügung, die die Entschlüsselung erleichtern soll.

Fabricius richtet sich an alle interessierten Zielgruppen und teilt sich in die großen Bereiche LERNEN, SPIELEN und ARBEITEN auf. Im ersten Schritt wird gezeigt, wie sich Hieroglyphen grundlegend erst einmal freilegen und erkennen lassen. Danach geht es dann mit einer grundlegenden Erklärung weiter, zumindest soweit das heute schon bekannt ist. Denn es ist nicht so, dass ein Zeichen jeweils für ein Wort steht. im Bereich des Spielens geht es dann darum, das gelernte Wissen anzuwenden und selbst Hieroglyphen zu entziffern oder einen selbst geschriebenen Text in solche umzuwandeln.

Im Bereich Arbeiten wird es dann für Forscher interessant, denn sie erhalten hier Werkzeuge zum Freilegen der einzelnen Zeichen und bei der Entschlüsselung der Bedeutung. Im folgenden Video könnt ihr euch das ansehen, denn dort wird auch die Künstliche Intelligenz gezeigt, die selbst versucht, einzelne Symbole zu erkennen und zu entschlüsseln.

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Eine wirklich interessante Plattform, die unter anderem in Kooperation mit Ubisoft und in Zusammenarbeit mit einigen Museen und Forschungsrichtungen weltweit entstanden ist. Auch wenn es sehr spielerisch aussieht und gerade der Messenger-Teil mit den automatisch übersetzten Nachrichten eher lustig konzipiert ist, ist es doch eine ernsthafte Plattform, die zur Entschlüsselung beitragen kann. Fehlt nur, dass aus den Entschlüsselungen ein Crowd-Projekt gemacht wird – aber das kann ja noch kommen 😉

In der Ankündigung werden die Hieroglyphen übrigens mit den heutigen Emojis verglichen. Beide sind in Bildform gehalten, können manchmal nicht mit nur einem Wort ausgedrückt werden und können durch Zusammenstellung mit mehreren Bildchen eine Geschichte erzählen. Wer also Emoji-Profi ist und öfter in der Emoji-Sprache schreibt (ohne jegliche Worte), ist vielleicht auch auf dieser Plattform richtig und kann sein Glück einmal versuchen.

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