Google
Im vorletzten Teil von Googles Weg wollen wir uns mit der Frage beschäftigen was Google überhaupt ist, wie die Firma heute da steht und vorallem worin das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens steckt. Google ist eines der größten Internetnunternehmen, die größte Suchmaschine, Börsenliebling und eines der wertvollsten Informationslieferanten der Welt - das wissen wir. Doch was steckt dahinter? Beginnen soll der Artikel jetzt mit der einfachen Frage:

Was ist Google?

Nun, als was Google heute wahrgenommen wird ist eigentlich so pauschal garnicht zu erklären. Hierbei liegt es sprichwörtlich im Auge des Betrachters. Also teilen wir die gesamte Bevölkerung einfach mal in 3 Gruppen auf: Was ist Google... ...für IT-interessierte Für uns ITler, und vorallem Internetler, ist Google eine große Anreihung von Angeboten die wir dankbar annehmen, mehrmals täglich nutzen und für völlig selbst verständlich halten. Außerdem hat diese Gruppe einen starken Drang nach Neuerungen und will täglich mit neuen Erweiterungen oder gar ganz neuen Angeboten überrascht werden. Ein Tag ohne Neuerung, ein kompletter Stillstand, ist für diese Gruppe ein verlorener Tag. [Aber wie der GWB täglich aufs neue beweist, gibt es diese Tage so gut wie nie ;-)] ...für Datenschützer Für Datenschützer ist mit Google in den letzten Jahren der größte Albtraum wahr geworden. Ein Unternehmen dass alles über seine Mitglieder wissen möchte und diese Daten auch noch intern verwendet. Der gläserne Mensch ist geboren und wird täglich ein wenig durchsichtiger. Googles Firmenmotto entspricht so ziemlich genau dem Gegenteil des Mottos der Datenschützer. Hier wird irgendwann noch einmal ein richtig großer Kampf entbrennen. ...für den Rest der Welt Dieser Teil stellt ca. 98% der Internetnutzer da - geschätzt. Für diese Gruppe ist Google das Tor zum Internet. So wie das blaue e auf dem Desktop oder der orange Fuchs auf dem Desktop das Internet ist, ist Google das Durchsuchungswerkzeug - und dazu gibt es keine Alternativen. Das andere Suchmaschinen existieren ist den meisten nicht bewusst, und auch dass große Angebot von Google kennt hier so gut wie niemand. Neben der Websuche existiert für diese Gruppe allerhöchstens noch die Bildersuche, und wenn sie mal ganz mutig sind klicken sie sogar auf die Newssuche - das ist aber auch wirklich das allerallerhöchste der Gefühle. Wenn nicht gerade ein PC-Freak in der Familie ist werden die meisten von all den anderen Google-Angeboten nie etwas gehört haben und auch in Zukunft nichts mitbekommen. Übrigens haben von diesen 98% der Bevölkerung noch einmal 50-60% Google als Startseite eingerichtet. Allein schon dadurch dürften Gigabytes an Traffic pro Sekunde entstehen, ohne überhaupt eine Suchabfrage zu machen...

google the world

googeln, googlen oder nicht googlen - wie auch immer, googlen ist modern und gehört zum alltäglichen Leben dazu. Wer Informationen braucht der "ergooglet" sie. Ich persönlich verabscheue das Wort "googlen" noch heute und "suche" lieber, aber wer sagt dass der Internetwelt und meinem Bekanntenkreis? googlen ist mittlerweile Standard, ist cool und bedeutet den Zugang zu unbegrenzten Informationen. Diesen Status zu erreichen schien für Google selbst komplett problemlos abzulaufen, schließlich musste der Bevölkerung dies nicht mit Millionen-Kampagnen eingehämmert werden sondern kam ganz von selbst - Qualität setzt sich irgendwann durch.

Marktanteile

Im Laufe der 8 Jahre hat Google einen beachtlichen Teil des Suchmaschinenmarktes für sich gewinnen können und kommt in einigen Teilen der Welt auf 75-80% Marktanteile. Wenn es nicht soviele Konkurrenten auf diesem Markt gebe könnte man sagen dass Google ein Monopol hat, welches die Europäer mit Quaero und auch die Japaner bekämpfen wollen. Ich will jetzt nicht voraussagen dass Google auch in 10 Jahren noch Marktführer sein wird, aber ich glaube nicht dass Quaero und Konsorten überhaupt irgendeine Chance haben werden auch nur über 1 Prozentpünktchen zu kommen. Eher werden ask oder Yahoo! zuschlagen können, vorallem ask hat derzeit sehr gute Chancen.

