Lookout: Neue Google-App soll Blinden und sehbehinderten Menschen im Alltag helfen (Video)

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Googles Algorithmen sind seit Jahren sehr gut darin, Objekte zu erkennen und auch zu beschreiben, was immer wieder mit Photos, Assistant und Lens bewiesen wird. Jetzt wurde eine neue App für Blinde und sehbehinderte Menschen angekündigt, die die Umwelt beschreiben und so eine sehr große Hilfe sein kann. Lookout wertet ständig das Kamerabild aus und sucht nach wichtigen Objekten.


Mit der starken Objekterkennung in Google Photos und Google Lens beweisen die Entwickler immer wieder, das die Objekterkennung keine große Herausforderung mehr ist und dank Milliarden von Trainingsbildern so gut ist, dass sie nun auch abseits der Organisation und Spielerei eingesetzt werden kann. Gerade erst haben auch Google Photos sowie Google Lens große Updates bzw. Update-Ankündigungen auf der I/O bekommen.

google lookout

Die neue Google-App Lookout ist im Grunde eine Erweiterung der Objekterkennung, die nicht nur fotografierte Dinge beschreiben kann, sondern ständig das Live-Bild der Kamera analysiert und nach bestimmten Objekten sucht. Wird eines der gewünschten Objekte erkannt, wird es per Sprachausgabe beschrieben, so dass sich der Träger des Smartphones auf den Weg machen und das Ziel erreichen. Dafür stehen insgesamt vier verschiende Modi zur Verfügung, die die Objekte suchen und beschreiben.

Die App kann etwa nach Hinweis-Schildern suchen, Toilettenräume finden und beschreiben, Stühle suchen, Schilder und Texte vorlesen und vieles mehr. Also alles Dinge, die für einen sehbehinderten Menschen eine sehr große Herausforderung sind. Die App soll nur minimale Interaktion erfordern und intelligent nur das Suchen und Beschreiben, was für den Träger des Smartphones wirklich von Relevanz ist. Das erfordert natürlich eine starke Künstliche Intelligenz.

Trotz der vielen zu verarbeitenden Daten soll die App völlig ohne Internetanbindung auskommen und alle Objekte direkt auf dem Smartphone analysieren und auch deren Bezeichnung vorlesen.



In obigem Video ist die App noch einmal im Einsatz zu sehen. Wirklich sehr praktisch und kann die Lebensqualität der über 257 Millionen sehbehinderten Menschen auf der Welt sicher stark verbessern. Die App wird im Laufe der kommenden Monate erscheinen und vorerst nur in den USA angeboten, wird aber hoffentlich auch sehr bald nach Europa kommen.

Damit zeigt sich wieder einmal, das auch Googles viele Spielereien wie z.B. Emoji Scavenger Hunt einen tieferen Sinn haben, denn immer wieder werden die KIs dadurch trainiert und bekommen viele verschiedene Objekte zu sehen. Und wie immer gilt: Je mehr Nutzer die App verwenden, desto besser wird sie im Laufe der Zeit auch werden.

Auch die Unterstützung für Morsecode im Gboard zielt in Richtung digitaler Barrierefreiheit ab.

» Ankündigung im Google-Blog

Siehe auch
» Google Maps: Barrierefreie Routenplanung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln angekündigt (Video)
» Neue Bedienungshilfe für Menschen mit Sehbehinderung: Chrome OS bekommt Lupen-Funktion
» Emoji Scavenger Hunt: Neues Google-Spiel bringt das Real World Gaming in die eigene Wohnung (Video)

Google I/O 2018: Das sind die 12 wichtigsten Ankündigungen aus der Keynote der Entwicklerkonferenz


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