Google: Erneute Investition in grüne Energie

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Google hat eine weitere Investition in grüne Energie bekannt gegeben. Mit 55 Millionen Dollar beteiligt sich das Unternehmen an einem Windpark in Kalifornien. 

Alta Wind Energy Center soll bei Fertigstellung ungefähr 1.550 Megawatt Strom liefern und so Strom für rund 450.000 Haushalte bereitstellen. Die Leistung ist größer als die Nettoleistung des Kernkraftwerks Isar 2 (1410 MW).

Google nimmt 55 Millionen US-Dollar in die Hand und investiert in den Abschnitt IV, der 102 MW liefern soll. Auch die Citibank investiert dort und unterstützt die Abschnitte II bis V. Ein Teil des Alta Wind Energy Centers ist schon am Netz und hat eine Leistung von 720 MW, was zum Vergleich dem seit 2007 abgeschaltetem Reaktor von Brunsbüttel entspricht.

Das Kraftwerk entsteht in einer besonders windreichen Region und soll so zuverlässig sauberen Strom liefern. Mit dieser Investition hat Google schon mehr 400 Millionen Dollar in den grünen Sektor investiert. Ein Teil des Geldes fließt auch nach Brandenburg.

Dort ist Google an einem Solarpark beteiligt. Außerdem hat Google einen Solarturm, einen anderen Windpark und Ökostrom in den vergangenen rund zwei Monaten gefördert.

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comment ommentare zur “Google: Erneute Investition in grüne Energie

  • Die Gesamtkosten dieses Windparks betragen 1,2 Milliarden USD (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Alta_Wind_Energy_Center), die Baukosten eines ERP-AKW 5,47 Milliarden Euro (Beispiel Kernkraftwerk Olkiluoto, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Wirtschaftlichkeit).
    Verstehe ich da jetzt grade was falsch? Ich dachte immer, Windkraft waere so unglaublich teuer, und im Moment die teuerste Energiequelle ueberhaupt?
    Klar, Windkraftwerke haben ganz andere infrastrukturelle Anforderungen, aber da gibt es Vor- und Nachteile ggue. AKWs.
    Der Windpark schafft gut 3000 Arbeitsplaetze, aber da kommen diese unglaublichen Mehrkosten doch auch nicht her?

  • Du hast in deiner Berechnung noch vergessen, wie viel Strom für diese Investitionen tatsächlich geliefert werden. Was nützt mir ein Windpark für 1,2 Mrd. USD, wenn er nur einen Bruchteil kw/h eines AKWs liefert? Die reinen Baukosten sagen über die realen Kosten eines solchen Kraftwerks nichts aus. Das muss man schon bisschen tiefgründiger betrachten 😉

    • Haettest du auf den Quelle-Link geklickt, haettest du eine Antwort: Das BEispiel-AKW soll 1600MW erzeugen, liegt mit dem Windpark also ca. gleichauf.

      • Hi,
        Du verwechselst MWh und MW. Was noname hier anspricht, ist die tatsächlich erzeugte Strommenge (z.B. in MWh). Das ist nicht dasselbe wie Deine 1.600 MW Peak-Leistung aus dem Beispiel.

        • Ok. Gut, ich dachte MW waeren dass Mass aller Dinge, da damit auch oben im Text die Werte angegeben werden. Dann hab ich es ja doch (gluecklicherweise, oder nicht, je nachdem) falsch verstanden…

  • Sehr gute Sache! Hoffe da geht noch einiges mehr! Schliesslich wird Google am verkauften Strom auch wieder Gewinn erzielen. Das Geld ist in dem Sinn ja nicht Geschenkt.

    Es sollten einfach mal alle Länder und Grosskonzerne gleichzeitig 1-2 Milliarden abdrücken um solche Kraftwerke zu bauen. Dann wäre unser Problem ziemlich schnell gelöst.

  • Ich denke da ist auch viel „Eigenschutz“ dabei. Es dürfte ja kein Geheimnis sein, dass Google durch seine Größe natürlich selber einen sehr hohen Bedarf an Energie hat, und daher ein großer „CO2-Produzent“ ist.

    Mit solch Investitionen, verschafft man sich zudem auch „positive Presse“. Gerade in Zeiten wo ein Energiediskussion sehr aktuell ist. Erhoffe mir davon aber auch, dass andere Unternehmen nachziehen. Denn letztlich scheitert es eigentlich nur an der Finanzierung solcher Anlagen und der weiteren Forschung.

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