Google Maps & Google Fit: 10+1 Tipps für Fahrradfahrer – so nutzt ihr die Plattformen optimal auf dem Bike

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Der Sommer ist noch nicht ganz angekommen, aber das Wetter lädt schon seit einigen Tagen wieder zu sportlicher Betätigung im Freien ein. Es wird also Zeit, das Fahrrad aus dem Keller zu holen und endlich wieder Fahrradtouren zu unternehmen. Google bietet gleich zwei praktische Apps für Fahrradfahrer an, mit denen Routen geplant, gezielt abgefahren und natürlich auch aufgezeichnet werden können: Google Maps und Google Fit.


Vielleicht bin ich mit meiner Meinung alleine, aber ich persönlich habe das Smartphone Dank einer praktischen Befestigung auch beim Fahrradfahren stets im Blick und nutze es als Fahrradcomputer mit vielen zusätzlichen Informationen. Natürlich gibt es für diesen Einsatz sehr viele Apps, aber da hier oben im Titel GoogleWatchBlog steht, gibt es hier einige praktische Tipps und Hinweise für Fahrradfahrer, die mit Googles Diensten unterwegs sind.

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Fahrradroute mit Google Maps planen
Die Google Maps-Datenbank kennt nicht nur viele Straßen und Wege, sondern hat auch viele Daten üben deren Tauglichkeit als Fahrradweg. Wählt also für die Planung und Navigation unbedingt das Fahrrad als Verkehrsmittel aus, denn dann werden Routen ausgespuckt, die sich von der Fußgänger- und der Auto-Navigation unterscheiden. Eine Garantie für die Fahrradtauglichkeit gibt es nicht, aber mittlerweile ist das Ganze sehr zuverlässig.

Steigung und Gefälle anzeigen
google map steigung

Für den sportlichen Fahrradfahrer ist nicht nur die Streckenlänge und die voraussichtliche Dauer der Fahrt interessant, sondern natürlich auch die Steigung und das Gefälle. Diese werden bei der Fahrradroutenplanung direkt für alle vorgeschlagenen Strecken angezeigt und als Diagramm dargestellt. Man sollte es sich also überlegen, ob man die kurze Strecke über den Berg oder die lange Strecke um den Berg herum fährt 😉



Die geplante Route an das Smartphone senden
Da die wenigsten Menschen während der Fahrradfahrt ihren Laptop verwenden können, kann die am Desktop geplante Route direkt über den Button „Wegbeschreibung auf mein Smartphone senden“ auf das Smartphone geschickt werden. Dort erscheint die Route als Benachrichtigung und wird mit einem Touch auf diese direkt in Google Maps geöffnet, wo die Navigation dann beginnen kann.

Den Kartenausschnitt der geplanten Route herunterladen
Eine Fahrradtour kann immer wieder mal durch Gebiete führen, in denen es um die Mobilfunkverbindung nicht ganz so gut bestellt ist. Gleichzeitig ist es auch unnötig, die mobilen Daten und den Akku während der Fahrt zu strapazieren. Ladet also einfach den gesamten Kartenausschnitt der geplanten Route herunter und schon kann auch die Navigation ganz ohne Internet stattfinden. Wie ihr Karten herunterladet, erklären wir in diesem Artikel.

Google Assistant verwenden
Auch während der Fahrt muss auf die wichtigsten Funktionen des Smartphones nicht verzichtet werden, ähnlich wie bei der Fahrt mit dem Auto. Seit einigen Monaten ist der Google Assistant in Google Maps integriert und ermöglicht es, viele wichtige Funktionen wie Anrufe, Nachrichten oder auch Musik direkt per Sprache zu steuern. Natürlich sollte man nicht das Büro auf das Fahrrad verlegen, aber für einfache Dinge, auch Navigationsrelevant, muss die Fahrt nicht unterbrochen werden.

Die Sprachsteuerung ausschalten
Navigationssysteme melden sich typischerweise auch akustisch beim Fahrer und sagen jede Abbiegung mehrmals an. Das ist sehr praktisch, manchen Menschen aber gerade in der Öffentlichkeit auf dem Fahrrad unangenehm. Wenn ihr also keine Kopfhörer verwendet, was im Straßenverkehr meist keine gute Idee ist, schaltet einfach in den Einstellungen der Navigation die Ansagen aus. Ein simpler Tipp, der aber einigen sicher helfen kann, auch auf dem Fahrrad guten Gewissens eine Navigation zu verwenden 😉

Musik mit Google Maps abspielen
Disclaimer: Im Straßenverkehr sollte man stets alle Sinne auf der Straße haben.
Seit wenigen Monaten kann Google Maps auch Musik steuern und hat einen integrierten Musikplayer. Dieser lässt sich während der Navigation verwenden und ebenfalls per Sprachanweisung steuern. Vielleicht für einen oder anderen bei der Fahrt durch das Gelände ganz praktisch.



Wechsel in den dunklen Modus
google maps dark mode

Die Google Maps-Navigation besitzt seit einiger Zeit einen eigenen Dark Mode, der optional aktiviert und deaktiviert werden kann. Auf dem Smartphone kann das auf dem Fahrrad sehr angenehm sein, wenn das Display durch die Sonneneinstrahlung nicht auf voller Helligkeit blenden muss, um überhaupt etwas zu sehen. Gleichzeitig sind aber auch viele Dinge im Dark Mode besser erkennbar und der Akku wird auch noch geschont. Wie ihr ihn aktiviert, erklären wir im verlinkten Artikel.

