Bericht: Google hat seinen Self Driving Car-Mitarbeitern gigantische Gehälter gezahlt

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Google arbeitet seit vielen Jahren an der Entwicklung der Self Driving Cars und hat nicht nur sehr viel Zeit sondern auch Energie und noch sehr viel mehr Geld in das Projekt gesteckt. Mittlerweile ist das Projekt zu einer eigenständigen Tochterfirma von Alphabet geworden und kämpft nicht erst seit dem mit einem Abgang der Führungspersonen. Wenn man einem Bloomberg-Bericht glauben mag, dann liegt das vor allem daran, dass diese ZU GUT bezahlt worden sind.


Ende des vergangenen Jahres wurde das jahrelang als Google-X Projekt betriebene Self Driving Car in die Alphabet-Tochter Waymo ausgegliedert. Wenige Monate zuvor hat unter anderem der Projektleiter Chris Urmson das Unternehmen verlassen und mit ihm sind im Laufe der nächsten Monate auch weitere Mitarbeiter gegangen und haben oftmals bei anderen Unternehmen in der gleichen Branche angeheuert oder eigene Unternehmen in diesem Bereich gegründet.

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Wie ein Bericht von Bloomberg nun belegt, haben die Mitarbeiter das Projekt aber nicht aus Unzufriedenheit oder gar schlechter Bezahlung verlassen – sondern genau im Gegenteil: Google hat das Projekt in den vergangenen Jahren so sehr voran treiben wollen, dass man die Mitarbeiter mit hohen Gehältern und umfangreichen Prämien motivieren und natürlich auch halten wollte. Das hat zwar dazu geführt dass das Unternehmen führend in der Branche ist, hat aber auch zu irrwitzig hohen Gehältern geführt.

Die ohnehin schon üppigen Gehälter wurden noch einmal mit sehr umfangreichen Prämien aufgestockt. Diese waren an Erfolgen des Unternehmens geknüpft, und da dieses sehr schnell voran kam, gab es auch sehr viele Prämien. Diese wurden aber nicht einmalig ausgezahlt, sondern haben das Gehalt tatsächlich dauerhaft verdoppelt. Im Bericht ist unter anderem die Rede davon, dass eine Person über vier Jahre lang das 16-fache Gehalt kassiert haben soll. Das dürfte wohl ein Einzelfall sein, aber auch viele andere Mitarbeiter dürften traumhafte Gehaltschecks überreicht bekommen haben.



Durch diese Gehälter sind die Mitarbeiter sehr schnell relativ wohlhabend geworden und hatten nach mehreren Jahren genügend Spielraum und finanzielle Unabhängigkeit um dem Unternehmen den Rücken zu kehren und auch eigene Projekte zu starten. Statt die Mitarbeiter mit gigantischen Gehältern zu binden hat man sie so also praktisch vertrieben – auch wenn sich das für einen Normalverdiener anfangs etwas merkwürdig anhört.

Die gigantischen Kosten des Projekts sind also nicht nur den Fahrzeugen und der Hardware geschuldet, sondern offenbar auch den üppigen Gehältern. Damit dürfte das Projekt über die Jahre wohl die Abteilung mit den höchsten prozentualen Personalkosten im Unternehmen gewesen sein. Unter dem Alphabet-Dach und bei Waymo sollen diese Gehälter wieder angepasst und die Prämien auf ein Normalmaß zurückgefahren sein.

[The Verge]



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