Google Maps Local Guides: Ab sofort gibt es 10 Level und fragwürdige Prämien für fleißige Mithelfer

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Schon seit einiger Zeit gibt es das Local Guides Programm der Google Maps, mit dem sowohl die Qualität als auch die Quantität der Informationen verbessert werden soll. Dazu setzt Google auf die Hilfe der Local Guides und hat schon Ende 2015 das Punktesystem eingeführt, das anfang sehr attraktiv gewesen ist. Jetzt wurde die Anzahl der Level verdoppelt und es werden neue Preise für die Guides eingeführt – allerdings sind die mehr als enttäuschend.


Ist man für das Local Guides-Programm angemeldet, kann man sich für die Verbesserung des Kartenmaterials mit Punkten belohnen lassen. Diese wiederum bringen den eigenen Account immer weiter nach oben durch die verschiedenen Level. Bisher bestand das Programm aus nur fünf Leveln und einem Maximum von 500 Punkten. Doch offenbar haben viele Nutzer diese Grenze bereits erreicht, so dass sich Google nun dazu gezwungen sieht, viele weitere Level einzuführen.

google maps local guides

Ab sofort hat das Local Guides-Programm ganze 10 Level und ein derzeitiges Maximum von 100.000 Punkten – das ist immerhin das 200-fache des bisherigen Systems! All die Level haben nun auch neue Grafiken bekommen, die ihr auf folgender Grafik sehen könnt. In den ersten drei Leveln gibt es gar keine Grafik und bei all den nächsten gibt es einen Stern, der im Laufe der Level immer umfangreicher wird und immer weiter hervorsticht. Dass sie auf den ersten schnellen Blick alle gleich aussehen haben die Designer wohl nicht bedacht.

local guides level

Um diese Level auch erreichen zu können, wurde auch das Punktesystem angepasst, mit dem man nun für einzelne Aktionen deutlich mehr Punkte sammeln kann. Am wertvollsten ist das Hinzufügen eines Ortes, wofür man gleich ganze 15 Punkte bekommt. Auch Rezensionen und das hinzufügen von Fotos ist einigermaßen wertvoll und wird mit 5 Punkten belohnt. In folgender Übersicht seht ihr alle Punkte.

Rezension 5 Punkte pro Rezension
Bewertung 1 Punkt pro Bewertung
Foto 5 Punkte pro Foto
Antwort 1 Punkt pro Antwort
Änderung 5 Punkte pro Änderung
Ort hinzufügen 15 Punkte pro hinzugefügtem Ort
Informationen überprüfen 1 Punkt pro überprüfter Information



Etwas enttäuschend sind hingegen die nun eingeführten Belohnungen für die Local Guides, denn bei denen scheint es bei Google nur ein sehr geringes Budget zu geben. Während es bis vor kurzem noch 1 Terabyte Speicherplatz im Google Drive gab – was erst vor wenigen Monaten zusammengestrichen wurde – möchte man die Nutzer jetzt mit Gutscheinen für Google Play Music oder auch Google Play Movies abspeisen. Diese Preise gelten allerdings auch erst ab dem 4. Level.

Wer das 4. Level erreicht kann sich über Preise wie 3 Monate Gratis Play Music oder einen Rabatt auf einen Leihfilm freuen. Das kann aber hoffentlich nur ein schlechter Scherz sein, denn beide Aktionen gab es immer wieder für alle Nutzer und und die Arbeit in den Google Maps gibt es sogar 4 Monate Play Music Gratis. Damit wird man also wohl kaum Nutzer zur Mitarbeit motivieren können. In diesem Fall wäre es wohl besser gewesen mit offenen Karten zu spielen und die Prämien einfach abzuschaffen.

Ob die erst vor kurzem neu eingeführten Prämien auch weiterhin gelten ist nicht bekannt und geht aus der Ankündigung nicht hervor. Da die dazugehörige Support-Seite aber schon wieder verschwunden ist, heißt das nichts gutes.

» Ankündigung bei Local Guides Connect
» Übersicht beim Google Support

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comment ommentare zur “Google Maps Local Guides: Ab sofort gibt es 10 Level und fragwürdige Prämien für fleißige Mithelfer

  • Mich haben die Prämien bislang nicht wirklich interessiert und das wird sich auch künftig nicht ändern. Aber hier sollte man bei Google schon etwas kreativer werden … Kann doch kein Thema sein. dass ich mal ’nen Kaffee oder Eis für Lau bekomme, wenn ich in der Nähe bin.

  • In der Tat! Gerade Belohnungen im eigenen Ökosystem (wie etwa Drive-Speicherplatz) verursachen doch kaum Kosten und binden stark. Pseudo-Gutscheine hingegen schrecken mich eher ab, weiter mitzumachen. Da komm ich mir doch stark veräppelt vor, wieso ich für etwas arbeiten soll, das anderen hinterhergeworfen wird (bspw. reduzierter Leihfilm).