Leih-Fahrräder finden
lime bike

Wer zum Start der Routenplanung bemerkt, dass er gar kein Fahrrad besitzt, kann sich mit Google Maps ebenfalls behelfen. Seit wenigen Wochen finden sich Leihfahrräder von Lime in der Routenplanung, allerdings derzeit nur in Wien und anderen nicht-deutschsprachigen Städten. Das liegt daran, dass Lime in den anderen Städten noch nicht aktiv ist, doch sobald das Unternehmen nach Deutschland expandiert, sollte auch Google Maps nachziehen. Da die Google-Mutter Alphabet große Anteile an Lime hält, sind beide Dienste eng miteinander verzahnt.

Die Fahrt mit Google Fit aufnehmen
Der Google Maps Standortverlauf zeichnet viele Fahrten automatisch auf, stellt sie allerdings nur sehr eingeschränkt auf der Karte da. Wer viele Details zur Fahrt haben möchte, kann sie mit praktischen Tools wie Google Fit aufzeichnen und bekommt so nicht nur den Streckenverlauf, sondern auch exakte Details zur Geschwindigkeit, der Weglänge, Steigung, Kalorienverbrauch und vieles mehr. Ladet euch dazu einfach Google Fit herunter und startet die Aufnahme direkt vor dem Start der Fahrt. Das hilft auch dabei, den sportlichen Erfolg einer Fahrt und die hoffentlich über den Sommer steigende eigene Leistungsfähigkeit zu beurteilen.



Smarte Geräte an Google Fit anbinden
Das Smartphone kann viele Details durch die verbauten Sensoren aufnehmen, ist aber grundsätzlich nicht als Sportgerät konzipiert – aber dafür gibt es auch andere Gadgets. Google Fit bietet eine Schnittstelle zum Anschluss externer Geräte zur Leistungsmessung, deren Daten dann direkt bei Fit einfließen können. Da die meisten Fitnessgeräte heute „smart“ sind, lassen sich sehr viele direkt in Googles Tool einbinden, denn gerade für das Fahrrad gibt es sehr viele Lösungen.

Das beginnt beim einfachen Fahrradcomputer, der mehr Daten als das Smartphone sammelt und natürlich auch weniger Ressourcen benötigt und geht sogar bis zu Umdrehungsmessern oder smarten Pedalen, die selbst die Umdrehungen des Pedals messen und somit noch mehr Daten in Sachen Fitness sammeln können. Schaut euch also ruhig einmal bei den entsprechenden Produkten um und prüft, ob es sich an Google Fit (oder eine andere Plattform) anbinden lässt.

Wer das Smartphone während der Fahrt nutzen möchte, was bei vielen der obigen Tipps wohl der Fall sein dürfte, kommt natürlich auch um eine gute Smartphone-Befestigung für das Fahrrad nicht herum.

Siehe auch
» Google Maps für Elektrofahrzeuge: Detailseiten zu Ladestationen enthalten jetzt Live-Daten zur Auslastung


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comment 6 Kommentare zum Thema "Google Maps & Google Fit: 10+1 Tipps für Fahrradfahrer – so nutzt ihr die Plattformen optimal auf dem Bike"

  • Die Route an das Smartphone senden funktioniert doch leider nicht richtig. Es werden nur Start und Ziel übertragen und die Routenberechnung erfolgt auf dem Smartphone erneut. Ein großer Nachteil wenn die Route zuvor mühsam am PC individuell verändert wurde. Gibts hier einen Tipp wie man exakt die geplante Route verwenden bzw. übertragen kann?

  • Ich habe auch eine Halterung für mein Handy am Fahrradlenker und nutze das Gerät auch zur Navigation und zum Tracking.
    Und ich habe dafür auch die Google Apps ausprobiert, aber ganz ehrlich: Entweder ich bin zu doof dafür oder es taugt nix.

    Routen-Planung in Maps geht nicht, weil Google die ganzen Waldwege gar nicht kennt.
    Und das Tracking funktioniert nicht, weil Google Fit nicht automatisch zuverlässig erkennt, ob ich Fahrrad fahre oder laufe, und auch wenn er das erkennen könnte, bzw. ich das jedes Mal vorher einstellt, stimmt die erkannte Entfernung und die Geschwindigkeit nicht, weil Google Maps nicht erkennt, wo ich fahre, bzw. es springt immer zu nächsten Straße (Autobahn), obwohl ich paar Hundert Meter daneben im Wald fahre. Und durch das ständige Springen stimmt weder die Entfernung noch die Geschwindigkeit überhaupt nicht mit der tatsächlich gefahrenen Strecke überein. Und das, obwohl ich nicht mitten im Nirvana auf irgendwelchen Trampelpfaden oder Querfeldein fahre, sondern auf offiziellen Wander- und Fahrradwegen.

    Daher nutze ich jetzt andere Apps zum Streckenplanen und zur Navigation und mein Sigma Fahrradcomputer zum Tracking der Entfernung und der Geschwindigkeit.

    • Meine Erfahrungen decken sich stark mit denen von omegaman.
      Keine Ahnung wo ihr mit euren Bikes unterwegs seid, aber in der Schweiz auf Wald- und Wanderwegen ist Google Maps eher so etwas wie ein Waldfoto aus der Vogelperspektive, mehr nützt es nicht.
      Eventuell sieht es auf Velorouten entlang von grossen Flüssen oder zum Bsp. im Stadtgebiet anders aus, das kann ich nicht beurteilen.
      Ansonsten nutze ich nur Apps/Gadgets bei denen ich die Karten von map.geo.admin.ch oder openstreetmap.org verwenden kann. Auch diese sind mit Vorsicht zu geniessen, aber selbst an „schlechten“ Stellen werden die Google Maps um längen übertroffen.

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