Android Auto: Googles Infotainment-Oberfläche kommt zum Head-Up-Display auf der Windschutzscheibe (HUD)

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Android Auto gehört für viele Menschen längst zum Standard auf dem Infotainment-Display im Auto und ist eine sehr komfortable Möglichkeit zur Nutzung vieler Smartphone-Funktionen im Auto. Bisher lässt sich die Oberfläche nur auf dem Hauptdisplay in der Mittelkonsole des Fahrzeugs verwenden, aber wie die Ankündigung von BMW verraten hat, wird Android Auto schon sehr bald auch im Head-up-Display Informationen darstellen können.


Je nach Ausstattung des eigenen Fahrzeugs gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Android Auto zu verwenden: Wer bereits ein Infotainment-Display mit Touchscreen besitzt, wird das Smartphone wohl an diesem anschließen und die moderne Android Auto-Oberfläche nutzen. Gibt es im Fahrzeug kein solches Display, lässt sich das Smartphone selbst als solches verwenden, auf dem dann die Android Auto-App ausgeführt wird, die in den nächsten Monaten gegen den Google Assistant Driving Mode ausgetauscht werden soll.

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Android Auto ersetzt im Normalfall die Infotainment-Oberfläche im Fahrzeug und bringt viele Funktionen des Smartphones auf das integrierte Tablet. Aufgrund der Architektur von Android Auto war es bisher nicht möglich, dass das System auf weitere Teile des Fahrzeugs zugreifen kann und war rein auf die autarke Verbindung zwischen Smartphone und Tablet beschränkt. Aus diesem Grund ist es dem System auch nicht möglich, auf Fahrzeugdaten wie etwa den Temperatursensor oder auch die Geschwindigkeit zuzugreifen – aber das dürfte sich wohl bald ändern.

Vor wenigen Tagen hat BMW die Unterstützung von Android Auto angekündigt und gleichzeitig vermeldet, dass sich Android Auto auch im Head-Up-Display (HUD) verwenden lassen bzw. an dieser Stelle Informationen darstellen wird. Dabei handelt es sich um auf die Frontscheibe projizierte Informationen, für die der Fahrer den Blick nicht mehr von der Straße nehmen muss – dazu gehören etwa Navigationsanweisungen oder auch die aktuelle Geschwindigkeit.

Bisher hat Android Auto ein solches externes Zweit-Display noch nicht unterstützt, wird das aber spätestens im Juli 2020 ändern, wenn die ersten BMW-Fahrzeuge mit Android Auto ausgestattet werden und dann eben diese Darstellung mit im Gepäck haben sollen.

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BMW HUD

Es ist unklar, wie Google und BMW diese Darstellung umsetzen, denn wie bereits erwähnt gibt es normalerweise keine Verbindung zwischen Android Auto und dem eigentlichen Fahrzeug. Das HUD ist zwar grundlegend nur ein externes Display, das aber dennoch eine völlig andere Oberfläche besitzt. Entweder kann das HUD-System also die Daten von Android Auto abgreifen oder Android Auto selbst unterstützt dieses externe Display mit einer eigenen Oberfläche. Bei Zweitem wäre natürlich die große Frage, woher die zusätzlichen Fahrzeugdaten kommen.

In beiden Fällen ist es ein Novum für Android Auto, das den Fußabdruck von Googles Plattform im Auto wieder ein klein wenig vergrößert und vielleicht auch als erster Schritt in Richtung der Verbreitung des Betriebssystems Android Automotive zu verstehen ist. Im nächsten Jahr werden die ersten Fahrzeuge mit Android Automotive auf den Markt kommen, gegen das sich viele Hersteller derzeit noch mit Händen und Füßen wehren und keinen leichten Stand haben wird.

BMW und Google wollen auf der CES in Las Vegas, also schon in wenigen Wochen, die neue Umsetzung von Android Auto zeigen. Wir werden euch natürlich darüber berichten und dürfen bis dahin sehr gespannt sein.

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