Coronavirus: Google warnt vor großen Auswirkungen auf YouTube – mehr Videosperren & weniger Kontensperren

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Das Coronavirus hat nicht nur extreme Auswirkungen auf die Gesellschaft, sondern insbesondere auch auf die Wirtschaft, die sich nun völlig neuen Herausforderungen jeglicher Art stellen muss. Google hat schon gestern vor größeren Auswirkungen auf die Videoplattform YouTube und den Google Play Store gewarnt und heute wird das Ganze noch einmal etwas konkretisiert. Für die Dauer der Maßnahmen müssen die Nutzer zum Teil viel Geduld aufbringen.


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Auf Googles Videoplattform YouTube kann jeder Nutzer grundsätzlich beliebige Videos hochladen, von denen aber natürlich längst nicht alles erlaubt ist – die Liste der verbotenen Inhalte ist bekanntlich sehr lang. Um diese Verbote durchzusetzen, setzt YouTube seit vielen Jahren auf ein mehrstufiges System bestehend aus Algorithmen und Menschen – wobei die menschlichen Reviewer im Zweifelsfall natürlich das letzte Wort haben. Doch nun fallen diese in sehr großem Umfang weg.

Home Office ist nicht möglich
Google hat bekanntlich weit über 120.000 Angestellte in das Home Office geschickt, das gilt auch für die vielen Zehntausend externen Mitarbeiter – somit auch für das Review-Team. Obwohl die Kontrolle von Videos auf einer Internet-Plattform zwar für das Home Office geradezu prädestiniert wäre, ist das nicht so einfach möglich. Gerade die den Menschen vorgelegten Videos können oftmals verstörende Inhalte haben – und das in jeglicher Form, die ich hier nicht weiter ausführen möchte.

Solche Videos kann man den Mitarbeitern in ihren eigenen Vier Wänden nicht zumuten – vor allem nicht im Home Office, in dem sich nun auch noch Kinder befinden. Aber auch der Schutz persönlicher Daten der Nutzer spielt eine Rolle, denn aus Datenschutz-Gründen dürfen einige sensible Daten nur innerhalb der von Google kontrollierten Bereiche eingesehen und verwendet werden. Auch das ist im Home Office nicht möglich.



Mehr Video-Sperren, weniger Nutzer-Sperren
Weil die Videoplattform aber nicht einfach zugesperrt werden soll und man dennoch den Nutzern und allen Betroffenen weiterhin nicht mit den unpassenden Videos belästigen möchte, müssen nun die Algorithmen diese Aufgabe übernehmen. Schon zuvor haben die Algorithmen einen großen Teil der Arbeit übernommen, aber nun haben sie erweiterte Berechtigungen und müssen ohne diese menschliche Hilfe auskommen. Weil die Plattform sauber bleiben soll, sind sie nun wohl auch schärfer eingestellt und dürften dadurch auch viele Videos zu Unrecht sperren.

Gleichzeitig hat YouTube die Algorithmen aber auch etwas milder gestimmt, was Verwarnungen oder gar Sperren betrifft. Diese haben nun eine höhere Toleranzgrenze und dürften für die Dauer dieser Ausnahmesituation nun deutlich seltener vorkommen. Zusammengefasst: Es wird vermutlich sehr viel mehr Videosperren, dafür aber weniger Kanalsperren geben. Anders ist es derzeit aber nicht möglich, wenn man sich nur auf die Algorithmen verlässt.

Natürlich gibt es auch weiterhin ein menschliches Review-Team, das weiterhin zur Arbeit in die zahlreichen Google-Niederlassungen bzw. die YouTube-Büros erscheint. Nutzer haben also weiterhin die Möglichkeit, unangemessene Sperren zu melden oder unpassende Inhalte zu melden, die Bearbeitung wird aber deutlich länger dauern. Weil sich das aufgrund der oben beschriebenen Situation nicht ändern lässt, ist nun für längere Zeit damit zu rechnen. Habt Verständnis!

» Coronavirus: Google warnt vor ersten Auswirkungen auf YouTube und den Google Play Store – habt Verständnis!


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Symbolbild, die Google.org-Krisenkarte enthält NOCH keine Corona-Infos. Hoffentlich folgt das bald.

[WinFuture]


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