Was macht Google so erfolgreich?

Tja, wenn wir das wüssten würde es sicherlich mehr Konkurrenten geben. Ich denke es ist einfach die Sympathie die viele Benutzer mit Google verbinden. Google hat keinen bösen Ruf, es ist kein Portal dass uns mit Informationen zuschüttet die wir garnicht brauchen. Außerdem ist die Werbung sehr gut zu erkennen und wird uns nicht blinkend vor die Nase gehalten oder zwischen die Suchergebnisse geschaltet. Es ist einfach das simple was Google so erfolgreich macht. Alles wirkt aufgeräumt, gut durchdacht und klar strukturiert. Selbst bei der ersten Nutzung eines neuen Angebots hat man den Eindruck genau zu wissen welche Funktion sich wo versteckt. Genau an diesem Punkt müsste die Konkurrenz mehr ansetzen um mit Google in Konkurrenz zu treten. Was Google ebenfalls für viele sympathisch macht ist die fälschliche Meinung dass es eine kleine Firma mit wenigen Mitarbeitern ist die hinter den bunten Buchstaben sitzt. Wie oben schon gesagt hat "der Rest der Welt" keine Ahnung was da mittlerweile alles dran hängt. Und genau das gefällt. Die gelegentlichen Doodles dürften die Sympathie auch erhöhen. Für so etwas liebt die Welt Google. Bei treuen Anhängern sorgt sich Google auch um die Gesundheit, verschickt Geschenke zu Weihnachten, Silvester oder einfach mal zwischendurch und entschuldigt sich für chaotische Abläufe mit riesigen Geschenken. Eine "normale" Firma würde all dies nicht tun, und in diesen kleinen Dingen liegt das große Geheimnis. -- Im morgigen, letzten Teil, von Googles Weg setzen wir uns dann noch einmal in die Zeitmaschine und reisen einige Jahre in die Zukunft. Dort rufen wir dann google.com auf und werden exklusiv darüber berichten was wir dort zu sehen bekommen. Fortsetzung folgt...morgen » Teil 1: Google verändert die Internetwelt » Teil 2: Suche und Kommunikation » Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster » Teil 4: APIs, Helferlein & Software » Teil 5: Auslaufmodelle » Teil 6: Der Masterplan - Teil 1 » Teil 7: Der Masterplan - Teil 2 » Teil 9: The Internet is not enough
Google
In Teil 3 der Serie Googles Weg dreht sich auch diesmal alles wieder um die derzeitigen Angebote der bunten Suchmaschine. Nachdem wir uns in Teil 2 mit Suche und Kommunikation beschäftigt haben sind heute die Bereiche Hosting, Werbung & Webmaster an der Reihe welche ebenfalls ein wichtiges Standbein von Google darstellen.

