Googles Umsätze im Detail: So viel verdient Google mit YouTube, Cloud & Hardware – Werbung bleibt Goldesel

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Zum Start in die Woche hat Alphabet am Montag als letztes großes Tech-Unternehmen die Quartalszahlen bekannt gegeben und lässt sich nun noch ein wenig tiefer als bisher in die Karten blicken. Durch weitere Aufschlüsselungen der Umsatzquellen ist nun endlich bekannt, wie viel Google mit YouTube verdient und wie viel Geld das Cloud-Geschäft in Googles Kassen spült. Dabei zeigt sich, dass das Unternehmen einfach nicht von der Werbung loskommt.


So wie jedes börsennotierte Unternehmen legt auch Google bzw. Alphabet alle drei Monate die wichtigsten Kennzahlen für das abgelaufene Quartal vor. Am Montag konnte Alphabet vermeldet, im 4. Quartal 2019 einen Umsatz von 46 Milliarden Dollar erwirtschaftet zu haben – der wenig überraschend zum allergrößten Teil natürlich von Google generiert wurde. Und davon wiederum ein großer Teil mit Werbeanzeigen, die seit jeher die größte Rolle spielen.

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Investoren und Beobachter fordern schon seit vielen Jahren, dass Google unabhängiger vom Werbegeschäft werden und neue Einnahmequellen finden muss. Zwar brummt das Geschäft seit über zwei Jahrzehnten und kann immer wieder ein großes Wachstum aufweisen, doch die Werbung ist mehr als alles andere vom wirtschaftlichen Umfeld abhängig. Die nächste große Krise kommt bestimmt und dann würden auch die Google-Umsätze sehr viel schneller in den Keller gehen als dass neue Einnahmequellen gefunden werden. Das sind zumindest die Sorgen der Anleger.

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Google bzw. Alphabet hat nun die Umsätze sehr genau aufgeschlüsselt und gibt erstmals auch einen Einblick darin, wie viel Geld man mit den potenten Töchtern YouTube und Google Cloud verdient – was bisher ein kleines Firmengeheimnis gewesen ist. Doch auch die YouTube-Umsätze stammen zum Löwenanteil aus der Werbung, sodass sie trotz einer gewissen Unabhängigkeit von Google zu Googles Werbegeschäft dazugezählt werden müssen. Die Zahlen zu YouTube und Google Cloud im Detail findet ihr in diesem Artikel.

Insbesondere das Cloudgeschäft soll eigentlich die Abhängigkeit vom Werbegeschäft deutlich senken, doch bisher ist das nicht gelungen und die Cloud-Umsätze sind verglichen mit den restlichen Umsätzen des Konzerns und auch der Konkurrenz von Amazon bis Microsoft lächerlich gering. Es zeigt sich, dass Google außerhalb der Werbewelt einfach keinen Fuß auf den Boden bekommt.

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Es sind Fortschritte zu sehen
In den letzten drei Jahren konnte man, das wird nun durch die Zahlen endlich ersichtlich, einige Fortschritte machen – aber für den Geschmack vieler Beobachter viel zu langsam. 2017 stammten 86,4 Prozent der Umsätze aus dem Werbegeschäft, 2018 waren es noch 85,5 und 2019 waren es 83,9 Prozent. Es entwickelt sich in die richtige Richtung, aber angesichts der zahlreichen Produkte abseits des Werbegeschäfts in einem viel zu langsamen Tempo.

Zu den Umsätzen außerhalb der Werbung zählen die Google Cloud, die zahlreichen Abo-Dienste, die Umsätze im Play Store, der von den Nutzern gekaufte Speicherplatz aber natürlich auch die Hardware-Verkäufe und die Umsätze der restlichen Alphabet-Unternehmen. Eine riesige Bandbreite, die dennoch nicht an Googles Werbethron rütteln kann. Ob sich das in den nächsten Jahren entscheidend ändert, ist absolut nicht absehbar.

Hardware dürfte für Google trotz zahlreicher bekannter und zum Teil auch erfolgreicher Produkte (Pixel-Smartphones, Nest Home, Chromecast,…) wohl noch sehr lange ein Nebengeschäft bleiben. Die Abo-Dienste und der Play Store können ebenfalls nicht endlos weiter wachsen und der langjährige Hoffnungsträger Cloud kommt erst ganz langsam in Fahrt, wobei nicht absehbar ist, ob man eines Tages den Turbo zünden kann.

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