Verily: Google-Schwester möchte die Blutabnahme revolutionieren und in eine Smartwatch integrieren

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Die Google-Schwester Verily beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von Produkten und Lösungen rund um das Thema Gesundheit. Jetzt soll das Unternehmen an einer Methode arbeiten, mit dem Bluttests „nicht-invasiv“ durchgeführt werden sollen und das Blut somit ständig untersucht werden könnte. Die ganze Technologie soll in Zukunft in ein Armband passen und die Menschen somit regelmäßig ohne ihr Wissen untersuchen.


Verily ist ständig auf der Suche nach neuen Ansätzen, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen und bestehende Behandlungsmethoden zu revolutionieren oder auch vollständig zu verändern. Bisher befinden sich alle Produkte noch in einem frühen Stadium, könnten aber eines Tages zusammenlaufen und umfangreiche neue Methoden ermöglichen. Genügend Kapital ist ja bekanntlich vorhanden, um noch jahrelang ohne Umsätze forschen zu können.

Mücke

Es gibt bedeutend schlimmere Dinge als das Blut-abnehmen, aber dennoch gibt es natürlich auch angenehmere Dinge. Um Blut abzunehmen, muss man den Patienten bekanntlich „stechen“, so dass Blut abgenommen und anschließend untersucht werden kann. Da über das Blut extrem viel über den Gesundheitszustand herausgelesen werden kann und auch Krankheiten entdeckt werden können, gibt es dazu wohl auch keine Alternative. Die Alphabet-Tochter möchte nun den Prozess optimieren.

Das „Painless blood collection project“ soll es ermöglichen, das Blut des Patienten zu untersuchen, ohne dass er gestochen werden muss. Dazu soll ein „System von explodierenden Mikro-Nadeln und Magneten“ zum Einsatz kommen, wobei aber völlig unklar ist, was das bedeutet. Für mich klingt es nach sehr vielen extrem kleinen Stichen, die der Mensch möglicherweise aufgrund ihrer Größe nur als Kitzeln oder auch gar nicht wahrnimmt. Die „Magneten“ wiederum können dann das Blut „aussaugen“ und eine ausreichend große Menge sammeln, um es zu untersuchen.

Das Projekt soll sich noch in einer sehr frühen Phase befinden, aber offenbar grundlegend schon nutzbar sein. Das Problem wird es wohl sein, das ganze in eine ausreichend kleine Hardware zu verpacken, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.



Ich habe absolut keine Ahnung von der Medizin, Biologie oder auch Insektologie, deswegen gebe ich nur einmal einen Schuss ins Blaue ab: Ich könnte mir vorstellen, dass man sich etwas von einer Mücke oder anderen Insekten abgeschaut hat. Eine Mücke saugt auch Blut vom Menschen ab, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Wenn die Mücke nicht hinterher ihr Gift hereinspritzen würde, würde es meines Wissens nach auch kaum eine Mini-Wunde geben. Für eine einfache Untersuchung sollte diese Menge an Blut auch ausreichend sein.

Das Ziel von Verily ist es, diese Technologie in einem Armband unterzubringen, das der Patient ständig trägt. Schon seit einiger Zeit arbeitet man an einer solchen Smartwatch zur Messung der Körperwerte. Dieses Gerät soll dann auch regelmäßig Blut abnehmen und es direkt selbst untersuchen. Könnte funktionieren und den Träger ebenso wenig stören wie das Messen der Herzfrequenz und weitere Dinge.

Laut dem Bericht ist das Projekt noch „Jahre von der Fertigstellung“ entfernt, könnte aber eines Tages die Medizin revolutionieren. Ein Armband, das ständig den Gesundheitszustand des Trägers überwacht und dabei sogar Bluttests durchführen kann, könnte sicher viele Leben retten und frühzeitig vor Erkrankungen warnen. Sci-Fi lässt grüßen, aber wenn das tatsächlich möglich ist, könnte es sich auch schnell durchsetzen.

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