Hosting

Wollte man früher seine Daten von einem Rechner auf den anderen bringen oder seinen Freunden zeigen, so musste eine CD gebrannt werden oder jede Datei einzeln auf den eigenen Server gepackt und beim Freund dann wieder heruntergeladen werden. Doch diese Zeiten sind bald vorbei, denn Google speichert mittlerweile jede Menge Dateien für uns und lässt sie uns überall auf der Welt wieder abrufen. Mittlerweile lässt sich auch das Hosting selbst in mehrere Kapitel unterscheiden, denn es gibt Dateien die man nur für sich selbst verfügbar haben möchte, und Dateien die man der ganzen Welt zeigen möchte. Also unterteile ich das ganze einfach mal in Google Office und in weiteres. Zu Office zähle ich mal Writely, Spreadsheets und den Calendar. Im Grunde könnte man natürlich auch Google Mail da zu zählen, aber dies habe ich ja schon im vorherigen Teil bei "Kommunikation" untergebracht ;-) Google Office Writely Writely
Textverarbeitungen im Internet sind gerade erst richtig im kommen. Zwar gibt es solche Angebot schon eine ziemlich lange Zeit, aber bisher waren sie alle kaum zu etwas zu gebrauchen. Und während Microsoft und die OO-Community noch um den 1. Platz beim PC-Office kämpfen macht sich im Web langsam das Online-Office breit und scheint in den nächsten Jahren alle Offline-Lösungen zu überrunden. Natürlich musste Google auch in diesem Markt einen Fuß in der Tür haben und hat im März diesen Jahres Writely übernommen. Seit her gab es nur 2 große Veränderungen die sich im Grunde selbst aufgehoben haben: Erst wurde Writely auf ein Einladungssystem umgestellt, und dann vor einigen Wochen wieder für alle geöffnet. Mit Writely ist es möglich Texte zu verfassen, diese zu formatieren, Bilder einzufügen und dann natürlich auch abzuspeichern und auszudrucken. Auch ein Export in die verschiedensten Formate, seit neuestem auch ODF ist möglich. Natürlich können auch Dokumente importiert werden, so dass der ganze ältere Schriftverkehr ebenfalls sofort online ist. Erst mit der bevorstehenden Anbindung an den Google Account wird Writely für das Google-Netzwerk richtig interessant werden. Sobald dies geschehen ist könnte man auch von Google Mail aus darauf zugreifen und Dokumente vielleicht direkt versenden. Oder das ganze gleich in den Page Creator übernehmen und eine Webseite draus machen. Möglichkeiten wird es hier wieder viele geben, hoffentlich nutzt Google sie. Was ich mir noch wünsche ist ein verbessertes Interface für Writely. Das alte sollte komplett weggeschmissen und komplett neu gemacht werden, vorallem eine Anpassung an das Google-Layout wäre sehr förderlich um die Identifikation mit "Google Office" zu sichern und den User nicht unnötig zu verwirren. Google Spreadsheets Spreadsheets
Mit Spreadsheets hat uns Google so alle ziemlich überrascht. Es ist eines der wenigen Angebote welches keine Schatten vorausgeworfen hat und von niemandem erwartet wurde. Eine Tabellenkalkulation im Browser war bis dahin noch schwer vorstellbar, obwohl es natürlich auch in dieser Richtung schon Angebote gab. Aber Google hat uns Fans dieses Thema näher gebracht und gezeigt was mit AJAX & co. so alles möglich ist. Doch wozu braucht man eine Tabellenkalkulation im Browser? Privatnutzer brauchen diese Programme nichtmal auf ihrem PC, zumindest kenne ich niemanden der privat eines nutzt. Und Firmen werden ihre Daten sicherlich nicht auf einem Fremdserver ablegen. Trotzdem ist das Angebot mehr als interessant und gibt Tabellenkalkulationen eine neue Bedeutung. Viele Webdienste die statistische Auswertungen machen, bieten diese als CVS-Download an. Bisher konnte man damit z.B. in einem Internetcafe oder auf einem Büro-PC ohne Tabellenkalkulation nicht viel anfangen. Doch Spreadsheets macht es möglich, in wenigen Sekunden sind die Daten komplett aufgelistet auf dem Bildschirm und noch dazu übersichtlich formatiert. Wenn Spreadsheets noch eine Diagrammfunktion bekommt, wird der Nutzwert noch einmal stark ansteigen und könnte dem Programm zum Siegeszug durch das Web verhelfen. Ich wünsche Google viel Glück damit, denn mit diesem Angebot haben sie es wirklich verdient - in Spreadsheets stecken viele viele Stunden Schweiß und harter Arbeit - das sieht man auch. Google Calendar Calendar
