BuzzWeb Search

Google hat nun Postings aus Google Buzz in die im Januar gestartete Social Search integriert. Im Abschnitt Social Search finden registrierte Google-Nutzer auf google.com Inhalte von aus ihrem "social circle". Dies können Blogposts, Tweets, Bilder aus Picasa Web oder Flickr und nun eben auch aus Google Buzz sein.

In Social Search zeigt Google relevante Ergebnisse von Kontakten an. Diese Infos sind alle öffentlich und könnten auch problemlos ohne die Kontakte finden. Ab sofort folgt Google den Links in Buzz-Beiträgen (Stichwort rel="follow"), sonst werden diese Inhalte als möglicherweise interessant angesehen und im Abschnitt Social Search Kontakten angezeigt.

Weitere Details gibt es zum einen im Blogpost aus dem Januar und in der Ankündigung.
Chrome Was nützt ein sicherer Browser mit Funktionen wie Sandboxing und automatischen Updates sowohl für Erweiterungen als auch die eigentliche Software, wenn in zahlreichen Plugins dennoch große Sicherheitslücken stecken. Google möchte mittelfristig die Sicherheit der Nutzer erhöhen und veralte Plugin-Versionen nicht mehr ausführen. Um die Sicherheit zur erhöhen hat Google in Chrome 5 das Flash-Plugin integriert. Dieses wird dann automatisch aktualisiert. Mit Google Chrome 6 wird vermutlich auch ein einfaches PDF-Plugin mit dem Browser ausgeliefert. In den aktuelle Dev-Versionen ist es bereits drin. Es verfügt über Sandboxing und soll es so Angreifer möglichst schwer machen, Zugriff auf das gesamte System erschweren soll. Besondere Hoffnung legt Google in die Plugin-APi Pepper, die NPAPI ablösen soll. Pepper wird gemeinsam mit Mozilla entwickelt.
Android

Android soll die Tablet-Sparte in Zukunft besser abdecken, so heißt es zu mindestens in Insiderkreisen. Ein russischer Podcaster soll erfahren haben, dass das neue Android-OS mit dem Code-Namen "Gingerbread" (dt: Lebkuchen) im 4. Quartal diesen Jahres unterwegs sein soll und dann auch noch Anforderungen an seine Hardware hat.

Kann es sein, dass die Android-Versionen immer weiter Abstand nehmen? Einige unserer Kommentatoren sind der Ansicht, dass sie benachteiligt werden. Eine entsprechende Fragmentierung soll - laut Android selbst - erstmal vermieden werden, doch ist nach Froyo (welches noch nicht einmal jeder besitzt) schon wieder eine neue Version in Planung. Allerdings beginnt die nicht mit 1.x oder 2.x, sondern gleich mal mit 3.0 (so jedenfalls Engadget).

Das neue Android soll speziell für Tablet-PCs ausgelegt werden, Minimum wäre ein 3,5-Zoll-Display, welches dann aber auch eine HD-Auflösung (1280x720) bieten kann und außerdem "ein völlig überarbeitetes Benutzerinterface (UI)" verpasst bekommt. Weiterhin nötig sind 1GHz Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher. Also genau die Idealmaße für ein Tablet-PC. Nur ist die Frage, warum Android sich jetzt teilt? Die Frage dürfte allen klar werden, wo Google hin möchte: Mit Chrome OS vor allem auf Netbooks, Notebooks und Desktops. Mit Android vor allem auf Handys, Smartphones und Tablets. Und da fragt man sich natürlich, ob die Gerüchte wegen eines Android-Verizon-Tablets aus dieser Quelle stammen oder ob Google versucht, von hinten im Tablet-Markt mitzumischen. Immerhin gab es heute schon die Ankündigung eines Android-2.2(Froyo)-Tablets des Anbieters 1und1, welcher auch nicht unbedingt auf Chrome OS setzen möchte, da das noch längst nicht fertig ist. 

»» Engadget
Chrome

Das Sommerloch tritt langsam näher und man fragt sich natürlich, wie man die Zeit rumbekommt. Dazu hat Google jetzt wieder die fast olympischen Sommerspiele ausgepackt. Dieses Mal geht es darum, wer am schnellsten Infos im Netz zusammensucht. Also bereit?

