Google Duo: Der Videomessenger erreicht immer mehr Nutzer – Googles langer Atem zahlt sich endlich aus

duo 

Google hat in den letzten Jahren zahlreiche Messenger gestartet, umgebaut und auch wieder verschlissen – und das teilweise im Rekordtempo. Ein Messenger sticht schon heute aus dieser Masse hervor und scheint auch in den kommenden Jahren nicht von einer Einstellung bedroht zu sein: Google Duo. Die jüngste Ankündigung, dass Google Duo tief im Galaxy S20 integriert sein wird, untermauert dies und zeigt, dass Google endlich mal wieder etwas im Messenger-Markt richtig macht.


Rechnet man alle Ableger, Nischenprodukte und Kurzzeitangebote mit herein, hatte Google schon mehrere Dutzend Messenger gestartet und auch wieder eingestellt. Damit hat man sich einen Ruf erarbeitet, der auf alle kommenden Google-Messenger abfärbt und die Produkte für viele Nutzer von vorneherein ausschließt. Aus diesem tiefen Loch wird das Unternehmen nur mit sehr viel Mühe und noch mehr Geduld herauskommen – und das kann sich schlussendlich auszahlen.

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Vor wenigen Tagen haben Google und Samsung gemeinsam verkündet, dass der Videomessenger Google Duo in die Telefon- und Kommunikations-Apps des Samsung Galaxy S20 integriert wird – gemeinsam mit einem weiteren beliebten Produkt. Das wäre vielleicht nur eine Randmeldung und ist in der Galaxy S20-Flut möglicherweise etwas untergegangen, aber für Googles Videomessenger Duo ist diese Integration ein sehr großer Schritt hin zur Etablierung als Videomessenger.

Google Duo ist bereits auf den Pixel-Smartphones fest in die Telefon-App integriert und auch auf einigen OnePlus-Smartphones ist der Videomessenger während eines Telefonats nur einen Tastendruck entfernt – aber bei Samsung hat das noch einmal eine größere Dimension. Es wird vermutlich nicht beim S20 bleiben, das wäre unsinnig, sondern der Videomessenger zukünftig wohl auf allen Samsung-Smartphones zu finden sein. Allein schon aus Neugier dürften viele Nutzer auf diesem Wege Google Duo für sich entdecken und vielleicht dabei bleiben.

Aber auch auf Smart Displays ist Google Duo längst eine feste Größe und bietet die Infrastruktur für Videogespräche mit jedem anderen Smartphone-Nutzer. Damit hat sich Google eine starke Position im Markt erarbeitet, die aufgrund des allgemeinen Google Messenger-Bashings aber von vielen Nutzern nicht gesehen oder anerkannt wird.

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Es zeigt sich, dass Googles langer Atem bei Duo sich auszahlen wird und die Strategen würden sehr gut daran tun, bei einem etwaigen neuen Messenger keine eigene Videotelefonie aufzubauen, sondern Duo tief zu integrieren und zu verknüpfen. Eine immer wieder kolportierte Einstellung von Google Duo ist für mich zumindest in den nächsten Jahren vom Tisch und der Messenger könnte nach Hangouts das zweite sehr langfristige und wichtige Standbein in Googles mit überschaubarem Erfolg gesegneten Messenger-Aktivitäten sein.

Tatsächlich feiert Google Duo schon bald den 4. Geburtstag, was bei einem Google-Messenger leider schon eine kleine Sensation ist. Den großen oder kleinen Bruder Google Allo hat man schon während der Halbzeit verloren – und das ist schon erstaunlich. Wer hätte damals gedacht, dass von Allo und Duo der zweite Teil des Paares überleben wird, nachdem vor allem Allo so stark gepusht und mit dem Zugpferd Google Assistant ausgestattet wurde.

Doch bei allem Lob für Duo muss Google nun auch aufpassen, die Stärken des Messengers nicht wieder zu verspielen. Erst jüngst wurde eine Funktion zum Versenden von Zeichnungen integriert. Das ist nett und vielleicht auch eine witzige Spielerei, sollte aber nicht zu weit getrieben werden und die Nutzer nerven, denn solche Features sind schon wieder weit weg vom Kerngeschäft und gehören dann doch eher in andere Messenger-Apps.

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comment 1 Kommentare zum Thema "Google Duo: Der Videomessenger erreicht immer mehr Nutzer – Googles langer Atem zahlt sich endlich aus"

  • Spielt für mich keine Rolle. Google und Messenger in einem Satz erwähnen…? Das Thema ist für mich durch!

    Google Talk für XMPP und ergänzt um Hangouts war optimal. Alles was danach kam ist für mich vom Tisch.

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