Kaum ein Angebot wurde so sehr erwartet wie der Google Calendar. Dies zeigt ein Blick in unsere Google Calendar-Kategorie, in der es noch vor dem Start 7 Artikel zu diesem Angebot gibt. Der Calendar war ein sehr großes Teil im Google-Puzzle und war auch wirklich dringend notwendig gewesen. Viele Benutzer haben nur wegen der Kalender-Funktion noch andere Webdienste besucht, so auch ich. Ich hatte meinen Yahoo!-Account einzig und allein wegen dem Kalender und hatte mir lange Zeit gewünscht auch diese Daten in meinem Google-Account unterzubringen. Mit dem Start hat Google dann wieder einmal alle überrascht und eine völlig neue Ära für Online-Terminverwaltungen eingeleitet. Die Aufteilung in mehrere einzelne Kalender, die Möglichkeit Termine und ganze Kalender zu teilen und nicht zuletzt die pfeilschnelle und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche haben den Calendar sofort zum Erfolg werden lassen. Durch die Integration in Google Mail wurde er dann auch noch einem noch größeren Benutzerkreis vorgestellt und zugänglich gemacht. Für mich persönlich ist der Calendar heute ein unverzichtliches Werkzeug und die Webseite Nummer 2, nach Google Mail, die ich aufrufe sobald ich im Internet bin. Hier habe ich einen schnellen Überblick über zu erledigende Aufgaben, meine Schichtzeiten, Geburtstage, Feiertage und mit einem Klick auch noch alle TV-Sendungen die mich interessieren könnten. Einfacher geht es nicht mehr. Das einzige was am Calendar verbessert werden könnte ist, dass es eine deutsche Benutzeroberfläche bekommen müsste. Mehr fällt mir da auch schon garnicht mehr ein, denn er bietet alles was ich brauche und noch sehr viel mehr. Weiteres Hosting Google Notebook Notebook
Kann man das Notebook als Hosting-Service betrachten? Ja sicher! Man kann. Hier kann all das gehostet werden was man sonst in seiner Brieftasche, Hosentasche oder wenn man Glück hat im Gedächtnis mit sich herumgetragen hat. All die kleinen Dinge die einem wichtig erscheinen können hier mit wenigen Klicks verewigt und später, wenn man es schon längst wieder vergessen hat, abgerufen werden. Noch dazu kann dass ganze übersichtlich in Kategorien angeordnet werden, so dass man nicht nur einen Haufen Notizen wie Haftzettel hat, sondern auch noch eine kleine Struktur da hinein bringen kann. Ich z.B. habe mir viele Kochrezepte im Notebook abgelegt die vorher irgendwo in der Küche rumlagen und so irgenwann auf nimmer Wiedersehen verschwunden wären. Hier habe ich sie für die Ewigkeit und an jedem PC der Welt. Teilweise nutze ich das Notebook auch zum notieren einiger Daten die ich vielleicht jetzt nicht brauche, aber die später auf einen Blick mal ganz nützlich sein könnten. Einige davon habe ich auch öffentlich gemacht, was ebenfalls ein großer Vorteil dieses Notebooks ist. Wer sich meine Beispiele einmal ansehen möchte kann dies hier tun: Geographie, History, Mathematik. Solche Daten mögen nicht gerade interessant sein, aber wenn ihr so etwas in euren Notebooks habt, dann veröffentlicht sie und stellt sie der gesamten Internetwelt zur Verfügung. Schließlich lebt das Internet von Informationen, und seien sie noch so klein. Irgendjemanden auf der Welt gibt es sicherlich der genau das gesucht hat was ihr vielleicht für immer unter Verschluss gehalten hättet. Google Base Base