    Besonders anziehend fand ich bisher immer die angebotenen exklusiven Google-Events, die zu Anfangszeiten doch vergleichsweise häufig angeboten wurden.

    • Richtig sehe ich wie du. Google sollte sich besser anstrengen. Die Verbesserung des eigenen Kartenmaterials kriegt man so billig. Störend auch, dass sich die Kategorisierung neuer Orte verschlechtert hat. Das Eintragen neuer Berggipfel ist nicht mehr möglich, so kann man eigene Bergtouren nicht mehr sinnvoll eintragen.
      Sieht so aus als hat Google generell ein Problem, bewährte Lösungen zu „erhalten“. Statt dessen ist der Neubau viel „interessanter“, und sobald das Gebäude steht, wird es langweilig. Leider wird es erst ab diesem Punkt interessant.

  • Das neue Punktesystem ist ein Witz! Drei Monate ein Lockangebot zum Musik hören. Das reicht nicht aus! Ne Tante Google. So wird das nichts. Ich könnte z.B. Google Maps zupflastern mit Bildern.. Aber das kostet mir meine wertvolle Lebenszeit. Und das sehe ich nicht ein.

  • Apropos die Sterne zur Kennzeichnung des Levels und der Designer-Schelte daran: einfach mal die Zacken des jeweiligen Sterns zählen und mit dem Level vergleichen. 😉 Soooo einfallslos ist das dann doch nicht.

  • Ich finde auch das ab einem bestimmten Level es schon etwas ordentliches geben sollte…aber bis es soweit ist kann man sich ja auch selbst belohnen…
    Einfach mal dem Chef oder Geschäftsführer eines Restaurants oder so kurz zeigen was man macht und wie hilfreich das für ihn ist und wie glaubwürdig man an Hand seines Levels ist…und dann fragen ob er das nicht belohnen möchte…
    Ich hatte so schon Dessert kostenlos…halben Eintritt und kostenlose Getränke…
    Also habt einfach Mut zur Frage.

  • Ein Pixel Fon kostet 1.000€. Die Herstellung kostet nicht mehr als ~500€. Mindestlöhne in Mexiko sind 73 Pesos, rund 3,50 €. Also nach 140h zum mexikanischen Mindestlohn von 3,50 € oder 7€ zum US Mindestlohn würde ich sagen ist so ein Dingen bezahlt. Was denkt ihr wie viele Punkte man sich in 140h erarbeiten kann? 🙂

  • „Wer selbst als Google Local Guide aktiv wird, bekommt kaum echte Vorteile. Von daher ist Google Local Guide nicht besonders spannend. Am ehesten dürfte Google Local Guide dem persönlichen Geltungsbedürfnis mancher Menschen entgegenkommen und vielleicht dem einen oder anderen Zeitgenossen auch zur Befriedigung von persönlichen Rachegelüsten dienen – durch die Abgabe von negativen Bewertungen. Jedes aktive Mitglied sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es für negative Bewertungen angefeindet werden kann. “
    Sehe ich genau so, Ermäßigungen oder evtl. ein Dessert oder einem Getränk gratis wären mehr Ansporn, ein Local Guide zu werden.

  • … auf einmal werden 5000 Punkte und laufend mehr abgezogen, … was ist hier los ? … tatsächlich ein Server Problem ? … ich finde, Google Maps sollte froh sein, wenn sich Local Guides hier sehr, sehr viel Zeit nehmen, um Informationen hochzuladen, … und sollte zumindest für diese Leistung kostenlose Speicherplätze zur Verfügung stellen ! … die derzeitigen „Belohnungen“ sind eigentlich eine Beleidigung, das ist eher eine Herabsetzung und kein Dank ! … es ist schön, wenn man in Google Maps viele Informationen teilen kann, … und Google Maps lebt davon ! … also MUSS es zumindest 1TB Speicherplatz gratis geben, … das ist kein Aufwand, und auch kein Vergleich zu den hervorragenden Leistungen der Local Guides ! Lg Normann

  • Mir reicht’s, wenn ich Dinge positiv hervorheben kann, die ich für förderungswürdig halte, und da Kritik anbringen kann, wenn sie meiner Ansicht nach nötig ist. Aus Gummipunkten habe ich mir noch nie was gemacht, und „Local Guide“ wurde ich einfach durch die Übernahme meines Accounts bei „Panoramio“. DAS war ein interessanter Service… der kommenden Monat wohl endgültig dicht gemacht wird. Dank Panoramio konnte man z.B. auf dort eingestellten und georeferenzierten Fotos sehen, wie es im buchbaren Urlaubs-„Paradies“ wirklich aussieht; seine eigenen Fotos konnte man mit Koordinaten verbinden und Animationen daraus machen… und in den Kommentaren zu Fotos konnte man ganze Geschichten erzählen. *PLOPP* – weg.

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