Lime: Die Google-Schwester fordert mehr Parkplätze für E-Scooter & bessere Infrastruktur in deutschen Städten

maps 

Seit einiger Zeit wird das Bild vieler Großstädte durch E-Scooter geprägt – auch in den ersten deutschen Regionen. Der Roller- und Fahrrad-Verleiher Lime gehört zu den größten Anbietern und hat offenbar große Pläne auf dem deutschen Markt. Mit einem kräftigen Finanzpolster der Google-Mutter im Rücken macht man sich an die weitere Expansion und fordert nun auch eine bessere Infrastruktur in den deutschen Städten.


Die Google-Mutter Alphabet verdient ihr Geld nicht nur durch die gelddruckende Suchmaschine, sondern ist auch in sehr vielen anderen Bereichen aktiv oder hält große Beteiligungen, wobei vor allem die Themen Gesundheit und Elektromobilität im Fokus des Unternehmens stehen. Erst vor wenigen Tagen wurde gezeigt, wie die Wing-Drohnen den Versand revolutionieren sollen und auch mit den autonomen Waymo-Fahrzeugen ist man ganz vorne dabei.

lime scooter

Lime gehört zu den größten Anbietern im Bereich E-Scooter & Fahrräder und sieht sich selbst als Marktführer, der nun auch neue Wege bereiten muss. Deutschland ist für Lime schon jetzt der zweitgrößte Markt nach den USA, sodass es kein Wunder ist, dass man nun Forderungen stellt: Lime Deutschland-Chef Jashar Seyfi hat im Gespräch mit dem Spiegel eine bessere Infrastruktur für die Roller gefordert. So sollten etwa Radwege zum Fahren und Abstellen der Scooter verbreitert werden oder auch Parkplätze zu Sharing-Parkplätzen umgewidmet werden.

Wenn ich mir die Infrastruktur in den deutschen Städten angucke, ist sie auch für die begrenzte Anzahl an Scootern, die wir jetzt schon haben, eher überschaubar. Es häufen sich ja jetzt schon Beschwerden darüber, dass Scooter schlecht geparkt sind und teilweise Wege blockieren. Allerdings stelle ich mir dann auch die Frage, wo sie denn sonst parken sollen.

Es dreht sich vor allem darum, dass die überall abgestellten Scooter für viele Beschwerden sorgen, was man allein aber nicht lösen kann – denn Abstellplätze sind für das Konzept keine Option. Außerdem spricht der Deutschland-Chef über die Konsolidierung des Marktes und einige weitere Themen. Mit dem Alphabet-Geld im Rücken hat man natürlich die Sicherheit, auch langfristig ganz vorne mitzuspielen.

Dass Lime auch tief und prominent in Google Maps integriert ist, dürfte dabei natürlich sehr hilfreich sein 😉

Siehe auch
» Google Maps: Klimaproteste & Auswirkungen werden in Echtzeit auf Googles Kartenplattform dargestellt

[Spiegel Online]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Lime: Die Google-Schwester fordert mehr Parkplätze für E-Scooter & bessere Infrastruktur in deutschen Städten"

  • Es wird nur mit separaten Abstellplätzen funktionieren. Wo gleichzeitig die Geräte ökologisch geladen werden. Für die der Roller-Anbieter auch eine gute hohe Gebühr an die Stadt bezahlt!
    Es kann nicht sein das Unternehmen den öffentlichen Straßenraum gratis nutzen können um wirtschaftliche Interessen durchzuführen.
    Ebenso muss es pro Anbieter bzw. Stadt maximale Anzahlen von Rollern geben.
    Dieses Durcheinander derzeit auf den Straßen und Plätzen sollte nicht weiter unterstützt werden und falsch abgestellte Roller (Gehwege, Einfahrten etc.) sollten mit Strafzetteln geahndet werden.
    Die Städte müssen den Anbietern klare Vorgaben machen die einzuhalten sind ansonsten bekommt der Anbieter keine Genehmigung bzw. kann wieder verschwinden. Niemand wird Ihn vermissen.

  • Würde es ihnen wirklich um die Gesundheit der Nutzer gehen, müssten sie Tretroller anbieten, – natürlich hergestellt aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz …
    Im übrigen fordere ich die Einstellung von Schürfrechten für Lithium und Nickel, wegen grober Umweltverschmutzung, Wasserverunreinigung und lebensbetrohende Arbeitsbedingungen von z.B. Kindern unter vorgehaltener Kalaschnikov. Weiters fordere ich die Rechte ein, seinen Esel auf dem Radweg reiten zu dürfen, einen effektiveren Verbrennungsmotor mit weniger CO2 Ausstoß gibt es in der Natur gar nicht: Hier wird Stroh zu Gold, wenn man sieht, wie viel weniger ein Esel in der Anschaffung zu einem Diesel kostet!

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