Google Base, was ist das? Zum Start wusste es niemand, dann habe ich versucht eine Einführung in Base zu schreiben, wusste insgeheim aber noch garnicht so genau was es ist. Jetzt steht es auf deutsch zur Verfügung, jeder kann sich hier einlesen. Aber was man damit nun genau anstellen kann weiß wohl immer noch niemand so ganz genau, ich auch nicht. Es ist eine allumfassende Datenbank in der einfach alles eingetragen werden kann. Jede Information der Welt hat hier Platz und kann mit unendlich vielen Labels, Einschränkungen und Extra-Informationen versehen werden. Auch als Verkaufsfläche, Werbefläche, Ankündigung und Party-Hinweis eignet sich dieser Marktplatz. Aber wofür ist das nun wirklich gut? Nun, diese Frage ist schwer zu beantworten. Google hat mit Base etwas großartiges geschaffen, da bin ich mir sicher, aber das Potential wird einfach nicht ausgenutzt, und das kann es auch garnicht, so lange dahinter kein Sinn zu sehen ist. Base muss sehr viel mehr Möglichkeiten bekommen und sehr viel besser strukturiert werden. So könnten einzelne Kategorie-Übersichten alle Veranstaltungen, Verkäufe oder Auktionen auflisten. Und überhaupt muss es eine Auflistung aller Artikel geben, das einfache durchsuchen kann nicht ausreichen, denn jemand der den Inhalt dieser Datenbank garnicht sieht weiß auch nicht nach was er hier suchen könnte. Dies ist ein großes Problem, welches Google so schnell aber leider nicht lösen kann. Zumindest ist es mit Algorithmen, ohne menschliches zutun, fast unmöglich hier ein System hereinzubringen. Ich sage Base keine große Zukunft voraus, nicht wenn es so bleibt wie es jetzt ist... Blogger Blogger
Wer seine Gedanken nicht nur in sein kleines Notebook eintragen sondern auch der großen weiten Welt mitteilen möchte, der ist bei Blogger genau richtig. Mit wenigen Schritten ist hier das eigene Tagebuch, Ablagefläche, öffentlicher Notizblock oder, wie im Fall des GWB, Newsportal eingerichtet. Blogger stellt Werkzeuge und die Plattform zur Verfügung um sich selbst im Web zu profilieren und seine Meinung zu aktuellen Themen dazulegen und doch in einer gewissen Anonymität zu bleiben. Das gefällt. Google stellt mit Blogger, welches sie selbst vor einigen Jahren übernommen haben, eine der größten Plattformen zur Verfügung um den eigenen Blog zu betreiben. Leider gibt es viele Blogs die täglich gepflegt aber von niemandem gelesen werden, aber dies gehört nunmal auch dazu, jeder fängt mal klein an. Leider hat Google Blogger ziemlich lange im Dornröschenschlaf gehalten und keine Neuerungen oder gar Innovationen hervorgebracht, und so läuft das große orange B jetzt allen anderen nur hinterher und kopiert fleißig, das ganze geschieht unter dem Namen Blogger Beta. Auch ist Blogger niemals an das Google-Design angepasst worden, was auch dazu führt dass sich ein Googler nicht so ganz mit dem Programm identifizieren kann und die Seite gleich wieder verlässt. Mit Blogger könnte Google viel anfangen, wenn dem User die richtigen Techniken zur Verfügung gestellt werden. Die Daten aus den Postings spiegeln sehr gut das Interesse des Users wieder und bieten so sehr gute Hinweise darauf für welche Anzeigen sich der Benutzer interessieren könnte. Und genau dieses Wissen ist Googles Geschäftsmodell. Picasa Web Albums Picasa Web Albums
Mit Picasa Web Albums ist Google auch in diesem Fall nur einem Trend hinterhergelaufen der längst von anderen beherrscht wird. Fotos ins Internet zu stellen und so noch schnell Zugriff darauf zu haben ist modern und wird von sehr vielen Benutzern betrieben. Doch wenn man dies tut will man seine Fotos auch der großen weiten Welt zeigen und Rückmeldungen dazu bekommen. Und genau hier hat Google ordentlich geschlampt. Man kann Picasa Web Albums nicht wirklich in die Kategorie "Privates Album" oder "Öffentliches Album" einordnen, da es von beiden ein bißchen ist. Auch private Alben können mit der