Doppelgänger: Google Arts & Culture kündigt Selfie-Funktion offiziell an und zeigt erste Statistiken (Video)

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Google hat nicht nur Produkte im Angebot, die von Milliarden Nutzern verwendet werden, sondern betreibt mit viel Energie auch einige weniger beachtete Plattformen. Eine dieser Plattformen ist ohne Zweifel Google Arts & Culture, das vor wenigen Tagen durch ein relativ simples neues Feature plötzlich zum Aufsteiger der Woche wurde. Jetzt hat Google die Doppelgänger-Funktion offiziell angekündigt, weitere Details verraten und sich zum globalen Rollout geäußert.


Mit Arts & Culture betreibt Google seit vielen Jahren eine Plattform, die sich vollständig der Kunst und Kultur verschrieben hat und die Werke allen Menschen näher bringen möchte, ohne dafür mehrmals um die Welt zu reisen. Doch so lobenswert dieses Projekt auch ist, so wenig Aufmerksamkeit bekommt es leider auch. Die Android-App dümpelte lange Zeit bei vergleichsweise wenigen Installationen und auch bei uns im Blog erfreuen sich Artikel über Arts & Culture nicht gerade großer Popularität. Aber das hat sich in der vergangenen Woche geändert.

Man kann wohl sagen, dass dem Google Cultural Institute (wie der Bereich des Unternehmens offiziell heißt) in dieser Woche der wohl größte Coup seit dem Bestehen gelungen ist. Die Android-App hat eine Funktion bekommen, mit der sich Nutzer selbst auf Kunstwerken suchen können. Dazu wird einfach nur ein Selfie geschossen, und innerhalb weniger Sekunden spuckt die App Gemälde aus, auf denen Personen dem Nutzer einigermaßen ähnlich sehen. Da man auf reale Bilder als Vorlage angewiesen ist, ist das Ergebnis mal mehr oder mal weniger gut, aber auf jeden Fall beeindruckend.

Erst nachdem sich die App bereits große Popularität bekommen hat, wurde die Funktion nun von Google offiziell angekündigt. Leider hat sich dabei auch der aktuelle Status Quo bestätigt, dass die Funktion vorerst nicht in Deutschland zur Verfügung steht – und das hat kulturelle Gründe. Die Funktion steht vorerst nur in Teilen der USA, Kanada, Neuseeland und Australien zur Verfügung. Begründet wird dies damit, dass man möglichst nah am kulturellen Vorbild bleiben möchte und das Feature deswegen nur bestimmten Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stellt.

Es wäre vielleicht auch interessant ob sich ein deutscher Nutzer auf einem asiatischen Kunstwerk wiederfindet, aber das ist offenbar nicht der Sinn der Sache. Als deutscher Nutzer soll man sich also wohl nur auf Kunstwerken aus dem eigenen Raum finden, und das ist erst durch noch engeren Partnerschaften mit lokalen Museen üblich. Ist zwar schade, macht aber auch Sinn.



Gleichzeitig wurden auch eine Reihe von Kunstwerken veröffentlicht, die am häufigsten zu den ersten Testnutzern ausgespielt wurden – und das ist dann schon wieder sehr interessant. Ich binde hier einfach einmal eine kleine Auswahl von Kunstwerk ein, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, wie wohl der durchschnittliche Amerikaner aussieht 😉 Im Google-Blog findet ihr aber noch weitere Beispiele. In unserem ersten Artikel zu diesem Feature findet ihr auch viele Beispiele von Nutzern.

arts culture 1

arts culture 2

arts culture 3



arts culture 4

Insgesamt wurde die Funktion in den vergangenen Tagen schon mehr als 30 Millionen mal verwendet, und das ist für eine solche App schon ein sehr starkes Ergebnis. Sehr schön dass es Google nun gelungen ist, mehr Aufmerksamkeit auf diese App und die gesamte kulturelle Plattform zu ziehen. Vielleicht können wir in Zukunft noch weitere Funktionen dieser Art erwarten 🙂

» Ankündigung im Google-Blog

Siehe auch
» Doppelgänger?! Google Arts & Culture vergleicht Selfies mit Personen aus historischen Kunstwerken
» Alles aus Google Photos herausholen: So lässt sich die Gesichtserkennung und Google Lens aktivieren

Google Arts & Culture
Google Arts & Culture
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
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