Google Maps: Die Kartenplattform bekommt deutlich mehr Werbung

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Google Maps gehört zur AAA-Kategorie der Google-Produkte und ist eines der bekanntesten und am meisten genutzten Angebote des Unternehmens und erzielt dementsprechend eine sehr hohe Reichweite. Das macht Google Maps potenziell zu einem sehr attraktiven Ziel für Werbung aller Art, mit denen die gesamte Plattform schlussendlich finanziert werden muss. Jetzt haben gleich mehrere Manager angekündigt, dass es in der nächsten Zeit sehr viel mehr Werbung in der Kartenplattform geben wird.


Der Betrieb der Plattform Google Maps dürfte nicht ganz billig sein, denn es ist ja nicht nur der gigantische zu verarbeitende Traffic, sondern auch der notwendige Speicherplatz, die ständig einzukaufenden Satellitenbilder, die Anfertigung von Streetview-Aufnahmen und viele weitere Posten. All das dürfte sich mit der aktuell in Maps enthaltenen Werbung entweder nur extrem refinanzieren oder durch die Websuche subventioniert werden – so wie viele andere Google-Produkte auch.

google-maps-logo

Google Maps enthält schon seit vielen Jahren Werbung, aber sie dürfte wohl nur den wenigsten Nutzern wirklich auffallen. Sie ist bei der Nutzung der Suchfunktion zu finden, kann durch hervorgehobene Symbole auf der Karte umgesetzt sein, ist aber auch bei der Anbindung der Hotel-Plattform teilweise recht zahlreich vertreten. Aber das reicht noch nicht, denn nun haben mehrere Manager angekündigt, dass man über neue Werbeformen in der Kartenplattform nachdenkt.

Grundsätzlich wurde das Maps-Angebot dafür in vier strukturelle Bereiche eingeteilt, die man wohl für Monetarisierungsfähig hält:

  • Basic directions
  • searches for things nearby
  • personalized recommendations
  • nearby business listings

Insbesondere die Navigation wäre attraktiv, doch man möchte gerade in diesem „sensiblen“ Bereich nur sehr vorsichtig zu Werke gehen und dem Nutzer nicht zuviel zumuten. Denkbar wären aber sicher visuelle Hinweise auf Tankstellen, Restaurants oder auch Hotels in der Nähe.



We want to be able to highlight things that are around you and surface them nearby to you in a way that’s not disrupting your experience. We’ve been pretty careful about not being very aggressive about how we present those to users because we don’t want users to feel like we’re overloading the experience.
Man möchte den Nutzer also nicht mit unpassender Werbung belästigen, sondern vor allem sinnvolle Werbung schalten, von der der Nutzer profitieren kann. Das entspricht ohnehin Googles Philosophie der Profilerstellung passenden Werbung und ist damit sicher auch in Maps für die meisten Nutzer akzeptabel und vielleicht sogar gewünscht. Ist immer ganz die Frage, wie das umgesetzt wird. Mit dieser Aussage erscheint auch der aktuelle Umbau des Explore-Tabs wieder in einem anderen Licht.

Auch der im vergangenen Jahr eingeführte „For You“-Tab ist damit nun ein attraktiver Werbeplatz, auch wenn er aktuell wohl noch von nur sehr wenigen Nutzern verwendet wird. Durch den Ausbau von Maps zum Social Network werden die Nutzer aber immer weiter auf der Plattform gehalten – und jetzt wissen wir warum.

Konkrete Details sind nicht bekannt, aber womöglich könnten wir schon in den kommenden Tagen und Wochen testweise erste neue Werbeplätze sehen, die bisher noch nicht monetarisiert worden sind. Damit geht die große Welle der Monetarisierung von Google-Produkten weiter, die schon vor längerer Zeit durch getestete Werbung im Google Feed begann und in den vergangenen Tagen zu Werbung im Google Assistant sowie als Empfehlungen getarnte Werbung auf dem Android TV Homescreen.

Siehe auch
» Google Maps: Nach Blitzerwarnungen und Unfällen lassen sich nun auch Staumeldungen abgeben

» Google Assistant & Android TV zeigen jetzt Werbung: Weitere Produkte könnten (und müssen?) folgen

» Google Maps: Die Android-App zeigt jetzt ungefragt noch mehr Icons und Suchvorschläge (Screenshots)

[9to5Google]


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