richtigen URL von jedem angesehen werden, es hat den Namen "privat" also absolut nicht verdient. Und durch das Verbot der externen Einbindung der Fotos kann eine Galerie auch nicht als öffentlicht betrachtet werden. Bis auf diese kleine, aber leider entscheidende, Einschränkung ist PicasaWeb seinen Konkurrenten allerdings in punkto Geschwindigkeit und Übersicht weit voraus. Mit nur einem Klick sind hunderte von Bildern in Sekundenschnelle geladen, da können flickr & co. absolut nicht mithalten und müssen sich mit dem 2. Platz zufrieden geben. Sollte Google die externe Einbindungs-Sperre irgendwann einmal aufheben und noch Möglichkeiten anbieten die Fotos online zu bearbeiten, sage ich diesem Angebot eine große Zukunft voraus, aber auch erst dann wenn das Beta-Label, was in diesem Fall ein Test-Label ist, entfernt wurde. Google Video Google Video
Neben dem hochladen von Bildern ist das hochladen und verteilen von Videos im Internet eine der beliebtesten Sportarten. Vorallem Fun-Videos werden seit eh und je im Internet ausgetauscht und weiter verschickt. Anfangs geschah dies alles noch mit dem hochladen auf den eigenen Server, später folgten der MediaPlayer, QuickTime & co im Browser, dann kamen die Tauschbörsen und aktuell - und dabei wird es bleiben - werden Videos über große Portale getauscht. Die beiden größten Portale sind zur Zeit YouTube und natürlich Google Video. Bei beiden lassen sich unendlich große Videos kostenlos hochladen und im kompletten Internet verteilen. Alle Videos können in sekundenschnelle ohne Download direkt im Browser angesehen und dann bewertet und kommentiert werden. Hier kam Google Video nur geringfügig zu spät in den Markt. Gerade als YouTube sich zu etablieren begann kam auch Google mit einer solche Plattform. Leider hat Google es versäumt dafür zu werben und den Link erst vor einigen Wochen auf die Homepage gestellt - zu spät. Setzen, 6! Jetzt muss Google zusehen wie es YouTube die Marktanteile abnimmt und sich auch hier auf Platz Nummer 1 vorkämpft, leicht wird es nicht. Bei Google Video ist noch so einiges verbesserungswürdig. Die Qualität der Videos sei hier mal an erster Stelle genannt, manchmal ist es doch schon arg pixelig was der Player da ausspuckt, daran muss auf jeden Fall gearbeitet werden. Außerdem ist die Community hier kaum vorhanden, und das gewollt. So gibt es neben dem kommentieren eines Videos keine einzige Community-Funktion. YouTube ist da schon sehr viel weiter und lässt z.B. Playlisten erstellen, was das entdecken von Schmuckstücken in dieser Sammlung sehr viel einfacher macht. Google Page Creator Page Creator
Mit dem Page Creator ermöglicht Google es all seinen Benutzern eine eigene Homepage in sekundenschnelle zusammenzuklicken. Wer HTML-Kenntnisse hat kann hier auch direkt im Code herumbasteln und auf diese Weise auch eine selbst gebastelte Webseite bei diesem Angebot hosten. Leider sehen die Homepages von Google auch so aus wie schnell zusammengeklickt. So gibt es nur wenige Formatierungsmöglichkeiten für das Layout der Webseite. Außerdem kann kein Layout komplett neu erstellt werden, sondern muss aus einer Galerie von vorhandenen Themes ausgewählt werden. Hier besteht noch jede Menge Nachholbedarf. Natürlich bietet der Page Creator keine PHP-Unterstützung, kein MySQL und weiteres, aber das ist klar - es heißt ja auch Page Creator und nicht Web Hoster. Ob sich damit aber wirklich jemand eine Webseite basteln und diese öffentlich machen wird bezweifle ich - dafür sieht es einfach alles zu unschön aus. Mit selbst geschriebenem hochgeladenem Code lässt es sich hier aber trotzdem recht gut eine Webseite hosten die auch ansprechend aussieht, wie z.B. diese Seite hier beweist. Würde man nicht in die Adressleiste schauen würde man nie vermuten dass sie bei Google Pages gehostet wird.

