Wear OS: Googles großer Neustart eventuell nur für neue Geräte – Fossil will Smartwatches nicht upgraden

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Google wird dem Smartwatch-Betriebssystem Wear OS schon bald den großen Neustart spendieren, der offenbar sehr große Veränderungen mitbringen wird – und das nicht unbedingt zum Vorteil der bestehenden Nutzer. Einer der größten Hersteller von Uhren mit smarten Funktionen, Fossil, hat nun angekündigt, die bereits am Markt befindlichen Geräte nicht upgraden zu wollen.


fitbit smartwatch google assistant

Google versucht sich gemeinsam mit Samsung und der Tochter Fitbit an einem kompletten Neustart der Wear OS-Plattform, die einige Überraschungen bereithalten könnte – und das nicht nur in positiver Hinsicht. Es scheint so, dass die neue Plattform völlig andere Ansprüche an die Hardware stellt und ein Upgrade somit in den meisten Fällen gar nicht möglich ist. Das hat zumindest Fossil nun verlauten lassen.

Fossil hat eine neue “Premium-Smartwatch” für Herbst 2021 angekündigt und dürfte mit weiteren Geräten nachlegen. Das kommt nicht ganz überraschend, doch gleichzeitig hat man verkündet, die am Markt befindlichen Geräte nicht auf das neue Betriebssystem zu aktualisieren. Ob es eine Frage des Könnens oder Wollens ist, hat man nicht eindeutig beantwortet. Man begründet dies aber unter anderem damit, dass es ein “pretty major hardware update” – also deutlich stärkere Hardware brauchen wird. Das dürften viele Smartwatches derzeit wohl einfach nicht leisten können.

Das ist natürlich eine große Enttäuschung für sehr viele Smartwatwatch-Besitzer – zumindest aus heutiger Sicht. Auf der anderen Seite könnten die Anforderungen so stark gestiegen sein, dass das neue Wear auf einer “alten” Smartwatch keinen Spaß macht und man als Nutzer schlussendlich ganz froh ist, das alte Betriebssystem behalten zu können.


Wear = Fuchsia? Googles neue Smartwatch-Plattform könnte auf dem neuen Betriebssystem basieren




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Für Google kann ein Nicht-festhalten an bestehenden Geräten sinnvoll sein, denn nur das Abschneiden alter Zöpfe gibt die Möglichkeit für einen echten Neustart ohne jegliche Handbremse. Dazu kommt, dass Google und die engen Partner selbst gar nicht von diesem Problem betroffen sind: Eine echte Google-Smartwatch hat es niemals gegeben (lediglich Ausflüge mit LG), Samsung hat ebenfalls keine Wear OS-Smartwatch im Portfolio und auch Fitbit hat bislang nicht auf Wear OS gesetzt. Vergessen wir auch nicht, dass Fossil und Google seit langer Zeit eng zusammenarbeiten und die jetzige Ankündigung die Richtung vorgeben könnte.

Wir dürfen sehr gespannt sein, was Google und Samsung da im Laufe der nächsten Monate vorstellen werden. Bislang hat man sich mit Details noch sehr zurückgehalten und lediglich den gemeinsamen Neustart in Aussicht gestellt. Natürlich wird es neue Hardware von Samsung und Google (wohl unter dem Dach von Fitbit) geben, aber viel interessanter ist die Betriebssystem-Seite und das, was da unter dem Ziffernblatt schlummert.

Ich möchte meinen Verdacht, dass es sich bei Wear OS um einen Fuchsia-Ableger handelt noch einmal wiederholen, auch wenn es dafür abseits einiger Indizien noch keine echten Leaks gibt.

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[Engadget]


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comment 1 Kommentare zum Thema "Wear OS: Googles großer Neustart eventuell nur für neue Geräte – Fossil will Smartwatches nicht upgraden"

  • Das ist für die Besitzer der älteren Modelle eventuell enttäuschend aber eigentlich auch nur logisch. Ich bestze selber eine Fossil Sport, in der ein SD Wear 3100 werkelt. Der (bzw. sein Vorgänger 2100) ist ein den allermeisten Wear-OS-Smartwatches verbaut.

    Das Problem ist, dass dieser Chip völlig veraltet ist. Die Leistung ist schwach und er verbraucht viel zu viel Strom. Damit bekommt man allerhöchstens einen knappen Tag Akkulaufzeit zusammen. Selbst wenn Google das neue Wear für diese veraltete Plattform anbieten würde, es würde längst nicht so gut laufen wie es könnte und die Akkulaufzeit würde man wahrscheinlich auf höchstens 1,5 Tage bekommen. Und das ist eine sehr optimistische Schätzung.

    Daher ist es nachvollziehbar, dass man hier einen Cut macht und neue Produkte mit deutlich effizienteren Chips anbietet. Sobald die neuen Uhren draußen sind, werde ich meine Fossil Sport jedenfalls in Rente schicken.

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