Neues Patent: Auch Google arbeitet an faltbaren Displays – aber in einer ganz anderen Form

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Von faltbaren Smartphone-Displays konnten „wir“ jahrelang nur träumen – und jetzt sind sie endlich da. Samsung und Huawei haben schon vorgelegt und werden die ersten Geräte in den nächsten Wochen auf den Markt bringen und auch andere Hersteller arbeiten mit der neuen Technologie – so wie etwa Motorola mit einer möglichen Razr-Neuauflage. Ein Patent zeigt nun, dass auch Google dem nicht abgeneigt ist und an faltbaren Displays forscht.


Google hat schon im vergangenen Jahr die Unterstützung für faltbare Smartphones in Android integriert und diese weiter verbessert, sodass man sich nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen und verkünden konnte, dass schon sehr bald viele weitere Geräte mit faltbaren Displays auf den Markt kommen werden. Vielleicht wird auch eines von Google selbst darunter sein – und dabei muss es sich nicht einmal um ein Smartphone handeln.

google fold 1

Ein im vergangenen eingereichtes Patent zeigt, dass auch Googles Ingenieure mit faltbaren Displays beschäftigt sind – auch wenn das Unternehmen selbst wohl niemals selbst Displays herstellen wird. Während Samsung ein nach Innen gefaltetes, Huawei ein nach Außen gefaltetes und Motorola ein klappbares Display auf der Agenda haben, gehen Googles Ingenieure noch einmal einen Schritt weiter und können sich sogar eine doppelte Z-Faltung vorstellen.

google fold 2

Zu sehen ist sowohl eine einfache Faltung, als auch eine Z-Faltung, die entsprechend noch platzsparender ist und das Gerät in die Geldbörsen-Form bringt. Möglich werden soll diese doppelte Faltung durch mehrere Schichten, die wohl recht stark dehnbar sind und auch solche Stunts problemlos mitmachen sollen. Aber natürlich können zwischen der Idee (dem Patent) und der technischen Machbarkeit auch Welten liegen.



google fold 3

Interessant ist, dass in dem Patent nicht die Rede von einem Smartphone ist. Es kann sich also auch um ein ganz anderes Gerät handeln, vielleicht ein Gerät zur Kommunikation mit dem Google Assistant oder auch anderen Personen – aber eben kein Smartphone. Ein Google Home Display für unterwegs quasi, das man auch mal in die Hosentasche stecken möchte. Der einzige Hinweis darauf ist das angedeutete Gesicht auf der Patentzeichnung, das aber nur ein Platzhalter ist.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Google in diesem Jahr ein faltbares Pixel-Smartphone auf den Markt bringen wird. Persönlich glaube ich aber nicht daran, da sich bisher kein wirklicher Mehrwert dieser Displays gezeigt hat. Abseits von der Neugier und der Lust auf etwas ganz Neuem konnte bisher kein Hersteller zeigen, wofür man ein solches faltbares Display überhaupt praktikabel im Alltag benötigt. Außerdem müssen die Geräte erst einmal beweisen, dass sie tatsächlich „Hunderttausende“ Faltvorgänge ohne Qualitätsverlust überstehen.

» Das Patent

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[The Verge]


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comment 1 Kommentare zum Thema "Neues Patent: Auch Google arbeitet an faltbaren Displays – aber in einer ganz anderen Form"

  • Ich frage mich, warum diese ganzen Technologie-Konzerne auf einmal zur gleichen Zeit an faltbaren Displays arbeiten? Vielleicht haben sie ja alle denselben Patentanwalt. Aber ich finde das gut, dann können wir solche Smartphone bald alle selbst ausprobieren!

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