Tablet + Tablet = Laptop: Google bekommt Patent für eine potenzielle neue Chromebook-Form

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Einige Zeit war es sehr ruhig um Googles Aktivitäten im Bereich der Laptops bzw. Chromebooks, und erst vor wenigen Wochen hat man sich mit der Vorstellung des Pixelbook zurück gemeldet. Eine kleine Flut von Patenten zeigt nun aber, dass man in Zukunft wieder stärker in dieser Branche aktiv werden könnte und auch einige Innovationen mit auf den Weg bringen möchte. Das neueste Patent zeigt nun, wie sich aus zwei Tablets ein Laptop basteln lässt.


Convertibles oder Detachables sind seit Jahren ein Trend und platzieren sich irgendwo zwischen Laptop und Tablet. Microsoft hat mit seinen Surface Books vorgemacht dass so etwas eine Zielgruppe hat und erfolgreich sein kann, aber viele andere Hersteller haben noch nicht die richtige Lösung gefunden. Auch Google ist auf der Suche nach einem guten Konzept und hat sich dafür nun wieder eine Technologie patentieren lassen, die gar nicht so neu ist wie man denken würde.

chromebook patent

Jetzt wurde Google ein im vergangenen Jahr eingereichtes Patent zugesprochen, dass zwei Tablets beschreibt, die sich zu einem Laptop zusammensetzen lassen. Die Tablets werden dabei einfach zusammengesteckt und verfügen jeweils über ein kleines Scharnier, so dass sich das obere Tablet neigen lässt. Das obere übernimmt weiterhin die Aufgabe als Tablet, während das untere sich zur Tastatur wandelt und die Tasten einfach nur einblendet.

Dieses System hat den Vorteil, dass es keine bei der Trennung störenden physischen Tasten mehr gibt. Der große Nachteil besteht allerdings darin, dass man die Tasten nicht spüren kann und so eine sehr schlechte bis gar keine existierende Haptik hat. Das macht das Tippen ungleich schwerer, vor allem am Anfang. Wer aber einmal auf einem flachen Tablet getippt hat, der weiß dass man auch so etwas mit (viel) Übung lernen kann und im Laufe der Zeit immer treffsicherer wird.

Es ist außerdem gut möglich, dass das Tablet über leichte Vibrationen oder einer anderen Feedback-Methode dennoch eine Art von Rückmeldung gibt, so dass der Nutzer die Tasten tatsächlich spüren kann. Es gibt bereits entsprechende Technologien für Touchscreens für sehbehinderte Menschen, und so etwas könnte natürlich noch weiter optimiert und abgewandelt werden und dann doch eines Tages eine echt wirkende Tastatur anzeigen.



acer iconia

Neu ist so etwas nicht, wie ihr auf obigem Bild eines Acer Iconia sehen könnt. Auch das Nintendo DS verwendet ein solches System, wenn auch nicht mit einer Tastatur und auf eine andere Art und Weise. Googles Variante fügt hier nun einfach den praktischen Vorteil dazu, dass beide System als einzelnes Tablet verwendet werden können. So hat man keine ansonsten nutzlose Tastatur herumzuliegen, sondern kann beide Geräte nutzen – was vielleicht gerade in der Familie sehr praktisch sein kann.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein weiteres Google-Patent bekannt, bei dem sich der Laptop automatisch aufklappt und an den Nutzer anpasst und über ein motorisiertes Scharnier verfügt. Vor einigen Monaten wurde ein Patent gezeigt, bei dem sich eine Klappe über die Tastatur legen lässt, so dass diese verdeckt ist und beim Einsatz als Tablet nicht mehr stört. Alle Patente sind zwar grundverschieden, stoßen aber in die gleiche Richtung.

Auch wenn vielleicht keine dieser Technologien in der patentierten Form zum Einsatz kommt, zeigt es dass Google nach Innovationen und neuen Möglichkeiten sucht um Laptops, Chromebooks und Tablets praktischer zu gestalten und die beiden Gerätegruppen endgültig zusammenzuführen. Wir dürfen gespannt sein, ob noch weitere Patente folgen. Das ganze spielt natürlich auch wunderbar in die weitere Verbindung von Android & Chrome OS bzw. Tablet & Laptop mit herein.

Siehe auch
» Bericht: Google arbeitet an weiteren Pixelbooks mit abnehmbaren Display

[XDA-Developers]


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comment ommentare zur “Tablet + Tablet = Laptop: Google bekommt Patent für eine potenzielle neue Chromebook-Form

  • Ich nutze das ganze auf Arbeit als Lenovo Yoga Book, da ist die Tastatur kein Bildschirm, sondern ein großes Touchpad. Mich überzeugt das allerdings nicht, weder mit Vibrieren, noch ohne – ich bin mir nie sicher, ob ich die „Taste“ getroffen habe oder nicht. Wahrscheinlich würden aber minimale Erhebungen, Punkte oder „Hügel“ schon ausreichen.

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