Google investiert 1 Million Dollar in Transparenzsoftware

Google investiert derzeit in eine Software, die Zensur und Intransparenz erkennen soll. Dabei sollen die Nutzer auf dieses Tool zugreifen können, um etwa ihre eigene Internetverbindung testen. Damit reagiert Google natürlich auf die aktuellen Zensur-Maßnahmen in Ägypten oder China und kann gleichzeitig herausfinden, ob und wo der Datenverkehr blockiert oder verlangsamt wird – oder ob Datenpakete manipuliert werden.

Am Georgia Institute of Technology wird derzeit an der neuen Software geforscht, die erkennen soll, ob eingeschränkter Datenverkehr zwischen dem Rechner und dem Server vorliegt, ob das Netz neutral behandelt wird und ob eventuell Datenpakete manipuliert werden. Später sollen die Nutzer bei Google auf diese Tools zugreifen können, um selbst zu prüfen, ob etwa so etwas vorliegt. Dies soll auch mit mobilen Internetzugängen kein Problem sein. Danach soll der Nutzer mit Sicherheit wissen, ob sein Internet neutral, schnell und unzensiert ist.

Google selbst hatte mit dem Google Transparency Report kürzlich angefangen, den Traffic zu Google-Diensten sichtbar zu machen. Immer wieder ist aufgefallen, dass Dienste aus östlichen Ländern blockiert werden. Bestätigen tut dies nur noch die Lösch- und Zensuranfragen der Regierungen. Derzeit gibt es nach Angaben des Professors Nick Feamster 60 Nationen, die auf irgendeine Art und Weise den Zugang zu Informationen blockieren. Google und das Institut möchten nun gemeinsam mit der „Community“ aufdecken, wie es nun wirklich um das freie Internet weltweit steht.

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