Analytics

Das neue Google Browser-Plugin soll eigentlich den Benutzer vor Statistiken schützen. Daten- und Verbraucherschützer bemängeln aber daran, dass die Lösung dem Benutzer "aufgedrängelt" wird und der Benutzer mit der Entscheidung alleine gelassen wird, ob er das Plugin installiert oder nicht. So kompliziert und Benutzer unfreundlich sei die Opt-Out-Lösung. 

Letzte Woche hatte Google ein Browser-Plugin angekündigt, welches das Tracking von Seiten mit Google Analytics komplett unterbindet. Datenschützer und Verbraucherschützer haben sich das Konzept angeschaut und sind wenig begeistert. So sagt eine Sprecherin des Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein, dass es zwar gut sei, "aber man darf dem Nutzer nicht etwas aufbürden, das er nicht verstehen kann. Ein Normalnutzer wird es nicht überblicken können und das Plugin daher auch kaum nutzen".

Außerdem veröffentlichte das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) eine Pressemitteilung, in der es hieß: "Bevor Verbraucher ihr Verhalten ungefragt analysieren lassen, sollten sie klar darauf hingewiesen und nach ihrer Zustimmung gefragt werden. Die von Google angestrebte technische Opt-Out-Lösung kann das nicht gewährleisten, sie schafft für die Nutzer hohen Aufwand und setzt voraus, dass diese überhaupt wissen, dass es Dinge wie Google Analytics gibt". 

» Golem 
Piwik
Seit letzten Dezember verzichten wir auf Google Analytics und greifen stattdessen auf die offene Software Piwik zurück. Zwar speichert auch diese die IP-Adresse, allerdings kann man dies durch Änderung von nur einer Zeile ohne Probleme ändern. Nun gibt es die Version 0.5.5, die dies noch einfacher macht.

Neu in der Version ist das Plugin AnonymizeIP. Ist dieses aktiviert, wird standardmäßig das letzte Oktett der IP-Adresse genullt und erst dann in die Datenbank geschrieben. So ist es nicht mehr möglich direkt auf einen Besucher zurück zuschließen. Über die Datei config/global.ini.php kann man weitere Einstellungen wie das „nullen“ der letzten zwei vornehmen.

Hierfür muss man nur die Zahl bei „ip_address_mask_length = 1“ ändern. Erlaubt sind 0-4. Wir haben uns dafür entschlossen, die Standardeinstellung zu übernehmen und das letzte Oktett durch eine 0 zu ersetzen.

» Piwik
Analytics

Google hat soeben angekündigt, dass man in wenigen Wochen ein Plugin veröffentlichen wird, mit dem man das Tracking von Analytics komplett für seinen Browser unterbinden kann. Laut Ankündigung hat man daran schon seit letzten Jahr gearbeitet und steht nun kurz vor der Fertigstellung.

Der Düsseldorfer Kreis hat Analytics und andere Dienste wegen der Speicherung kritisiert. Er sieht IP-Adressen als personenbezogen an und deswegen müssten Webmaster ihre Besucher vorherfragen, ob sie die IP speichern dürfen. Ob dieser Opt-Out den Datenschützern ausreichen wird, wird sich sicherlich in den nächsten Wochen klären.

Wir selbst verzichten seit Anfang Dezember 2009 auf Analytics und setzen auf das freie und offene Piwik, welches aber so eingestellt ist, dass KEINE IP-Adresse gespeichert wird.

Update:
Google hat uns mitgeteilt, dass die Möglichkeit eines Opt-Outs schon vor dem Beschluss der Datenschützer getroffen wurde.
Analytics

Bei Google Analytics gibt es weitere Neuerungen zur Weihnachtszeit. Eine davon sind die "Anmerkungen", der neue Code Setup Wizard sowie eine neue Version der Analytics-API. 

Das Analyse-Tool Analytics bietet jetzt weitere Funktionen, die an die Neuerungen von dieser Woche anschließen (wir berichteten).

So kann man demnächst Anmerkungen an seine Zeitleiste knüpfen. Mit Anmerkungen kann man zum Beispiel notieren, wenn die Seite ein neues Feature bekommen hat oder der Server down war. Das macht vor allem bei der Teamarbeit mit Analytics Sinn, da man die Anmerkungen untereinander tauschen kann. Dennoch hat man die Möglichkeit, die Anmerkungen auch als "Privat" zu markieren, damit sie bei gegebenen Sharing-Zugriff nicht mit Anderen geteilt werden.