Jetzt wo ja Chrome das Flash-Plugin an Bord bekommen hat (was übrigens super ist, weil man nicht mehr Flash selbst updaten muss), kann man mit Chrome auch mal zeigen, was Flash so alles kann. Naja, etwas JavaScript gehört noch dazu, aber schließlich gehts ja um die kreativen Videos. Ein Spiel Namens Google Chrome FastBall:

Im Spiel geht es darum, wer als erstes am Ziel ankommt. Wie in jedem guten Spiel. Man bekommt sieben YouTube-Videos vorgesetzt und zwischen allen Videos gibt es Minigames, die das Hirn anstrengen. So muss man etwa einen Künstler bei Last.fm mit "R" als Anfangsbuchstabe finden, Google durchsuchen oder einfach nur mal twittern (nicht wirklich, also Simulant). 
Fertig zum Starten?  Eines der vielen Minispiele: Übersetzen Ein -- nicht gerade sehenswerter -- Highscore

Und am Ende wartet dann ein Highscore auf euch. Und knapp 6 Minuten sollte doch locker zu schaffen sein, oder? Sendet eure Highscores in die Comments. Mal sehen, wer der Chrome FastBall-Champ ist :)

Zur Technik bleibt noch kurz in 3 Worten verloren: Es ist JavaScript verbunden mit YouTube-Playern. Dieses JavaScript prüft, wie weit die Player gerade sind und schieben den Frame dann nach links. Dann startet auch schon das nächste Video, sodass es sich etwas überlappt. Außer es ist natürlich ein Minigame darin. Das Last.fm-Script wurde übrigens über deren API gebastelt. Der Rest entsprang den Google-APIs und Hirnschmalz des Chrome-Teams. 

» Google Chrome FastBall
YouTube

In einem Blogeintrag erklärt Softwareentwickler John Harding, warum Flash immer noch die beste Plattform für Videos ist und YouTube noch nicht komplett auf HTML5 umgestellt hat. Gründe sind vor allem in technischer Natur zu sehen, wo es viel Bedarf zum Nachholen gibt. 

Als ersten Grund wird natürlich der Videocodec genannt. Erstmals können nur Chrome und Safari H.264 abspielen, was bedeutet, dass Firefox-User in die sprichwörtliche Röhre gucken müssten. Außerdem ist die Patentierung und Lizenzierung von H.264 so komplex, dass es als Standard in HTML5 nicht angenommen wurde. Mit WebM soll sich viel ändern, allerdings bedarf es dazu noch viel Zeit und der Codec VP8 ist noch lange nicht in allen Browsern.

"Die URL ist nicht gut genug", wenn es um Videos geht. Zwar kann man bei lokalen Videos auch spulen und live-streamen, nur ist die Qualität des Buffer-Vorgangs noch lange nicht soweit, als dass es sich praktisch einsetzten lässt. Flash bietet da im Moment die bessere Lösung, da sich leicht zwischen HTTP und RTSP wechseln lässt, was besonders bei Live-Streams der Qualität zu gute kommt. Auch andere Methoden, wie etwa YouTube Rentals würden nicht funktionieren, da der Content nicht wirklich geschützt ist. Mit Flash kann man etwa DRM-Schutzmechanismen einbauen.

Weitere Hindernisse sind im Moment die Einbettung von Werbung, HD-Videos und Vollbild-Modus sowie der Webcam- und Mikrofon-Zugang, den Flash von Haus aus bietet (in die andere Richtung). Diese Probleme lassen sich aber leicht umgehen, wie etwa heise schreibt, und der Vollbild-Modus von HTML5-Videos ist noch ein Hinkefuß, der unbedingt ausgebessert werden muss. 

Flash bleibt also unter dem Strich weiterhin die Ressource Nummer Eins, wenn man stabile Video-Streams und Live-Streams haben möchte, den Player mit vielen Funktionen ausstatten möchte und produktiv arbeiten möchte. Das letzte Wort für HTML5 ist das allerdings nicht, denn die Mutter Google setzt sich aktiv für HTML5 ein. 

» YouTube Blog: Flash vs. HTML5
YouTube

Die Webseite friendlymusic.com hat zahlreiche Musikstücke, die jeder Nutzer weltweit in seinen Videos auf YouTube nutzen darf. Ein Lied kostet 1,99$ (~1,63€) und kann dann heruntergeladen werden.

