Vor gut neun Monaten wurde das neue Angebot Google Spaces gestartet und sollte ein Problem lösen, dass die Nutzer eigentlich gar nicht haben: Die gemeinsame Konversation in einer Gruppe über ein bestimmtes Thema - das laut Meinung der Google-Manager offenbar nur mit einer gezielten Plattform möglich ist. Nach nur neuen Monaten wird das Experiment nun beendet und Spaces wird schon in wenigen Wochen komplett eingestellt.
Vor gut zwei Wochen hat Google+ ein kleines aber vielleicht sehr aussagekräftiges Update bekommen: In der Seitenleiste werden seit Anfang Mai die einstmals aus Google+ herausgelösten Angebote Hangouts und Photos wieder verlinkt und die Liste mit der Websuche komplettiert. Auch in dieser Woche gibt es ein genau so umfangreiches Update, denn jetzt ist auch der neue Share-Social-Messenger Space in dem Menü enthalten.
In den letzten Monaten hat Google intern eine ganze Reihe von neuen Produkten im Bereich Messaging und Sharing ausprobiert - die beiden großen Sorgenkinder des Unternehmens. Heute hat man nun relativ überraschend eine neue Plattform gestartet, die beide Bereiche zusammenführt und in keine der üblichen Schubladen gepackt werden kann: Spaces nimmt beliebige Inhalte auf und teilt diese mit beliebigen Personen, die wiederum damit interagieren können.
Wenn man einmal von GMail absieht, hat Google im Bereich der Kommunikation ein wahres Chaos beieinander und scheint keinem klaren Konzept zu folgen. Immer wieder werden Angebote neu vorgestellt, umgebaut um dann nach einiger Zeit wieder den Stecker zu ziehen. Jetzt ist wieder eine neue App aufgetaucht, die auf einen ganz anderen Ansatz als bisher setzt: Die App nennt sich Google Spaces und macht aus allem eine eigene Gruppen-Konversation.