Pwn2Own: Chrome ist der sicherste Browser und konnte nicht gehackt werden; Debakel für Microsoft Edge

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Das ganze Jahr über arbeiten Hundertschaften von Sicherheitsforschern der großen IT-Konzerne an der Sicherheit ihrer Produkte und versuchen jede Lücke bereits zu stopfe, bevor diese überhaupt bekannt wird. Der Tag der Wahrheit ist dann immer während des Pwn2Own-Hacker-Contests, bei dem sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die großen Browser richtet. In diesem Jahr konnten Googles Entwickler in Jubel-Stimmung davon ziehen, während Microsoft im Tal der Tränen ist.


Jedes Jahr im März findet der Pwn2Own-Wettbewerb statt, bei dem es darum geht die großen Browser und weitere Software-Produkte mit Hilfe einer Zero-Day-Lücke zu hacken und die Kontrolle über das gesamte System zu übernehmen. Schon in den vergangenen Jahren hat Google mit Chrome sehr gut abgeschnitten, doch in diesem Jahr war man so erfolgreich wie nie und hat zumindest laut diesem Ergebnis den mit Abstand sichersten Browser im Gepäck.

pwn2own logo

Auf dem Pwn2Own-Wettbewerb gab es keinen einzigen erfolgreichen Hack des Chrome-Browsers, und das obwohl sich sicherlich viele Bastler auf Googles Browser gestürzt haben. Bei Apples Safari ist zwar eine Lücke entdeckt worden, doch diese wurde nicht in die volle Wertung hereingenommen, da diese in der Beta-Version bereits gestopft ist und somit bei Apple bekannt war. Dennoch habe die Entdecker dafür das halbe Preisgeld bekommen. Auch der Firefox aus dem Hause Mozilla wurde zwei mal erfolgreich gehackt und kann sich nicht als „sicherster Browser“ rühmen.

Peinlich hingegen verlief der Wettbewerb für Microsoft, dessen Entwickler sicher gerne im Boden versunken wären: Im Edge-Browser wurden gleich mehrere Lücken entdeckt, die eine völlig neue Qualität aufgewiesen haben: Es gab gleich zwei Angriffe, mit denen mithilfe des Browsers sogar aus einer virtuellen Maschine ausgebrochen und die Kontrolle über das darunterliegende System übernommen werden konnte. Die Aufdeckung dieser Lücke kostet Microsoft mehr als 105.000 Dollar.



Google kann sich laut dem Ergebnis des Wettbewerbs nun auch in diesem Jahr wieder damit rühmen, den sichersten Browser der Welt im Angebot zu haben. Wenn er auf diesem Contest nicht gehackt wird, ist es unwahrscheinlich dass in der derzeitigen Version noch eine große Lücke im System klafft. Schon im vergangenen Jahr lief es für Google sehr gut, denn auch dort gab es keinen erfolgreichen Hack. Zwar wurde eine Lücke bekannt, aber diese war bereits gestopft und konnte so auf dem Event nicht vorgeführt werden.

Das letzte mal konnte Chrome im Jahr 2015 gehackt werden, aber seitdem ist der Browser zu einer wahren Festung geworden. Auch davor lief es für Googles Browser aber schon sehr gut, denn in den Jahren zuvor konnte er nie gehackt werden.

[WinFuture]



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