End of Life: Chrome OS-Fork CloudReady springt ein, wenn das Chromebook nicht mehr aktualisiert wird

chrome 

Android-Nutzer kennen das Problem: Das Smartphone hat sein besten (zwei) Jahre hinter sich und bekommt vom Hersteller keine Betriebssystem-Updates mehr. Damit kann man leben oder eine Alternative wie etwa Lineage OS installieren – aber wie sieht es bei einem Chromebook aus? Auch Googles Laptops werden nicht auf ewig mit Updates versorgt und haben ihre Lebensdauer irgendwann überschritten. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: CloudReady.


Die Tech-Welt ist sehr schnelllebig, was nicht immer von Vorteil ist und dafür sorgt, dass man gefühlt nur wenige Monate Freude mit dem neuen Gadget hat, bevor die Nachfolger schon wieder einige Verbesserungen im Gepäck haben. Bei Laptops bzw. Chromebooks ist das nicht ganz so ausgeprägt, aber auch hier zieht der Hersteller bzw. Google irgendwann einen Schlussstrich und legt dem Nutzer nahe, ein neues Gerät zu kaufen.

chrome os cloudready

Im Schnitt werden Chromebooks etwa 6,5 Jahre mit Updates versorgt – im Vergleich mit Smartphones eine Ewigkeit. Hat man diese vorgesehene Lebensdauer überschritten, liefert Google keine Chrome OS-Updates mehr aus und der Nutzer verbleibt bei der letzten Version. Da auch der im Betriebssystem integrierte Browser keine Updates mehr erhält, kann das schon nach kurzer Zeit und mit Einführung neuer Web-Technologien zu einem großen Problem werden. Insbesondere viele Google-Dienste nehmen es sich gerne Mal heraus, nur noch die neuesten Technologien zu unterstützten.

Aber es gibt auch eine freie Chrome OS-Alternative, die längst noch nicht so bekannt ist wie die Kollegen auf dem Smartphone. Diese nennt sich CloudReady und ist ein einfacher Chrome OS-Fork, der praktisch alle neuen Funktionen mit einer Verzögerung von einigen Wochen oder manchmal auch Monaten auf das Chromebook bringt. Aber es geht nicht unbedingt um neue Features, sondern viel mehr darum, dass das Gerät wieder aktualisiert wird, auf den neuesten Stand gebracht wird und etwaige Sicherheitslücken gestopft werden.

Leider ist die Installation von CloudReady nicht ganz so trivial und erfordert sowohl auf Software- als auch auf Hardware-Seite einige Eingriffe. Das macht Mann und Frau also nicht Mal so eben in der Mittagspause, sondern man sollte sich schon etwas Zeit nehmen und die Operation am offenen Herzen in einer ruhigen Stunde am Wochenende durchführen.



CloudReady installieren – ein kurzer Überblick
Die Installation erfordert es, dass ihr das Chromebook aufschraubt und einen in Hardware gegossenen Schreibschutz entfernt, der den Kern des Betriebssystems schützt. Erst wenn ihr das getan habt, kann es überhaupt mit der Installation beginnen. Zuerst wird das Chromebook zurückgesetzt, dann mehrfach in den Entwicklermodus versetzt, ein neuer Bootloader aufgespielt und die Möglichkeit geschaffen, von USB-Sticks zu booten.

Das sind viele Schritte die bei den Kollegen von iFixit sehr gut und auch mit vielen Bildern und Zwischenschritten und Hinweisen beschrieben sind. Der Chrome OS-Ableger CloudReady ist kostenlos zum Download verfügbar und kann einfach von der Webseite des Anbieters heruntergeladen werden. Mit dem Paket ist es übrigens auch möglich, Chrome OS auf einem Windows-Computer oder Mac zu installieren. In diesen Fällen ist es deutlich leichter als auf den gut abgesicherten Chromebooks.

Beachtet bei der Anleitung bitte, dass es sowohl auf Hardware- als auch Software-Seite tiefe Eingriffe erfordert – ihr solltet also halbwegs wissen, was ihr tut. Die Anleitung und die Quelle sind vertrauenswürdig.

» Die Anleitung bei iFixit

Siehe auch
» Chromium Edge: Microsoft bringt Rechtschreibkorrektur aus Windows in den Chrome-Browser – jetzt nutzbar


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