Googles neue Speicherplatz-Regeln: Daten werden bei Inaktivität oder Kontingent-Überschreitung gelöscht

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Nach vielen Jahren zieht Google nun die Daumenschrauben an und hat große Änderungen für Google Fotos und Google Drive angekündigt, die jeweils ihre kostenlosen unbegrenzten Speicherplatz-Kontingente verlieren. Aber nicht nur in diesen einzelnen Produkten gibt es Änderungen, sondern auch bei der allgemeinen Speicherplatz-Verwaltung wird man die Nutzer nun nicht mehr mit Samthandschuhen anpacken und gegebenenfalls Daten löschen.


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Vielleicht hat Google die Nutzer viele Jahre lang zu sehr mit kostenlosen Speicherplatz-Kontingenten verwöhnt, bei denen jedem klar sein musste, dass das nicht auf ewig fortgeführt werden kann. Gestern Abend wurde verkündet, dass die kostenlosen unbegrenzten Kontingente von Google Fotos und Google Drive schon bald eingestellt werden (Hier gibt es alle Informationen) und nun kommt der nächste Schritt, mit dem das Unternehmen Speicherplatz einsparen will.

Überzogenes Kontingent führt zur Datenlöschung
Habt ihr euer Kontingent überzogen, also mehr Daten gespeichert, als Speicherplatz zur Verfügung steht, kann Google nun rigoros vorgehen: Die Daten werden nach einer gewissen Zeit unwiderruflich gelöscht. Das geschieht aber nicht überraschend, denn Google wird die Löschung erst zwei Jahre nach Überschreiten des Kontingents einleiten und die Nutzer außerdem mindestens drei Monate vorher auf verschiedensten Wegen auf die bevorstehende Löschung hinweisen.

Möchte man der Datenlöschung entgehen, muss entweder Speicherplatz bei Google One gekauft oder Daten gelöscht werden. Innerhalb von zwei Jahren sollte man das wohl hinbekommen, aber dennoch ist es eine Abwanderung der bisherigen Richtlinien und dürfte wohl in Zukunft für einigen Ärger bei den Betroffenen sorgen.


Google Fotos & Google Drive: Kostenloser Speicherplatz wird stark eingeschränkt & Daten gelöscht; alle Infos (FAQ)




Lange Nichtnutzung führt zu Datenlöschung
Google löscht aber nicht nur Daten, wenn die Platte übervoll ist, sondern auch dann, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Solltet ihr Google Fotos, Google Drive oder GMail zwei Jahre lang nicht mehr verwenden, können die Daten aus diesen Apps unwiderruflich gelöscht werden. Auch hier gilt die Wartezeit von zwei Jahren sowie der Hinweis, dass Nutzer mindestens drei Monate vorher auf den verschiedensten Wegen kontaktiert werden.

Inaktiv bedeutet, dass das Produkt zwei Jahre lang nicht verwendet wurde – ganz egal auf welcher Plattform. Ein einziger Login bzw. Aufruf des Produkts genügt, um diesen Countdown zu stoppen. Gelöscht werden außerdem nur die Daten aus den Produkten, die nicht verwendet werden. Nutzt ihr also Drive, aber Fotos nicht, werden nur die Fotos und Alben gelöscht. Das gilt übrigens nicht für Google One-Abonnenten, denn deren Speicherplatz bleibt auch nach Jahren der Inaktivität unangetastet. So lange das Abo bezahlt wird, versteht sich.


Diese neuen Regeln für die Löschung von Daten erscheinen mir sehr vernünftig und durchaus fair. Es ist nicht anzunehmen, dass die Nutzer in den beiden Fällen (zwei Jahre nicht nutzen oder zwei Jahre lang aufgrund des überschrittenen Kontingents nicht nutzen können) noch Interesse an den Daten haben. Bei weit über zwei Milliarden Google-Nutzern dürfte da schon einiges zusammenkommen, dass man sich zukünftig einsparen kann.

» Google Fotos: Kostenloser unbegrenzter Speicherplatz wird auch für die neuen Pixel-Smartphones eingestellt


Google Fotos & Google Drive: Kostenloser Speicherplatz wird stark eingeschränkt & Daten gelöscht; alle Infos (FAQ)

[Google Support]


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comment 1 Kommentare zum Thema "Googles neue Speicherplatz-Regeln: Daten werden bei Inaktivität oder Kontingent-Überschreitung gelöscht"

  • Finde ich gut. Aber vielleicht sollte Google seine Nutzer zu erst animieren selbst aufzuräumen. Entsprechende Tools den Anwendern an die Hand geben und in den Produkten daraufhin weisen.
    Wäre schon interessant zu sehen, wie viele Anwender dann Daten löschen. Das Problem für Google ist ja auch, dass die Smartphone Kameras immer bessere Bilder machen und die besseren Bilder sind in der Regel ja auch größer, also brauchen auch mehr Speicherplatz.

Kommentare sind geschlossen.