Entdeckung auf den Google Maps: Flugzeug auf dem Satellitenbild & weitere Kuriositäten

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Immer wieder werden auf den Google Maps merkwürdige und sehenswerte Dinge entdeckt, wie etwa Formen von Landschaften oder Gebäuden, die einem von der Erde aus gesehen gar nicht bewusst sind oder gar nicht auffallen sollen. Gerade in den ersten Jahren der Google Maps gab es immer wieder Entdeckungen und absichtlich platzierte Merkwürdigkeiten. Jetzt ist etwas ganz alltägliches auf den Maps aufgetaucht, das normalerweise stets herausgeschnitten wird.


Als sich die Google Maps und Google Earth in den ersten Jahren verbreiteten und die Nutzer noch fasziniert haben, haben sich viele Spaßvögel und auch Unternehmen einen Sport daraus gemacht, Botschaften auf Dächer zu schreiben, und darauf zu hoffen dass diese eines Tages in der Satellitenansicht auftauchen. So gab es schon Zeitschriften, einen Heiratsantrag und sogar einen überdimensionalen iPod zu bewundern.

google maps plane

Jetzt ist in den Google Maps in der Nähe von London obiges Flugzeug bei der Satellitenansicht aufgetaucht. Ein Flugzeug in der Nähe von London wäre soweit eigentlich nichts besonderes, aber normalerweise schneiden Googles Algorithmen solche Dinge heraus. In den ersten Jahren hat das Maps-Team tatsächlich selbst Hand angelegt und hat Flugzeuge, Ballons oder auch Wolken entfernt bzw. Bilder ohne störende Elemente aussortiert.

Mittlerweile kommen dafür natürlich Algorithmen zum Einsatz, die dafür sorgen dass auf den Maps im Normalfall keine Wolken oder ähnlichen Dinge zu sehen sind, und der Blick auf die Straßen und Häuser nicht versperrt ist. Ab und zu kann aber natürlich mal etwas durchrutschen, so wie eben dieser Flieger von Virgin Atlantic. Und es kommt ja auch nicht ganz so häufig vor, dass man mal ein Flugzeug im Flug von oben sieht 😉

Insgesamt leisten Googles Filter wirklich eine erstaunliche Arbeit, wenn man bedenkt wie viele Flugzeuge und Wolken aus jedem einzelnen Foto entfernt werden müssen bzw. wie oft ein Ort fotografiert werden muss, bis er ohne Störungen sichtbar ist. Wer sich dafür interessiert, warum das Flugzeug so eine merkwürdige Umrandung hat, kann sich den Wikipedia-Artikel zur chromatischen Aberration durchlesen, in dem dieser Effekt sehr gut erklärt wird. Es hat nämlich nichts mit der Geschwindigkeit des Flugzeugs zu tun.



In der Vergangenheit gab es sogar ein Firefox-Logo auf den Google Maps und bis heute beschäftigt sich das Google Faces-Project mit der Entdeckung von Gesichtern auf den Maps. Viele weitere Entdeckungen aus den Satellitenbilder der Google Maps findet ihr unter diesem Link.

Aber es natürlich nicht nur die Satellitenansicht die allerlei Merkwürdigkeiten bereit hält, denn insbesondere auch bei Google Streetview gab es in der Anfangsphase immer wieder etwas zu entdecken, von Geistern auf der Karte, brennenden Autos und Drogendealern auf offener Straße war schon alles mit dabei. Leider wurden praktisch alle Bilder seitdem aktualisiert, so dass sich die Inhalte dort nicht mehr finden und auch Googles Algorithmen sowie eine Redaktion sorgen dafür, dass nur „saubere“ Bilder den Weg in das endgültige Material finden.

Eine Liste mit 50 weiteren Entdeckungen auf den Karten der Google Maps findet ihr in diesem Artikel – allerdings sind auch davon längst nicht mehr alle Bilder auch tatsächlich auf den Satellitenfotos zu finden.

Kennt ihr noch weitere Merkwürdigkeiten auf den Maps, über die wir in der Vergangenheit noch nicht berichtet haben?

» GWB: Weitere Google Maps-Entdeckungen
» Das Flugzeug in den Google Maps

[9to5Google]


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comment ommentare zur “Entdeckung auf den Google Maps: Flugzeug auf dem Satellitenbild & weitere Kuriositäten

  • Das mit der CA als Ursache der Farbverschiebung halte ich für Unsinn. Eine CA sieht anders aus, besteht aus anderen Farben und würde insbesondere auch Objekte am Boden betreffen. Als Fotograf (mit richtigen Kameras) habe ich öfter damit zu tun.

    Hier ist klar erkennbar, dass die drei Farben Rot, Grün und Blau um den gleichen Abstand verschoben sind. Zusammen mit dem bewegten Objekt und im Vergleich zum unbewegten Boden legt das nahe, dass die drei Farbkomponenten nacheinander aufgenommen wurden und nicht wie bei Kameras üblich gleichzeitig. Da sich das Flugzeug bewegt hat, führt das natürlich zu dem Farbversatz.

    Einzig die nicht exakt in Flugrichtung ausgerichtete Verschiebung kann ich nicht erklären. Möglicherweise hat sich die Kamera gleichzeitig quer zur Flugrichtung bewegt. Da sich das Flugzeug auf einer anderen Höhe als der Boden befindet, könnte dieser Versatz nicht gleichzeitig für das Flugzeug und den Boden ausgeglichen werden.

    Aus der Nähe zum Flughafen könnte man jetzt die Geschwindigkeit schätzen und daraus den zeitlichen Abstand der einzelnen Farbaufnahmen. Die Geschwindigkeit der Kamera lässt sich wohl nicht ableiten, da deren Bewegungsrichtung unbekannt ist.

    Eine ganz andere Erklärung wäre noch, dass die Kamera aus drei unabhängigen Optiken und Sensoren für R/G/B besteht, die einfach nur in gleichem Abstand nebeneinander liegen. In diesem Fall wäre nicht die Geschwindigkeit, sondern nur die stark abweichende Höhe des Flugzeugs ausschlaggebend. Kennt man die Höhe des Flugzeugs, ließe sich das Verhältnis aus Abstand der Farbsensoren und Höhe der Kamera bestimmen. Der Vergleich mit weiteren fliegenden und fahrenden Objekten (z. B. Schnellzügen) wäre hier interessant.

  • PS: Der Spamfilter hier scheint defekt zu sein, wenn er lange Beiträge ohne Links oder Signalwörter von bekannten E-Mail-Adressen frisst.

    • Ja, irgendwas passt leider nicht, muss ständig Kommentare freischalten, hoffe das gibt sich wieder.
      Aber ich schau alle paar Stunden rein und mache das zeitnah 🙂

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