Fast jedes Video wird von YouTube automatisch auf Urheberrechtsverstöße geprüft. Es kommt vor, dass YouTube das Video dann löscht und den Nutzer beim dreimaligen Verstößen von YouTube ausschließt. Bei manchen Videos greift Google aber auch zu einem anderen Mittel und schaltet das Video einfach stumm.

Das gekaufte Lied darf man in Videos auf Youtube verwenden. Dabei ist es egal ob man nur einen Ausschnitt nimmt oder es als Hintergrundmusik nutzt. Einige der Lieder von friendlymusic von Rumblefish stellt Google auch im Youtube Feature Audioswap zur Verfügung. Mit diesem kann man nachträglich die Musik ändern. Der Nachteil hierbei ist aber, dass das gesamte Audio gelöscht und durch das Lied ersetzt wird.

Google

Angeblich arbeitet Google an einem neuen sozialen Netzwerk, welches etwa wie Facebook ausarten soll. Nach einem Tweet vom Digg-Ceo Kevin Rose schaut die ganze Welt nun, was Google macht. Nun sind weitere Informationen durchgesickert, die von Interesse sein könnten.

Google hat eine große Schwäche: Es ist mit keinem Social Network vertreten. Was Buzz, Wave und co. leider nicht so ganz können, ist nämlich die Tatsache, dass sich meistens nur wenige Leute zusammenfinden. Das will man jetzt verhindern, wenn es nach den Gerüchten von Digg-CEO Kevin Rose geht. Er hat auf Twitter gestern angekündigt, dass es da eine Facebook-Konkurrenz von Google geben wird, "Google Me", und das habe er aus sicherer Quelle erfahren. Stunden später nach einigen Blogeinträgen und nachdem die halbe Presse diesen Tweet abgelichtet hatte, löschte er auch den Tweet wieder.

Jetzt haben sich aber schon Experten zusammen gefunden, die das ganze analysieren. Ein früherer CIO von Facebook, Adam D'Angelo, hat auf seinem selbst gegründetem Fragen&Antworten-Portal einige Fakten zu Google Me herausgestellt:
  • Es würden viele Menschen an diesem Projekt arbeiten
  • Google hat verstanden, es gibt diese sozialen Netzwerke und möchte auch so ein erfolgreiches haben, wie es Facebook ist
  • Das Projekt genießt bei Google oberste Priorität
  • Google habe gewartet, bis Facebook schwach wird und die Userzahlen schwinden. Da dies aber nicht eingetroffen ist, hat Google jetzt Angst
Und so ein soziales Netzwerk würde für Google Sinn machen: Denn nach dem gescheiteren Twitter-Kauf hat Google immer wieder versucht, soziale Aspekte in sein Portfolio zu übernehmen. Die Nutzer fanden irgendwie nie bei Google halt: Google Wave war zu komplex, bevor Buzz überhaupt startete, gingen Datenschützer auf das E-Mail-Facebook-artige Netzwerk los und schnell begeisterte sich keiner mehr für Buzz. Auch Orkut hat nicht viel zu bieten: Es ist gerade einmal für Brasilianische Nutzer interessant, der Rest der Welt kennt es gar nicht.

Für Google wäre es also daher an der Zeit, ein eigenes soziales Netzwerk auf die Beine zu stellen. Es ist vielleicht schon zu spät, weil die Nutzer mit twitter und Facebook gesättigt sind, aber wenn man innovativer und besser ist, dann funktionieren solche Netzwerke auch jetzt noch. Die Technik ist ja schließlich da (siehe Buzz, Wave und co.), jetzt fehlt nur noch, diese Technik geschickt zu verbinden. Vielleicht ist das ja auch Google Me.
Google

Nachdem am Montag eine Anhörung stattfand, in der - wie erwartet - nichts neuartiges präsentiert wurde, ging es heute im Medienforum NRW um das selbe Thema. Beide Ereignisse zielen aber klar darauf ab, dass Google in Zukunft Abgaben für Text leisten soll.

