Google möchte Allo verbessern: Hier sind die Vorschläge & Ideen unserer Leser

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Es ist kein großes Geheimnis dass kaum jemand Allo nutzt und sich die App nicht einmal mehr in den Play Store Charts befindet – und endlich tut Google das einzig richtige: Statt die Zahlen schön zu reden, möchte man nun die Nutzer befragen und sammelt Ideen, Vorschläge und Meinungen. Da deutsche Nutzer nicht befragt werden, haben wir die Frage einfach mal an euch weiter gegeben. Hier nun die Zusammenfassung der Ideen und Vorschläge über das Wochenende.


Google hat (oder hatte?) große Pläne mit Allo und konnte noch bei der Präsentation im Mai vergangenen Jahres die Massen begeistern – was aber zu einem nicht unerheblichen Teil eher am integrierten Google Assistant als am Messenger gelegen hat. Als die App dann aber endlich im Play Store zum Download zur Verfügung stand, wollte sie praktisch keiner mehr haben und sie hat für Google-Verhältnisse sehr lange gebraucht um sich wenigstens leicht zu verbreiten.

allo-logo

Statt sich auf wesentliche Funktionen eines Messengers zu konzentrieren und mit der Konkurrenz Schritt zu halten bzw. mit innovativen Funktionen an dieser vorbei zu ziehen, scheint man völlig falsche Prioritäten zu haben: In den vergangenen Monaten hat Allo neue Star Wars-Sticker bekommen, erlaubt in Zukunft animierte Emojis und hat einen GIF-Bot sowie Themes für das Chatfenster bekommen. Juhu!

Google scheint erkannt zu haben dass man sich in einer Sackgasse befindet, und möchte daher interessierte Nutzer von Allo in großem Umfang befragen und lädt diese in den USA und einigen weiteren Ländern zu einer großen Umfrage ein. Bei dieser werden sie in die Niederlassungen eingeladen und vermutlich mit den Entwicklern in Kontakt treten. Leider nehmen die deutschsprachigen Länder aber nicht an dieser Aktion teil, womit das ganze eher schon wieder in die falsche Richtung geht.

Aus diesem Grund haben wir unsere Leser befragt und haben weit über 50 Vorschläge bekommen, die ich nun einfach mal ungefiltert veröffentliche. Da hier auch einige Google-Mitarbeiter mitlesen, besteht zumindest eine kleine Chance dass die Punkte irgendwie ihren Weg nach Kalifornien auf die Schreibtische der Entwickler und Produktmanager finden.



Und hier jetzt die Vorschläge und Ideen unserer Leser:

  • Allo und Duo miteinander verknüpfen Vielleicht?
  • Webversion bzw. Desktopversion für den Messenger anbieten
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Konversationen
  • Backup-Funktion über das Google Drive
  • Integration in Google+
  • Mehr Promotion für den Messenger, um neue Nutzer zu gewinnen
  • Eine Tablet-Version anbieten
  • Ortungsfunktion (vertrauenswürdige Kontakte einstellen)
  • Synchronisation
  • Alle Messenger vereinen (siehe Messenger-Chaos)
  • Allo auf allen Android-Smartphones vorinstallieren
  • Kalenderfreigabe zur gemeinsame Suche nach Terminen
  • Noch nicht gelesen Nachrichten zurückrufen
  • Sprachnachrichten
  • Anpassbare Hintergründe für die einzelnen Chats
  • Kompatibilität zu Apples iMessage
  • Erstellung von Chaträumen und Gruppen
  • Keine Bindung an die Telefonnummer
  • An Hangouts weiter arbeiten
  • WhatsApp aus dem Play Store werfen & per Remote von allen Smartphones löschen



Die Ideen decken sich so ziemlich mit den üblichen Forderungen, die sich immer wieder in unseren Kommentaren und auch in anderen Medien befinden. Die wichtigsten Dinge haben wir schon im vergangenen Jahr zusammengefasst, und es fast schon erschreckend dass Googles Produktmanager selbst nicht auf diese Ideen kommen… Einiges lässt sich ohne eine große Konzept-Änderung nicht umsetzen, aber wenn die Nutzer ein Produkt nicht annehmen, dann muss man eben auch das in Betracht ziehen.

Offenbar hat Google nun verstanden, dass es bei einigen Produkten – wie eben Messaging und Social Networks – keinen Sinn macht am Nutzer vorbei zu entwickeln und einzig und allein auf den starken Namen zu setzen. Auch für Google+ werden derzeit Tester gesucht, die sich früh einbringen und Beta-Versionen testen können. Bleibt zu hoffen dass man dieser Linie treu bleibt und auch tatsächlich auf die Nutzer hört, und das ganze nicht nur zu einer großen PR-Show wird.

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