Vor der IAA: Google-Schwester Waymo ist auf der Suche nach weiteren Partnern aus der Auto-Industrie

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Mit dem Self Driving Car-Projekte und heute mit dem Schwesterunternehmen Waymo ist Google seit Jahren im Bereich der selbstfahrenden Fahrzeuge aktiv und hat entsprechende Technologien entwickelt. Während man lange Zeit selbst nicht zu wissen schien wo die Reise hingeht, hat man sich mittlerweile darauf festgelegt, selbst keine Fahrzeuge zu bauen und die Rolle des Technologie-Lieferanten einzunehmen. vor der IAA möchte man nun die großen Hersteller umwerben.


Waymo, und das Vorgängerprojekt innerhalb von Google, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen und ist ein wichtiger Motor für diese Zukunftsbranche, die man zumindest aus Marketing-Sicht selbst erschaffen hat. Mittlerweile dürften wohl alle großen Hersteller ein solches Projekt in Entwicklung haben, mit ganz unterschiedlichen Ambitionen und Erfolgen. Waymo möchte die Unternehmen in Zukunft dabei unterstützen.

Waymo

Derzeit hat Waymo vor allem FiatChrysler als großen Partner aus der Auto-Industrie, scheint sich darauf aber nicht ausruhen wollen. Stattdessen ist man offensiv auf der Suche nach weiteren Partnern und klopft dabei auch bei den ganz großen der Branche an. Man möchte keine Konkurrenz für die Etablierten Unternehmen darstellen, sondern sie auf dem Weg in diese Zukunft unterstützen. Dabei geht es laut dem CEO vor allem darum, nicht mehr mit dem Verkauf sondern mit dem Betrieb der Autos Geld zu verdienen.

Der CEO John Krafcik rechnet vor, dass die großen Auto-Hersteller derzeit etwa 1 Cent pro gefahrener Meile verdienen, und Waymol soll ihnen dabei helfen, diesen Wert ordentlich zu steigern. Wie er auf diesen Betrag kommt, verrät er leider nicht. Möglicherweise ist das einfach das Ergebnis aus durchschnittlichen Reparaturkosten durch Anzahl der gefahrenen Meilen.

Das ist die wichtigste Statistik, an die man denken muss. Ich denke, wir können ihnen helfen, profitabler zu werden, indem wir einen besseren Deal bieten.

Laut Krafcik wird das Unternehmen in Zukunft gewinnen, das sich zuerst komplett auf den Wandel vom Verkauf zum Betrieb einstellt. Und natürlich möchte man selbst dabei ein Türöffner sein.



Derweil scheint Waymo mit seinem Partner FiatChrysler nicht ganz zufrieden zu sein, wie man zwischen den Zeilen durchblicken lässt. Von den 600 bestellten Chrysler Pacifica sind derzeit nur 100 ausgeliefert worden, wovon auch nur 50 dauerhaft im Betrieb sind – die Gründe dafür lässt Krafcik offen. Die Auslieferung der 500 weiteren Fahrzeuge verzögert sich durch eine große Rückrufaktion beim Hersteller, die wohl derzeit die Ressourcen belegt.

Als Zeichen des Guten Willens hat Waymo erst vor kurzem die eigenen Knutschkugeln beerdigt und hat deren Betreb eingestellt. Damit hat man ein wichtiges Zeichen gesendet, dass man mit Partnern aus der Industrie zusammenarbeiten möchte – auch wenn sie vielleicht schon selbst eigene Programme aufgebaut haben. Auch in Zukunft werden wir uns also nicht in einen Waymo sondern weiterhin in einen VW, BMW oder Mercedes (oder eine beliebige andere Automarke) setzen und uns dann höchstens von der Waymo-Technologie kutschieren lassen.

Ob Waymo nur als Technologie-Lieferant fungieren oder auch selbst einen Taxi- oder Ridesharing-Service aufbauen möchte, ist derzeit noch immer unklar. Experimente in alle Richtungen hat es bisher schon gegeben, aber das konkrete Geschäftsmodell des Unternehmens ist bis heute nicht klar verkündet worden. Erst vor wenigen Monaten hatten die Experten von Morgan Stanley das Unternehmen aufgrund seines Vorsprungs dennoch mit bis zu 70 Milliarden Dollar bewertet.

[futurezone]


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