Webmaster

Natürlich bietet Google nicht nur für die normalen Surfer jede Menge Dienste und Möglichkeiten an, sondern vergisst dabei auch die Webmaster nicht. Diese sind für Google nämlich noch einmal sehr viel wichtiger, da durch sie eine Menge Geld in die eigene Kasse gespült werden. Damit das so bleibt müssen die Webmaster bei der Stange gehalten und immer mit Informationen und Möglickeiten für ihren eigenen Webauftritt versorgt werden. Und da bietet Google jede Menge Möglichkeiten, von der Werbung über die Analyse bis zur Eintragung in den Google-Index. AdWords / AdSense AdWords AdSense
Zwar sind AdWords und AdSense völlig verschiedene Angebote, ich fasse sie aber dennoch hier mal zusammen. Seit Google vor einigen Jahren sein Werbeprogramm AdSense gestartet hat sind die Klickpreise sehr stark angestiegen, und somit natürlich auch der Verdient der Webmaster. Für die werbenden zwar ein Nachteil, aber für die Webmaster ein unbeschreiblich großer Vorteil. Konnte man früher mit mehreren tausend Besuchern täglich ein paar Cents verdienen, so kann man heute schon einiges Euros am Tag zusammenbekommen. Viele private Webmaster bessern sich dadurch ihr Haushaltsbudget auf oder können teilweise sogar komplett auf das "webmastern" umsteigen und davon genauso gut leben wie vorher. Mit AdSense hat Google das Geld verdienen im Internet wirklich stark erleichtert. Genau das gleich, nur von der anderen Seite aus gesehen, System nennt sich AdWords. Anzeigen zu schalten ist hier mit wenigen Klicks möglich, obwohl es sehr sehr vielfältige Einstellungsmöglichkeiten gibt. Brauchte es früher Tage und Wochen bis man eine Anzeige im komplett Internet weltweit schalten konnte, kann dies hier nun innerhalb von Minuten geschehen. Eine geschaltete Anzeige ist, sofern genügend Geld auf dem Google-Konto vorhanden ist, sofort nach der Schaltung weltweit zu sehen und trifft damit sofort sein Ziel. So könnten Verlage und Online-Magazine mit News werben die nur sie exklusiv und noch vor allen anderen haben. Gesehen habe ich solche Anzeigen noch nie, aber theoretisch wäre es möglich. Und nachdem das Internet mit "Ads by Gooooogle" vollgestopft ist, beschreitet Google jetzt neue Wege und bringt seine Anzeige n in Zeitschriften, ins Radio und seit neuestem sogar ins Fernsehen. Schöne neue Werbewelt ;-) Google Webmaster Tools Webmaster Tools
Ganz am Anfang, als Google noch ein Geheimtipp gewesen ist, gab es für Webmaster nur eine einzige Auswahlmöglichkeit auf der Google-Seite. Und zwar der Eintrag der eigenen URL in den Crawling-Index. Zwar war dies nicht unbedingt nötig, denn wenn die Seite irgendwo im Internet verlinkt ist findet der Bot sie sowieso, aber gemacht haben es trotzdem viele - früher wurde daraus sogar ein großes Geschäft gemacht, von einigen wenigen dubiosen Firmen... Heute hat Google gleich eine ganze Zentrale von Diensten und Möglichkeiten für Webmaster zusammengestellt. Eine einzelne Beschreibung der Funktionen gibt es hier in diesem Artikel. Hier befinden sich Dienste um den Eintrag der eigenne Webseite im Google-Index zu überprüfen, die Top-Keywords zu finden, Fehler zu finden und herauszufinden wann der Bot das letzte mal dort gewesen ist. Webmaster bekommen auf diesem Wege noch mehr Informationen für ihre eigene Webseite und können sie vielleicht noch besser in den einzelnen Suchmaschinen listen. Vorallem mithilfe der Sitemaps kann ein Webmaster sehr viel aus seiner Seite herausholen. Eine Webseite mit einer vorhandenen und registrierten Sitemap wird sehr viel öfter geparst und auch höher im Index gelistet - es hat also nur Vorteile Google etwas über seine eigene Webseite zu erzählen ;-) Was hier noch schön wäre, wäre eine automatische Sitemap. Das Google dem Webmaster komplett mitteilt wie er die Seite geparst hat und die Struktur intern ausgewertet hat. In der Erkennung von Startseiten und Unterkapiteln war der Bot schon immer gut gewesen, es wäre aber schön wenn er es dem Webmaster auch mitteilen würde. Google Analytics Analytics
