Italienischer Staatsanwalt verklagt Google wegen Gewaltvideo

Google
Endlich haben auch Googles italienische Anwälte mal etwas zu tun: Ein Staatsanwalt aus Milan verklagt Google wegen eines Videos dass auf dem Videoportal des Unternehmens zu sehen war. In dem Video wird Schüler der am Down-Syndrom leidet von 4 Studenten terrorisiert und geschlagen. 15 weitere Schüler haben zugesehen.

Über den Inhalt des Videos möchte ich hier garnicht diskutieren, solche Menschen sind einfach nur krank – und noch viel kranker sind die Personen die sich so etwas auch noch gerne ansehen, aber mittlerweile ist das in Mode gekommen…

In der Anklageschrift heißt es eindeutig dass Google die Videos gepostet hat, was natürlich wieder einmal blödsinn ist. Google stellt, wie immer, nur die Plattform zur Verfügung und distanziert sich von allen hier hochgeladenen und angesehenen Videos – doch das haben die italienischen Anwälte bis heute noch nicht begriffen (ihre weltweiten Kollegen übrigens auch noch nicht).

Google wird vorgeworfen seine Videoplattform nicht genügend unter Kontrolle zu haben und die gewaltbereitschaft damit zu fördern. Deswegen wurde wohl auch die sofortige Freischaltung wieder deaktiviert und wieder auf ein scharfes Kontrollsystem umgestellt. Fraglich ist nur was die Italiener jetzt von Google verlangen – sollen sie ihr Videoportal schließen? Mehr als kontrollieren und evt. löschen können sie nicht…

Ich glaube Googles Videoaktivitäten werden noch einmal ein böses Ende nehmen…

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comment ommentare zur “Italienischer Staatsanwalt verklagt Google wegen Gewaltvideo

  • Man sollte mal prinzipiell erkennen, dass sich keine Gewalt durch Staatsgewalt lösen lässt. Wenn Google das Video gelöscht hat, ist das doch gut.

    Was hat den der italienische Staat davon, wenn er Google verklagt? Dann sind die Videos halt auf Rapidshare oder mySpace zu finden.

    Ich finde dass alles gänzlich übertrieben, aber in Italien ist ja sowieso alles Fernsehtechnische, was nicht Berlusconi untersteht, böse.

    Außerdem erinnert mich diese Aktion an den Iran, wusste gar nicht, dass die beiden Staaten sich schon in aktionistischen Fragen so nahe gekommen sind.

  • In Italien sind die Anklagen an der Tahgesordnung. Hier kann man seinen Nachbarn anklagen, weil er aus dem Mund riecht. Die Frage ist nur, was dabei rauskommt: Meistens gar nichts!

    Diek Nolte, der seit 7 Jahren in Rom lebt und darüber nur noch lachen kann.

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