Trusted Contacts: Googles App zur angeforderten Freigabe des Standorts bekommt ein großes Update

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Ende des vergangenen Jahres hat Google die neue App Trusted Contacts gestartet und ermöglicht es mit dieser, sehr schnell und ohne direkte Kontaktaufnahme herauszufinden, wo sich eine Person aufhält. Jetzt hat die App ein erstes großes Update bekommen und verfügt nun über weitere Einstellungen zur Wartezeit sowie über eine Integration in die Google Maps und eine Suche nach Telefonnummern.


Ob nun aus Neugier oder aus einer Notsituation heraus: Es kann immer wieder mal praktisch sein, den aktuellen bzw. letzten bekannten Standort einer Person herauszufinden und so genaue Informationen zu bekommen. Es gibt diverse Möglichkeiten um den eigenen Standort ständig freizugeben, aber Google hat mit Trusted Contacts eine sehr interessante Lösung im Angebot, die einen klaren Strich zwischen Überwachung und notwendiger Information zieht.

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Mit Trusted Contacts wählt man als Nutzer von vorneherein aus, welche Personen den eigenen Standort abfragen dürfen – und dabei handelt es sich um eine Opt-In-Liste. Diese ausgewählten Personen haben dann die Möglichkeit, den Standort abzufragen und der Nutzer hat dann fünf Minuten Zeit um diese Abfrage zu verhindern. Dieser Zeitraum ist genau die Grenze zwischen der Überwachung und der Information, denn wenn man wirklich in einer gefährliche Situation ist oder sich nicht selbst befreien kann, wird der Standort automatisch freigegeben. Möchte man nicht „überwacht“ werden, kann die Abfrage einfach blockiert werden.

Mit dem Update auf die neue Version kann dieser Fünf-Minuten-Zeitraum nun angepasst werden. Dabei hat man die Wahl zwischen der sofortigen Freigabe ohne Wartezeit oder den voreingestellten fünf Minuten, 15 Minuten, 30 Minuten oder bis zu 1 Stunde. Diese Einstellung ist global und kann nicht für jeden Kontakt einzeln festgelegt werden. Außerdem können Kontakte nun über die Telefonnummer gefunden werden und müssen nicht unbedingt in den Google Kontakten eingetragen sein.

Das letzte und vielleicht auch wichtigste Feature ist die Integration in die Google Maps: Ist ein Standort freigegeben, wird die Person auch in den Google Maps angezeigt, so dass man den Standort auch direkt auf der Karte live sehen kann.



Die Grenze zwischen dem neuen Location Sharing der Google Maps und der Integration der Trusted Contacts-App ist ein bißchen fließend, hat aber einen großen Unterschied. In den Maps gibt der Nutzer seinen Standort bewusst für einen vorher festgelegten Zeitraum frei, bei den Trusted Contacts hingegen wird er von der Suchenden Person abgefragt und eben erst nach Ablauf der Frist aktiviert und dort angezeigt.

Google hatte schon seit längerer Zeit eine sehr ähnliche App im Angebot, zuletzt erst das Google+ Location Sharing und vorher auch schon über Google Latitude – allerdings mit jeweils anderes Vorzeichen und nicht unbedingt im Sinne der Sicherheit. Theoretisch gibt es auch noch den Find my Device-Service mit dem Gast-Modus, aber für diesen muss man die Zugangsdaten der anderen Person kennen, so dass das in den meisten Fällen ausfällt.

Ich finde die App wirklich sehr praktisch und habe sie auf vielen Smartphones in der Familie vorinstalliert und gegenseitig die Kontakte hinzugefügt. Natürlich muss man sehen ob es am Ende nicht doch eher zur Überwachung ausgenutzt wird, das muss jeder für sich selbst wissen, aber im Ernstfall kann es dann doch vielleicht helfen um eine Person aufzuspüren. Hoffen wir dass wir es nie brauchen werden, aber darauf vorbereitet sein kann nie schaden.

» Google Trusted Contacts im Play Store

[AndroidPolice]


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