Das Bundesjustizministerium hat zur Anhörung zum Thema Leistungsschutzrecht eingeladen (wir berichteten). Die vorangestellte Frage war die, ob und wie man in Zukunft neue Lizenzmodelle für Verleger schaffen sollte. Mit dabei waren (lt. Netzpolitik.org-Schätzungen) 85% Männer, 85% Juristen, 75% Lobbyisten, 15% Abgeordnete und Mitarbeiter und eine Handvoll Aktivisten bzw. Blogger, wie eben auch Markus von np.org, der live gebloggt hat. Die hatten auch diesmal nicht viel Neues zu berichten. So sollen (wir berichteten bereits) Suchmaschinen und vor allem gewerbliche Nutzer bezahlen. Also eine Google-Steuer. Der Oberhammer ist aber, dass eine Art HTML-Code die Text-Passagen schützen solle: 'Die “Unglaublich starke verlegerische technische Leistung” könne man im HTML-Code erkennen'. Nun frage ich mich - ganz ehrlich - wie soll man HTML-Code schützen? Meinen die, dass Google in der Form mitspielt? Der einzige HTML-Code, der euch vielleicht schützt, ist der Meta-Tag für die Suchmaschinen. Nun, weiter im Text erklärt man sich noch mit der GEZ ein paar Sachen. Unternehmen sollten bezahlen und irgendwie war die ganze Sache ziemlich kompliziert. Robin von Carta hat da mal eine 4-Punkte-Übersicht erstellt, was die Herren und Damen denn wollen. Warum allerdings dafür ein Gesetz hersoll, wissen sie auch noch nicht.

Auch im Medienforum NRW gab es heute Bestrebungen, die weit reichen sollten. Nach dem Motto "Google greift unsere Inhalte ab" fordert der Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbands NRW (ZVNRW) ein Leistungsschutzrecht. Film- und Musik-Industrie bekämen ja auch richtig Geld für ihre Werke, warum also nicht auch auf Text? Auch auf ZDF und ARD wurde nochmals der Druck verstärkt. Dort wäre der "Drei-Stufen-Test" im Rundfunkänderungsstaatsvertrag glatt ignoriert wurden. Weiter bei Onlinekosten.
 Die Strom-Messtechnik von Google "PowerMeter" soll in Zukunft auch andere Aufgaben übernehmen können. So wäre man Wasser- und Gas-Verbrauchs-Kalkulation gegenüber nicht abgeneigt gegenüber.

Dan Reicher vom Green-IT-Team bei Google hat große Pläne vor, die er auf einer Fachkonferenz für Energietechnik verlauten lies: "Wir haben gerade erst angefangen ... Wir beginnen mit Elektrizität und wollen dann zu Erdgas und anderen Ressourcen [wie etwa Wasser] im Haushalt übergehen".

Damit meint Reicher, dass es auch Möglichkeiten gibt, sich auf andere Bereiche in der Verbrauchs-Zählung auszuweiten, wie etwa Gas oder Wasser. Erst vor einem Jahr startete Yellow Strom eine Initiative und brachte somit PowerMeter nach Deutschland. Wer PowerMeter haben möchte, muss einen Stromzähler besitzen, der Informationen freigeben kann. Dieser ist lt. der Wikipedia seit 1. Januar 2010 Pflicht für Neubauten, solche Zähler zu verwenden. Wer auf die Daten zugreifen möchte, braucht sich nur anzumelden (bsp. Yellow Strom). In USA und UK geht das sogar per Smartphone. Danach hat er Web-Zugriff auf Statistiken.

Konkrete Termine konnte Reicher noch nicht geben, dennoch sei ohnehin erst einmal bei den Gas- und Wasserzählern aufzurüsten, was noch dauern kann. Dennoch will Google jetzt schon etwas ändern. Mit PowerMeter will Google erreichen, dass der Energiehaushalt etwas ausgeglichener ist. Wenn das Strom-Netz bspw. Höchstleistung vollbringt, sollte sich nicht unbedingt die Waschmaschine einschalten. Der Strom ist am Abend und in der Nacht sowieso günstiger. Da dies in Deutschland aber - durch ein eben so gutes Stromnetz - nicht der Fall ist, betrifft das mit Wahrscheinlichkeit wieder USA und Großbritannien. Dort hört man des öfteren von Stromausfällen durch Überlastung. Auch die Kraftwerk-Betreiber und Versorger haben Interesse daran - schließlich müssen sie sich weniger Gedanken um die Stromnetze machen und können dabei kosten senken.

Im März 2010 gab Google die PowerMeter API frei, um Stromanbieter zu ermutigen, ebenfalls bei dem Projekt mitzuwirken. Bisher ist aber nicht bekannt, ob sich neben Yellow Strom weitere Anbieter beteiligen werden.

» Google PowerMeter
»» ZDNet (via Cnet)