Ștefania Mărăcineanu: Ein sehr schönes Doodle zum 140. Geburtstag der Physikerin & Radioaktivität-Pionierin

google 

Am heutigen 18. Juni hätte die rumänische Physikerin Ștefania Mărăcineanu ihren 140. Geburtstag gefeiert und wird anlässlich dessen von Google mit einem sehr schönen Doodle geehrt. Ștefania Mărăcineanu gehört zu den Pionierinnen im Bereich der Radioaktivität und hat sich auch mit dem Wetter, Erdbeben und dem Zusammenhang mit der Radioaktivität beschäftigt. Im Doodle geht es aber um ein anderes Thema.


stefania maracineanu Google Doodle

Das heutige Google-Doodle für Ștefania Mărăcineanu zeigt die rumänische Physikerin bei der Arbeit. Die Darstellung soll ihre Forschung am Element Polonium suggerieren – ein Element, das zuvor von Marie Curie entdeckt wurde. Im Doodle wird schon gezeigt, dass man damals wenig Berührungsängste mit der Radioaktivität hatte, was bekanntlich ein folgenschwerer Fehler war und einigen Forschen das Leben oder zumindest die Gesundheit kostete.

Ștefania Mărăcineanu wird im Doodle gut sichtbar in ihrer Arbeitsumgebung dargestellt, die als dunkler Laborraum gezeigt wird, der vom Polonium erhellt wird – eine weitere Anspielung. Der Google-Schriftzug ist heute nur angedeutet zu sehen, wobei lediglich das große ‚G‘ am Anfang soweit wie möglich ausgeschrieben wurde. Ștefania Mărăcineanu und das Polonium dürften die beiden ‚o‘ darstellen und mit etwas Fantasie sieht man im Reagenzglasständer inklusive Kolben vor ihr den kleinen Buchstaben ‚g‘. Das ‚l‘ ist irgendwo in den Füßen des Objekts rechts und das ‚e‘ könnte als Großbuchstabe durch den rechten Rand des Doodles angedeutet sein.

Das Doodle für Ștefania Mărăcineanu wurde von Googles Designern entworfen und stammt nicht aus der Feder eines Gastkünstlers. Das wird oftmals auch an der Darstellung des Google-Schriftzugs deutlich, der bekanntlich nicht zwingend im Doodle vorkommen muss. Ein gelungenes Bild, das vielen Nutzer die Geschichte und das Wirken Mărăcineanus näherbringen wird.




Ștefania Mărăcineanu wurde am 18. Juni 1882 in Bukarest geboren und soll wohl, so schreibt es zumindest die englische Wikipedia, keine glückliche Kindheit gehabt haben – das ist auch schon alles, was über ihr Leben bekannt ist. Nach einigen Zwischenstationen als Lehrerin im Bereich der Physik zog sie nach Frankreich, wo sie Marie Curie kennenlernte und mit ihr gemeinsam am Radium Institut forschte. Sie beschäftigte sich mit der Halbwertzeit von Polonium, deren Wert sich je nach Berührung mit anderen Metallen veränderte.

Während ihrer Forschungen zur Halbwertszeit von Polonium bemerkte Mărăcineanu, dass die Halbwertszeit von der Art des Metalls abhängig zu sein schien, auf dem es platziert wurde. Dies brachte sie dazu, sich zu fragen, ob die Alphastrahlen des Poloniums einige Atome des Metalls in radioaktive Isotope umgewandelt hatten. Ihre Forschung führte zum wahrscheinlich ersten Beispiel künstlicher Radioaktivität.

Mărăcineanu schrieb sich an der Sorbonne-Universität in Paris ein, um ihren PhD in Physik abzuschließen, den sie in nur zwei Jahren erwarb! Nachdem sie vier Jahre am astronomischen Observatorium in Meudon gearbeitet hatte, kehrte sie nach Rumänien zurück und gründete das erste Labor ihres Heimatlandes zur Erforschung der Radioaktivität.

Mărăcineanu widmete ihre Zeit der Erforschung von künstlichem Regen, wozu auch eine Reise nach Algerien gehörte, um ihre Ergebnisse zu testen. Sie untersuchte auch den Zusammenhang zwischen Erdbeben und Niederschlag und berichtete als Erste, dass es im Epizentrum zu einem signifikanten Anstieg der Radioaktivität kommt, der zu einem Erdbeben führt.

1935 erhielten Irène Currie, Tochter von Marie Curie, und ihr Ehemann einen gemeinsamen Nobelpreis für ihre Entdeckung der künstlichen Radioaktivität. Mărăcineanu hat den Nobelpreis nicht angefochten, aber darum gebeten, dass ihre Rolle bei der Entdeckung anerkannt wird. Mărăcineanus Arbeit wurde 1936 von der Akademie der Wissenschaften Rumäniens anerkannt, wo sie zur Forschungsdirektorin gewählt wurde, aber sie erhielt nie weltweite Anerkennung für die Entdeckung.

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[Wikipedia]


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