Gestern musste Google nicht ganz freiwillig zugeben, dass viele Google Assistant-Sprachbefehle abgehört werden und auf den Schreibtischen von gut 1000 Mitarbeitern landen. Völlig überrascht war von diesem Eingeständnis wohl niemand, der sich ein bisschen in der Tech-Welt auskennt - enttäuscht aber vielleicht dennoch. Googles Erklärung erfolgte sehr schnell und war die einzig richtige Reaktion, aber es kam - wieder einmal - viel zu spät.
Da wurde der mediale Druck wohl sehr schnell zu groß: Google hat ungewohnt schnell auf den Bericht reagiert, dass über 1000 Mitarbeiter die Sprachbefehle an den Google Assistant anhören und auswerten. In dem Statement werden die Vorwürfe aber nicht entkräftet, sondern indirekt sogar bestätigt - dafür aber auch die Notwendigkeit erklärt. Gegen den Leaker dieser sensiblen Informationen möchte man nun vorgehen.
Viele Millionen Menschen verwenden Tag für Tag den Google Assistant auf dem Smartphone oder auch den Smart Speakern, um Fragen beantwortet zu bekommen oder Aktionen durchzuführen. Allerdings sind all diese Sprachbefehle längst nicht so vertraulich, wie man bisher vielleicht gedacht hat: Ähnlich wie bei Amazon hören mehrere Tausend Mitarbeiter im Auftrag von Google die Sprachbefehle ab und können dabei - anders als angegeben - auch Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer ziehen.
Gestern Nachmittag wurde die große Friedenspfeife ausgepackt und verkündet, dass Google und Amazon nun wieder die Konkurrenz-Plattformen unterstützen. Diese Unterstützung gilt in beide Richtungen und beinhaltet auch, dass die Prime Video-App von Amazon Inhalte auf den Google Chromecast streamen kann. Jetzt hat Google bestätigt, dass sich die Amazon-App auch mit den Google Home-Sprachbefehlen steuern lassen wird.
Vor einigen Monaten hat Google die Zusammenlegung der Marken Nest und Google Home angekündigt, die nicht nur viele Änderungen im Hintergrund mit sich bringt, sondern auch einigen Geräten eine neue Bezeichnung verpasst. Allerdings hat man dabei Google-typisch eine sehr undurchsichtige Strategie und merkwürdige Namen für die Produkte gewählt. Das zeigt sich nun daran, dass selbst das Social Media-Team nicht mehr weiß, wie die Produkte eigentlich heißen.
In einigen Monaten steht wieder Googles großes Hardware-Event auf dem Plan und bereits jetzt wirft es wieder erste Schatten voraus. In der neuesten Version der Google Home-App wurde nun ein erster Hinweis auf einen kommenden Google Home Smart Speaker gefunden. Außerdem wird die App schon bald einen Dark Mode bekommen, der sich ebenfalls in ersten Ansätzen bereits auf der App zeigt. Und schlussendlich steht auch eine Android TV-Anbindung in den Startlöchern.
Googles Videomessenger Duo erfreut sich im Gegensatz zu vielen anderen Messenger-Produkten des gleichen Unternehmens relativ großer Beliebtheit und erlaubt erst seit kurzer Zeit Gruppen-Telefonate mit mehreren Personen. Jetzt sind bei den ersten Nutzern wieder zwei praktische Neuerungen aufgetaucht, mit denen Videoanrufe geplant und auch Smart Speaker sowie Smart Display im eigenen Netzwerk angerufen werden können.
Sehr wahrscheinlich wird Google in diesem Jahr nicht nur die neuen Pixel 4-Smartphones vorstellen, sondern dürfte wohl auch neue Generationen der Google Home Smart Speaker zeigen und zeitnah in den Verkauf bringen. Ausgerechnet im Sourcecode von Fuchsia finden sich nun erste Hinweise auf mindestens einen Nachfolger, der offenbar auch schon wieder mit dem neuen Betriebssystem getestet wurde.
Google ist im Bereich Smart Home sehr gut aufgestellt und hat es durch die übliche Strategie überraschend schnell geschafft, sich große Anteile des Marktes zu sichern. Trotz Marktführung spielen aber weniger die Google Home-Geräte, sondern der Google Assistant die wichtigste Rolle in dieser Kategorie. In den vergangenen Tagen gab es einige interessante Weichenstellungen, mit denen diese Position noch weiter gefestigt werden soll, selbst wenn dafür eine eigene Marke aufgegeben werden muss.
In der vergangenen Woche hat Google die Verknüpfung des Nest-Kontos mit dem Google Account offiziell angekündigt und damit nicht nur für Begeisterung gesorgt. Die tiefere Anbindung an den Google Assistant und die nach eigenen Angaben höhere Sicherheit des Google-Accounts sind zwar zu begrüßen, doch das Ende des "Works with Nest"-Programms hat bereits jetzt erste negative Auswirkungen. In einem neuen Blogpost klärt Google nun die Antworten auf die wichtigsten Fragen.