Kartellamt: Microsoft-Tochter geht gegen Google vor

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Die Richter des Kartellamts prüfen derzeit die Marktposition von Google, da dem Internetkonzern vorgeworfen wird, einen wirtschaftlichen Nachteil der Microsoft-Tochter Ciao zugefügt zu haben. Dabei ging es um einen Werbevertrag zwischen Google und Ciao, der kürzlich auslaufen sollte. Google lies die Verhandlungen platzen und soll sich so einen Wettbewerbsvorteil geschaffen haben.
 
Derzeit muss sich Google vor dem Kartellamt wegen drei Beschwerden behaupten (wir berichteten), doch damit nicht genug. Eine weitere Beschwerde aus dem Hause Microsoft macht Google schwer zu schaffen. Dabei geht es um einen Wettbewerbsverstoß, den Google der Preisvergleich-Suchmaschine Ciao zugefügt haben soll. Demnach hätte Google die Verhandlungen um einen auslaufenden Werbevertrag zwischen Google und Ciao abgebrochen, nachdem Ciao Mitkläger bei der Beschwerde der Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern war.

Dies stelle aber einen wirtschaftlichen Nachteil für das betroffene Unternehmen dar, da dieses ein Einschreiten der Kartellbehörde vorgesehen hatte. Dennoch handel es sich nicht um einen kartellrechtlichen Verstoß, man müsse noch prüfen, ob Google einen Marktmissbrauch begangen hatte oder nicht.

» SpOn, SZ 

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comment ommentare zur “Kartellamt: Microsoft-Tochter geht gegen Google vor

  • Versteh ich nicht, was wollen die ?

    Es ging um die Verlängerung um einen auslaufenden Vertrag und weil Google die Verhandlungen über die Verlängerung abgebrochen hat wollen die Schadenersatz ?
    Hab ich das richtig verstanden ?

  • @74444:
    jop genau. Hintergrund ist aber der, dass Ciao ebenfalls Beschwerde gegen Google gemacht hat, als es um die Verleger ging (die riesige Sammelklage). Dadurch ist natürlich Google etwas angepisst von Ciao gewesen und hat nun die Werbeverträge nicht verlängert.

  • Ich wusste gar nicht, das man in der freien Marktwirtschaft verpflichtet ist, begonnene Verhandlungen auch zu Ende zu führen…

  • bin mal gespannt ob irgendeiner irgendwas davon durchsetzen kann. die klage der verleger ist natürlich irgendwie quatsch. vorallem, dass sie wollen, dass google seinen algorithmus offen legt. sonst noch wünsche? würde ich da sagen, wenn ich google wäre. 🙂 sollten sie den je in deutschland offen legen müssen, würden sie am gleichen tag google.de schließen.

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