Weiterhin wurde nochmals an den Custom Variables gearbeitet. Jetzt kann man die definierbaren Variablen auch der benutzerdefinierten Statistik und an die erweiterten Segmente binden. Mehr Infos dazu auf der entsprechenden Google-Seite.

Außerdem hat Google die letzten Tage an einem Code-Generator für Google Analytics gebastelt. Dieser soll dann den Code für Domains und Subdomains erstellen und auf Tags, Kampagnen und anderen Einstellungen, nach Benutzerwunsch, eingehen. 

code generator

Mit den Änderung verbunden, wird auch die neue API gelauncht, die unter Anderem die erweiterten Segmente mitbringt.

» Google Analytics Blog
Analytics

Google Analytics hat in der letzten Zeit einige Aktualisierungen bekommen, die von einer erweiterten Ansicht bis hin zum analysieren von mobilen Inhalten reichen. 

Die erste Änderung betrifft die Ziele. Bisher konnte man nur 5 Ziele anlegen, jetzt kann man 20 Ziele (pro Profil) anlegen. Ziele sind dafür da, um sich ein gewisses Ziel (zum Beispiel eine gewisse Anzahl an Benutzern oder eine gewisse Aufenthaltszeit für Besucher) zu setzen.

Als zweite Erweiterung betrifft die Ansicht von Google Analytics. Jetzt kann man noch tiefer in die Daten eintauchen. Mit der Privot-, Tabellen- und Vergleichsansicht soll das Arbeiten noch einfacher gemacht werden. Man kann sich außerdem ein Kreisdiagramm darstellen lassen. Desweiteren hat man die Möglichkeit, die Ergebnisse beliebig zu filtern, nach Spalten zu sortieren oder benutzerdefinierte Felder hinzufügen und diese ebenfalls anders zu sortieren.

Bei dem dritten Feature handelt es sich eher um ein Webmastertool. Jetzt kann man Kategorien oder andere Variablen beliebig definieren. Diese Neuerung richtet sich eher an speziellere Unternehmen, die über ihre Webseite spezielle Werte mitsenden, damit Google Analytics noch übersichtlicher wird. Diese Variablen kann man in Analytics ebenfalls wieder aufrufen, definieren oder nach bestimmten Variablen sortieren oder suchen.

Das Feature Nummer vier bezieht sich auf eine neue Metrik für Unique Visitors (eindeutige Besuche). Jetzt kann man die Statistiken auch nach eindeutigen Besuchen sortieren. Auch in den Diagrammen oder in den benutzerdefinierten Statistiken wird diese Option angeboten. Ein Unique Visitor wird anhand der IP-Adresse sowie eines Cookies verglichen.

Feature Nummer fünf ist das klassische Sharing von Inhalten. Jetzt ist es möglich, Analytics-Daten auf Wunsch untereinander auszutauschen. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Gegenseite auch Analytics sein Eigentum nennen darf. Dann hat derjenige Zugriff auf freigegebene Elemente, wie z. B. erweitere Berichte oder benutzerdefinierte Statistiken. Außerdem gibt es jetzt die Möglichkeit, via URL die Analytics-Daten auszutauschen, damit man sie beispielsweise auf dem Blog posten kann.

Vorletztes Feature nennt sich "Intelligenz", und genau das ist es auch. Man kann sich mit der Intelligenz jetzt einfach benachrichtigen lassen. Wenn man Änderungen nicht bemerkt hat, wird es in Zukunft Warnungen dafür geben, die sich auch optional anschalten lassen. Dabei rechnet ein Algorithmus aus, wie stark die Änderung ist und bewertet das. Als Methode zum Warnen wird E-Mail oder eben auf der Intelligenz-Seite angeboten. 

Letztes Feature und damit Feature sieben ist das erweitere Mobile-Reporting. Jetzt werden nicht nur Handys unterstützt, sondern auch Smartphones mit Android oder das iPhone. Als Schnittstellen auf der Homepage wird seitens Google eine PHP, ASP, Javascript und Perl-Schnittstelle geboten.

Die Features wurden bereits in Google Analytics integriert und sind ab sofort auch in deutscher Sprache verfügbar.

» Google Analytics
Analytics

Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat mehrere gesetzliche Krankenkassen abgemahnt. In der Email, die uns vorliegt, findet man viele Betriebskrankenkassen (BKK), Hamburg Münchener Krankenkasse, die Techniker sowie einige andere. 

