Google Attribution: Google kann durch Verknüpfung von Daten jetzt auch Offline-Einkäufe tracken

adwords 

Wenn es darum geht im Internet Werbeanzeigen zu schalten, kommt man als Unternehmen um zwei Namen praktisch nicht herum: Google und Facebook. Google gilt mit seinem AdWords-System bis heute als Werbekaiser im Web und erreicht über die Websuche und das AdSense-Netzwerk praktisch jeden Internetnutzer. Jetzt hat das Unternehmen ein neues Tool zur Auswertung der Werbekampagnen vorgestellt, mit dem sich auch der Erfolg einer Werbeanzeige in der Offline-Welt genau messen lässt.


Online-Werbung funktioniert bei Google im Grunde ganz einfach: Der Höchstbietende Inserent bekommt vom Algorithmus den Zuschlag und die Werbeanzeige wird der passenden Zielgruppe angezeigt. Anschließend kann man den Erfolg der Kampagne durch diverse Tools in AdWords und auf der eigenen Webseite messen und so genaustes berechnen ob das Geld für die Werbeklicks gut investiert war oder eben nicht. Doch in der Offline-Welt sieht das schon etwas anders aus, aber auch dafür hat Google nun eine Lösung gefunden.

google attribution

Mit einem neuen Tool mit der Bezeichnung Google Attribution sollen werbetreibende mit physischen Ladengeschäften in Zukunft auch den Erfolg von Online-Anzeigen auf ihr Geschäft messen können. Um dies zu ermöglichen greift Google auf den gesamten Fundus an Daten zu, die die Nutzer jeden Tag liefern: Durch die ständige Protokollierung des Standorts über das Smartphone (Google Maps) weiß Google sehr genau wo sich die Nutzer aufhalten und welches Geschäft sie betreten. In Einkaufszentren funktioniert dies mittlerweile sogar Etagen-genau, so dass es kaum zu Irrtümern kommt.

So lässt sich schon einmal feststellen wie viele Nutzer, die auf die Werbeanzeige geklickt haben, tatsächlich später auch das Geschäft betreten. Diese Daten stehen bereits seit drei Jahren zur Verfügung und wurden bereits mehr als 5 Milliarden mal protokolliert. Doch jetzt hat Google in den USA auch noch Zugriff auf 70 Prozent aller Transaktionen per Kreditkarte oder Debitkarte und kann so nicht nur erfassen ob eine Person den Laden betreten hat, sondern auch wie viel dort ausgegeben wurde. Dadurch lässt sich der Wert einer Online-Anzeige auch in der Offline-Welt erfassen.



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Google verspricht dass die Daten nur anonym zur Verfügung gestellt werden und auch bei den Kreditkartendaten hat das Unternehmen keinen Zugriff auf persönliche Daten oder welche Produkte genau gekauft worden sind. Studien haben aber ergeben, dass sich eine Person mit nur sehr wenigen Transaktionen sehr genau erkennen lässt. Durch die Verknüpfung der Daten des Online-Kontos, dem Bewegungsprofil und den Kreditkartendaten lässt es sich dann vermutlich auch schnell auf jede einzelne Person runterbrechen. Um diese Daten auszuwerten und miteinander zu verknüpfen setzt das Unternehmen auf Machine Learning.

Das Tool Google Attribution befindet sich ab sofort in der Betaphase und soll in den nächsten Wochen den ersten Werbekunden zur Verfügung gestellt werden. Was die Werbetreibenden freut bringt Datenschützer vermutlich auf die Barrikaden, aber da Google nur Rohdaten zur Verfügung hat und diese erst durch intelligente Verknüpfung wertvoll werden, lässt sich wohl nicht viel dagegen unternehmen. Der Kunde selbst hingegen wird gläsern ohne dass er etwas dafür tut, kann schlussendlich aber vermutlich auch von angepassten Angeboten profitieren.

Wir dürfen gespannt sein was in diese Richtung noch alles kommt…

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