Erfahrungsbericht mit dem Pixel 3 XL und dem Pixel Stand

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Seit einer Woche habe ich nun das Pixel 3 XL in Schwarz und einen Pixel Stand in meinem Besitz. Das Gerät hat bei mir vorrübergehend mein Pixel 2 ersetzt. Ein Erfahrungsbericht mit einer echt guten Kamera.

Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL wurde am 9. Oktober in New York vorgestellt und wird diese am Anfang November auch in Deutschland in den drei Farben Weiß, Schwarz und Not Pink verkaufen.

Die beiden Geräte unterscheiden sich eigentlich nur in der Displaygröße, die Kamera ist bei beiden Geräten identisch und auch die sonstige Software ist gleich.

Ich hatte bisher das Pixel 2 genutzt und für den Test habe ich diese Woche nur noch das Pixel 3 XL genutzt. Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürtig, das das Gerät deutlich größer ist, als das Pixel 2 und ich es nicht so gut mit einer Hand bedienen kann.

Inzwischen habe ich mich aber an die Größe gewöhnt und war erstaunt wie klein das Pixel 2 ist. Dennoch werde ich nach dem Test wieder auf das nicht XL-Modell wechseln.


Das XL liegt gut in der Hand und die Softtouch Rückseite wirkt sehr elegant und edel. Diese gefällt mir im Vergleich zum Pixel 2, aber auch zum ersten Pixel deutlich besser. Da ich alle drei Geräte – das erste Pixel nutzt inzwischen meine Frau – habe, konnte ich das gut vergleichen.

Das Hauptfeature von des Pixel 3 ist natürlich die Kamera. Diese macht wirklich sehr schöne Bilder. Sehr cool gelungen ist wirklich der Selfie-Modus, so dass mehr vom Hintergrund aufgenommen wird.

Hierfür hat Google einen Negativ-Zoom integriert. Hier zwei Bilder, im Vergleich:

Beide Bilder wurden mit der Front-Kamera aufgenommen.

Aber auch Aufnahmen bei schlechter Beleutung werden mit dem Pixel 3 sehr schön. Hier ein paar Bilder:

Natürlich habe ich auch die Funktion Portrait und auch die Sticker getestet.

Mit dem Pixel 3 liefert Google auch erstmal bei den Pixel-Geräten Kopfhörer mit. Diese haben einen schönen Sound und lassen sich durch einen flexiblen Bügel an die Ohren anpassen. Auf Wunsch bekommt man Benachrichtigungen über diese vorgelesen.



Über einen Button kann der Nutzer auch das Gerät steuern. Hält man diese Taste länger gedrückt, wird der Assistant gestartet. Ansonsten kann man damit auch noch die Musik pausieren oder wieder abspielen lassen. Die Flächen neben dem Button dienen zur Steuerung der Lautstärke.

Bei den Benachrichtungen kann man zum Glück festlegen, welche vorgelesen werden sollen. Bei mir war Hangouts, Messages, der Facebook Messenger und WhatsApp sowie Google Voice aktiviert. Gmail und andere Apps kann man optional über die Google Home App in den Assistant Einstellungen aktivieren.

Als weiteres Zubehör sind diese Sachen dabei:

  • USB-C-Kabel mit zwei Typ-C-Steckern
  • Ein Netzteil zum schnellen Aufladen
  • Ein USB-C auf 3.5mm Klinke
  • und ein Adapter USB-C auf auf eine USB-Standardbuchse

Recht positiv beim Test hat mich das Textilcase überrascht und ich bin aktuell am überlegen, ob ich mir dieses auch bestellen sollen. Bisher habe ich Cases bei Smartphones immer vermieden, weil mich vor allem diese Punkte störten:

  • Das Gerät wirkt mit einer Hülle oft ganz anders und gelegentlich auch „fett“
  • Viele Cases schauen billig aus
  • Buttons lassen sich oft nicht gut bedienen.
  • Stellen an denen das Plastik zusammengeschweißt ist, stehen meistens ab.

Anders ist es beim Case von Google. Das Case ist aus verstärktem Stoff und das Pixel 3 liegt damit immer noch sehr gut in der Hand. Die Buttons selbst sind ebenfalls echte Knöpfe und werden sehr gut weiter gegeben. Das Case für das XL ist zwei Millimeter dick und trägt meiner Meinung nach nicht auf.



Ein kleines Easter-Egg hat Google auch versteckt. Wie auf dem Bild oben zu sehen, steht im Inneren „Google Pixel 3“. Beim Testen hat das Case weder bei Pixel-Stand noch beim Zahlen mittels Google Pay gestört. Leichter Staub und Dreck ließ sich recht einfach wieder entfernen.

Der Pixel Stand war ebenfalls Teil des Tests. Im Karton ist neben dem eigentlich Stand auch ein USB-C-Kabel und ein Netzteil, so dass man recht flexibel ist. Sobald man das Pixel das erste Mal auf den Stand stellt, kann man optional die Einrichtung starten und somit den vollen Funktionsumfang nutzen. Dazu zählt einmal der Google Assistant und die Auswahl welches Google Photos Album beim Laden abgespielt werden sollen.

Die Funktion des sanften Weckens funktioniert erstaunlich gut. Das Display beginnt einige Zeit vor dem eigentlichen Alarm heller zu werden und erleuchtet somit den Raum.

Micht selbst stört am Pixel Stand etwas der Preis, aber auch die Helligkeit bei Nacht. Mir war es in der ersten Nacht zu hell und ich hab das Pixel dann irgendwann nachts auf den Kopft gedreht. An den nächsten Abenden habe ich das Pixel dann auf ganz dunkel gestellt und dann ging es. Aber jeder braucht eine andere Umgebungshelligkeit beim Schlafen.

Der Preis ist sicherlich gerechtfertigt, aber ein Pixel Stand würde mir nicht aussreichen. Ich bräuchte mindestens drei: Einen im Schlafzimmer, einen auf Arbeit und einen dann noch im Wohnzimmer. 79€ mal drei – also 237€ sind mir dafür zu teuer.

Das Pixel 3 wird über den Google Store, aber auch etwa beim Media Markt* oder bei Saturn* verkauft bzw. kann vorbestellt werden. Ab 849€ ist das Pixel 3 zu haben, das XL für 100€ mehr. Wer mehr Speicherplatz braucht, muss entsprechend mehr bezahlen.


Mein Fazit: 

Das Pixel 3 XL ist ein schönes Gerät und ich freue mich schon, wenn mein eigens Pixel 3 kommt. Mir persönlich stört der Notch weniger als ich gedacht hatte. Bei einige Apps, die wahrscheinlich als Target derzeit nicht Android 8 haben, kam es vor, dass die Titel-Leiste durch den Notch abgeschnitten wird. Besonders gut finde ich die abgerundeten Ecken des Displays und die Ratio vom Gerätegröße zum 6,3 Zoll Display ist super.

Die Akkulaufzeit ist für mich ausreichend und hat eigentlich immer gepasst.

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Siehe auch
» Pixel 3 & Pixel 3 XL: Härtetests, Teardowns, technische Erklärungen, Besonderheiten & vieles mehr im Überblick
» Pixel 3 & Pixel 3 XL: Alle Informationen und wissenswertes rund um Googles neue Smartphones


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