Pixel 2 XL: Weitere Details zu den Display-Problemen & noch ein neues Problem aufgetaucht

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Googles aktuelles Premium-Smartphones Pixel 2 XL leidet, wie wohl mittlerweile jeder mitbekommen hat, an vielen großen technischen Problemen, die sich teilweise mit Software-Updates beheben lassen, zum Teil aber auch nur über einen Austausch der betroffenen Geräte aus der Welt schaffen lassen. Anlässlich dessen hat die heise-Zeitung c’t das Smartphone einmal genauer unter die Lupe genommen, erklärt einige Probleme und hat auch gleich noch ein neues aufgedeckt.


In den letzten Tagen dürfte es bei Googles Hardware-Abteilung wohl die eine oder andere Krisensitzung gegeben haben, denn es sind praktisch täglich neue Meldungen über Probleme mit den Pixel 2 XL-Smartphones und teilweise auch über das kleinere Modell Pixel 2 aufgetaucht. Google hat zwar bereits bestätigt dass man die Probleme mit Hochdruck untersucht, aber sonst hat man bisher noch keine Meldung des Unternehmens gehört. Einige Nutzer berichten aber, dass se von Google zwecks Austausch kontaktiert worden sind.

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Die c’t hat sich die Displays der beiden Smartphones einmal genauer angesehen, und hat einige interessante Zeilen zu diesen geschrieben. Zum Blaustich etwa heißt es, dass dieser einfach nur über die interne Kalibrierung des Displays zustande kommt und per Firmware-Update behoben werden könnte. Ähnlich klang das bereits auch bei Google, allerdings ist nicht ganz klar, wann es ein solches Update geben wird. Problematischer ist die Tatsache, dass sich der Effekt ab einem bestimmte Blickwinkel enorm verstärkt – und das schon bei 15 Grad. Das lässt sich nicht beheben.

Die matten Farben des Displays sind eigentlich kein Bug sondern ein Feature, wurden von den Nutzern aber nicht wohlwollen aufgenommen. Zwar zeigen die Smartphones Bilder und Fotos nun natürlicher und realistischer an, aber im Laufe der Jahre hat man sich eben an die grellen und kräftigen Farben anderer Geräte gewöhnt, und empfindet es nun genau andersherum. Google könnte es also verbessern – hat es auch getan – aber die Nutzer möchte es eben nicht mehr. Das hätte man leicht durch mehrere Farbprofile und tiefere Einstellungen lösen können, so wie andere Hersteller auch tun. Kommt vielleicht auch noch.

Den Einbrenn-Effekt wiederum konnte die c’t zumindest bei dem eigenen Testgerät nicht bestätigen, was aber natürlich auch einfach „Glück“ sein kann. Da sich nicht wenige Betroffene gemeldet haben, und das Smartphone gerade einmal eine Woche auf dem Markt war/ist, kann das Problem nicht ganz so klein sein.



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Schlussendlich hat die c’t noch ein weiteres Problem festgestellt, dass gerade bei einem Google-Flaggschiff ein weiteres No-Go ist: Schiebt man das Smartphone in eine VR-Brille wie etwa dem hauseigenen Daydream Viewer, stellt man ein flackern am Display fest. Das geht nicht nur auf die Augen und ist unschön anzusehen, sondern kann schon nach kurzer Zeit auch für Kopfschmerzen sorgen. In den VR-Einstellungen ließ sich das zwar umstellen und teilweise beheben, allerdings gab es dann eine Schlierenbildung, die wohl dem Black Smear-Effekt ähnlich sein dürfte.

Auch in diesem Fall gilt wieder: Das kleinere der beiden Smartphones ist nicht betroffen und verfügt über das deutlich bessere Display. Allerdings hat es natürlich auch ein kleineres Display und ist damit nicht ganz so gut für diesen Einsatz geeignet. Am Ende kommt man also vom Regen in die Traufe, egal für welches Gerät man sich entscheidet oder welche Einstellungen man vornimmt.

» Übersicht: Das sind die großen Probleme der Pixel 2-Smartphones

[heise]


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