Waymo: Google-Schwester bestellt Tausende neue Minivans für den Aufbau der autonomen Taxiflotte

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Das ehemalige Google-Projekte rund um das Self Driving Car wurde mittlerweile in das Alphabet-Unternehmen Waymo ausgelagert, in dem es nun zur Reife gebracht und ein Geschäftsmodell um die Autos herum aufgebaut wird. Jetzt macht Waymo zusammen mit dem derzeitigen Exklusivpartner einen großen Schritt nach vorne und kündigt den Kauf von Tausenden neuen Minivans und den Aufbau der Taxi-Flotte an.


Glaubt man den Aussagen von Waymo und den Bewertungen von Experten, dann ist Waymo am weitesten fortgeschritten und hat gute Chancen darauf, als erstes Unternehmen der Welt eine vollständig autonome Taxiflotte aufzubauen. Bisher wurde stets 2020 als Ziel ausgegeben, und mit einem neuen Schritt sorgt man nun dafür, dass dieser Zeitplan auch eingehalten werden kann – zumindest in der ersten Testregion.

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Waymo und Fiat Chrysler haben heute früh bekannt gegeben, dass die Google-Schwester „Tausede“ neue Chrysler Pacifica kaufen wird, die dann als erste Fahrzeuge in der autonomen Flotte zum Einsatz kommen sollen. Um wie viele Fahrzeuge es sich genau handelt ist nicht bekannt, aber es ohne Zweifel die bisher größte Bestellung von fahrbaren Untersätzen durch Waymo. Natürlich wurde dementsprechend auch nicht bekannt, welchen finanziellen Umfang dieser Deal hat.

Die Auslieferung soll ab Ende 2018 beginnen, und dürfte sich dann wohl über das gesamte Jahr 2019 ziehen, um die Flotte bis zum 2020 erst einmal für den Start komplett zu haben. Der Grund für den langen Zeitraum sind vor allem die sehr kostspieligen Umrüstungen der Fahrzeuge. Waymo und Chrysler haben sich bisher zwar nicht offiziell dazu geäußert, aber in der Branche wird mit Kosten von bis zu einer halben Million Dollar pro Fahrzeuge spekuliert. Und selbst wenn „nur“ 2.000 Autos bestellt worden sind, liegen wir damit schon einmal bei Kosten von 1 Milliarde Dollar nur für die erste Auslieferung.

Dieses Geld muss natürlich auch erst einmal wieder verdient werden, und so wird sehr zeitnah auch der offizielle Taxibetrieb angeboten werden, wobei derzeit allerdings noch nicht klar ist, in welchen Städten es den Anfang nehmen wird. Auch der genaue Ablauf und die Kosten sind noch nicht bekannt, aber das dürfte wohl im Laufe des kommenden Jahres verkündet werden.



Waymo beschäftigt sich schon seit längerer Zeit zunehmend nicht mehr nur mit der Entwicklung, sondern vor allem auch der Vermarktug – und könnte der Konkurrenz damit schon wieder um einen Schritt voraus sein. Schon seit dem vergangenen Jahr betreibt das Unternehmen eine Taxi-Flotte im Probebetrieb und nimmt neben den Ingenieuren auch echte Fahrgäste mit, die tatsächlich ein Ziel haben. Derzeit dürfen Autos ohne Beifahrer nur in einer amerikanischen Kleinstadt unterwegs sein.

Derzeit muss in jedem Fahrzeug noch ein Mitarbeiter von Waymo sitzen, der jederzeit eingreifen kann. Das wird bei „Tausenden“ Fahrzeugen aber wohl irgendwann nicht mehr möglich sein und sich auch wirtschaftlich nicht tragen lassen. Wie das genau funktionieren soll ist noch nicht bekannt, ich könnte mir aber vorstellen dass zumindest immer ein Fahrgast mit einem gültigen Führerschein anwesend sein muss.

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Für alle anderen Fahrgäste gibt es im hinteren Bereich einige Annehmlichkeiten in Form von Entertainment-Systemen und Status-Informationen zur Fahrt. Mehr Informationen, Bilder und Videos findet ihr in diesem Artikel.

Siehe auch
» Waymo: Google-Schwester bestellt 500 neue Chrysler Pacifica und nimmt jetzt auch Fahrgäste mit
» Alle Artikel rund um Waymo

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comment 2 Kommentare zum Thema "Waymo: Google-Schwester bestellt Tausende neue Minivans für den Aufbau der autonomen Taxiflotte"

  • Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Fahrgast einen Führerschein haben muss. Wenn man sich ein Taxi nimmt, dann doch häufig weil man nicht mehr fahrtüchtig ist, oder keinen Führerschein hat, oder anderes während der Fahrt zu tun hat.
    Wenn das alles nicht möglich ist, dann sehe ich nicht den Sinn der Taxis.

    • Es geht ja nur um die ersten Jahre, und ich denke dass es in der Startphase auch darauf hinaus laufen wird. Das wird aber in jedem Land einzeln geregelt werden müssen.

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