Darin heißt es "Die Nutzung des kostenlosen Google Analytics Service durch Website-Anbieter ist unzulässig, da die derzeitige Konfiguration des Dienstes eine wirksame Wahrnehmung des Rechts auf Widerspruch, Information und Auskunft sowie Löschung der Daten durch den Betroffenen nicht ermöglicht."

Weiter sei es erlaubt unter Verwendung von Pseudonymen zum Zweck der Werbung, der Marktforschung oder zur bedarfsgerechten Gestaltung der Telemedien Nutzungsprofile zu erstellen, vorausgesetzt die betroffenen Nutzer wurden vorher darüber ausführlich informiert sowie eine Widerspruchsmöglichkeit muss existieren.

"Die Konfiguration der kostenlos angebotenen Software ermöglicht derzeit keine Umsetzung der gesetzlichen Anforderung durch die Web site-Betreiber. Die von Google in den Nutzungsbedingungen verfasste Erklärung zu der Art, dem Umfang und dem Zweck der Erhebung der Daten lässt die Nutzer vielmehr im Unklaren darüber, welche Daten konkret über sie zu welchem Zweck erhoben werden. Unklar ist auch, wie lange die Nutzungsdaten bei Google Inc. mit Sitz in den USA gespeichert werden."

Zwar sei es möglich durch Unterbindung von Cookies die Datenerhebung zu verhindern, aber für nicht technischversierte Nutzer nur schwer umzusetzen.

Schaar bittet die Krankenkassen "die Nutzung des Google Analytics Services unverzüglich einzustellen, bei Ihnen vorhandene Daten zu löschen und mir dies schriftlich zu bestätigen." 
AdSense+Analytics Letzten Herbst wurde bekannt, dass eine AdSense Nutzer die Möglichkeit haben ihre Daten in Google Analytics anzuschauen. Nach und nach wurde es für immer mehr Nutzer freigeschaltet. Nun gab Google bekannt, dass es ab sofort allen AdSense Nutzer freisteht, ob sie ihre Daten in Analytics sehen wollen. Nach dem Einloggen bei AdSense gibt es einen Link "Integrate your AdSense account with Google Analytics" auf der Überblickseite. Nun einfach den Anweisungen folgen. Nach der Verknüpfung kann man unter Content > AdSense auf folgende Daten zugreifen:
-The Top AdSense Content report allows you to see more details about specific pages on your site and analyze ad performance. For instance, if you find that some of your pages generate a high number of pageviews but aren't monetizing as well as other pages, you can focus your optimization efforts on improving these pages. -The Top AdSense Referrers report can help you see how different incoming traffic sources contribute to your revenue. -Last, the AdSense Trending report lets you analyze how your site generates revenue during different times of the day and different days of the week.
Apps Google hat heute einige Updates bei Google Apps veröffentlicht. Einige der Updates gibt es nur im kostenpflichtigen Google Apps Premium bzw. in der Education Edition veröffentlicht. Google Mail In allen Version von Google Apps kann der Administrator festlegen in welchem Format die Namen der Kontakte angezeigt werden sollen. Vorname Nachname bzw. Nachname, Vorname Die Admins können auch einstellen, ob die Nutzer selber wählen dürfen, wie die Kontakte gespeichert werden. Google MailAnalytics Bei der kostenpflichtigen Google Apps Premium Edition können Admins nun in Analytics sehen wie lange ein Nutzer online war und wo er sich befunden hat. Video In der Premier und Education Editions gibt es Google Video. Nun wurden die Speicherlimits geändert. Bei Premier gibt es jetzt 10 GB und 500 MB pro Account, bei der Education Edition sogar 100 GB. Außerdem darf ein Video nun 1 GB groß sein. » Google Enterprise Blog
Apps + Analytics Google hat heute einen weiteren Dienst in der kostenpflichtigen Version von Google Apps veröffentlicht. Durch die Integration von Google Analytics soll es leichter werden Daten, wie Zugriffe auf Dokumente bei Google Docs oder Besuche zu erheben. Wenn Ihr Administrator von Google Apps Premier oder der Education Edition seid, könnt Ihr in den "Advanced Tools" beim "Setup Google Analytics" die Analytics ID Eures normalen Google Accounts eingeben. Soweit ich es verstehe soll der Analytics Code dann automatisch in alle Google Docs und bei jeder Google Sites die mit dem Google Apps Account verbunden sind, eingefügt werden. » Google Enterprise Blog