Android 11: Limits werden gesprengt – Beschränkungen für die Videoaufnahme sollen aufgehoben werden

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In wenigen Monaten wird die erste Beta-Version von Android 11 erscheinen und dabei wie üblich ein neues Kapitel für das Betriebssystem öffnen, das viele Neuerungen und auch Änderungen im Gepäck hat. Vorab sind schon viele Neuerungen bekannt geworden und nun gibt es den nächsten Hinweis auf eine Verbesserung, die vor allem Hobbyfilmer freuen wird: Android 11 soll die Beschränkung der Dateigröße von Videos aufheben.


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Nicht nur die Qualität von Smartphone-Videos steigt in immer höhere Sphären, sondern gleichzeitig auch die Dateigröße, die heute schon sehr schnell viele vor wenigen Jahren undenkbare Grenzen sprengt – das mussten nun auch die Google-Entwickler einsehen. Im Jahr 2014 wurde die Beschränkung festgelegt, dass mit der Kamera aufgenommene Videos nicht größer als 4 Gigabyte sein können. Dieses Limit gilt freilich nur dann, wenn die offiziellen APIs und Funktionen verwendet werden – was aber bei vielen großen Kamera-Apps und Smartphone-Herstellern der Fall ist.

Auch wenn dieses Limit erst vor fünf Jahren festgelegt worden ist, wirkt es aus heutiger Sicht völlig überholt. Wer ein Video mit dem Pixel 4 in 4K-Auflösung aufnimmt, erreicht die Dateigröße von 4 GB schon in etwa 12 Minuten. Die meisten Nutzer dürften zwar kürzere Videos drehen, aber dennoch eine unnötige Begrenzung. Der Grund ist „historisch“ bedingt und hat vor allem mit Googles gewollter Kompatibilität zu einigen MPEG4-Bibliotheken zu tun.

Die Beschränkung auf die 4 GB ist Entwicklern von Kamera-Apps natürlich wohlbekannt, die das in den meisten Fällen durch einen Trick umgehen, der im Hintergrund durchgeführt und vom Nutzer während der Aufnahme gar nicht bemerkt wird.

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Sobald das Video die kritische Dateigröße erreicht, wird es gespeichert und im Hintergrund mit der Aufnahme eines neuen Videos begonnen. Als Nutzer hat man dann allerdings mehrere Videodateien, die zwar durch die Datums-Bezeichnung als Zusammengehörig erkannt werden können, aber dennoch nur als einzelne Videos vorliegen. Es muss also ein externes Tool her, das daraus wieder ein großes Video formt. Das ist prinzipiell kein Hexenwerk, dürfte den durchschnittlichen Nutzer aber schon vor ein Problem stellen.

Mit Android 11 soll sich dieses Problem nun lösen, denn die Entwickler planen, das Limit aufzuheben bzw. in Höhen zu schrauben, die so schnell nicht erreicht werden. Das neue Limit würde dann bei 2^64 Byte liegen, was etwa 18 Quintillionen Bytes bedeutet. Natürlich kann das irgendwann erreicht werden (Stichwort: 640 KB RAM sind ausreichend), aber nach heutiger Sicht ist es eine utopische Dateigröße. Das bedeutet aber nicht, dass Videos nun tatsächlich endlos groß sein können bzw. so groß, wie es der Speicher zulässt, sondern dass die Smartphone-Hersteller diese Limits selbst festlegen können.

Noch ist diese Verbesserung nicht beschlossen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Google dies mit Android 11 ändern wird.

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[XDA Developers]


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