Mit Analytics kann ein Webmaster wirklich auch das letzte Quäntchen Information über seine Besucher erfahren. Was man hier nicht erfährt existiert an Information nicht, so einfach kann man es sagen. Von der Einstiegsseite, über die Ausstiegsseite bis hin zur gesamten Surf-Session kann ein User komplett verfolgt und auch noch Details über sein System herausgefunden werden. Diese Statistiken und Auswertungen können sehr bei der Gestaltung von einer Webseite helfen. Springen die User immer schon nach einem Klick ab und kommen nie wieder? Dann sollte man vielleicht noch mehr Verlinkungen auf der Seite unterbringen und interessanten Content vorstellen der ebenfalls noch auf dieser seite vorhanden ist. Das kann die Besuchszahlen auf Dauer stark steigen lassen. Was mir bei Analytics aber fehlt ist eine einfache, simple und primitive Übersicht der letzten Besucher. Das was jeder einfacher Besucherzähler seit eh und je kann bietet der Vorreiter der Branche nicht an - das ist sehr schade. Die Daten liegen Analytics vor, aber sie werden nicht ausgewertet und dem Webmaster nicht gezeigt. Diese einfache Option sollte Google noch nachrüsten, dann würde ich Analytics auch für meine tägliche Analyse verwenden und nicht nur 1x im Monat... -- Damit wäre auch Teil 3 der Serie abgehakt. In Teil 4 wird es noch einmal um das aktuelle Angebot von Google gehen, und zwar um APIs, Helferlein und Weiteres, damit wäre dann die Gegenwart abgeschlossen und der Weg ist frei für die nächsten Teile der Serie die sich komplett um die zukünftigen Möglichkeiten drehen. Freut euch drauf! Fortsetzung folgt...morgen » Teil 1: Google verändert die Internetwelt » Teil 2: Suche und Kommunikation » Teil 4: APIs, Helferlein & Software » Teil 5: Auslaufmodelle » Teil 6: Der Masterplan - Teil 1 » Teil 7: Der Masterplan - Teil 2 » Teil 8: Was ist Google? » Teil 9: The Internet is not enough
MySpace Das einschleimen bei MySpace via Button bei Google Video hat funktioniert. Google wird die Standardsuchmaschine für das MySpace-Portal und außerdem der einzige Zulieferer für Werbung innerhalb von MySpace. Die Kooperation wurde mit Fox Interactive geschlossen und gilt für alle Seiten dieses Netzwerks, wobei MySpace eindeutig die größte und bekannteste ist. Damit stattet Google mal eben die siebt-beliebteste Website der Welt mit seinen Techniken aus. Die Suchanfragen dürften damit in den nächsten Tagen um einige Prozentpünktchen steigen und Yahoo, MSN und Konsorten einige Marktanteile abjagen. Vor einigen Monaten erst konnte Google auch AOL durch eine Beteiligung für sich gewinnen. Viel wichtiger als die Websuche dürfte aber die Ausstattung von MySpace mit Googles Anzeigen sein, diese sind schließlich immer noch Googles Hauptgeschäft und die absolute Cash-Cow. Auch hier dürfte sich die Kooperation sehr positiv auf die Bilanzen auswirken. » MySpace.com » Pressemeldung bei Google
Google Toolbar
Ein halbes Jahr nach erscheinen und 3 Monate nach der deutschen Version verlässt die Google Toolbar den Beta-Status und wird als vollwertiges Produkt freigegeben. Doch mit endgültigen Version kommt eine neue Funktion hinzu die den anderen Suchmaschinen so garnicht schmecken dürfte, und zwar die Blockierung der Umstellung der Standardsuchmaschine. Standardmäßig ist die Option "Notify me on settings change" aktiviert und weist den User darauf hin wenn ein Programm oder eine Webseite versucht eine andere Standardsuchmaschine als Google einzustellen. Die Idee ist natürlich gut, vor allem im Kampf gegen den IE 7 dürfte es einige Marktanteile mehr für Google bedeuten. Auch können sich Trojaner & co nun nicht mehr so einfach als Standardsuchmaschine einstellen, welche manchmal Google zum verwechseln ähnlich sehen, und Schaden auf dem PC anrichten oder den User auf anrüchige Webseiten weiterleiten. Dumm ist das ganze natürlich für die ärgsten Konkurrenten Yahoo! und MSN. Wobei ich mir sicher bin dass Microsoft eine ähnliche Funktion in Vista integrieren wird. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es außerdem noch: Der Service der die Einstellung der Standardsuchmaschine überwacht lässt sich nicht endgültig beenden. Das Programm GoogleToolbarNotifier.exe lässt sich zwar via TaskManager schließen, wird aber beim erneuten Start des Exploreres oder Firefox automatisch wieder mitgeladen. Google sagt zwar dass es ein Bug ist - aber das muss ja nicht stimmen... » Google Toolbar Download [Google Blogoscoped]
Microsoft
Na wer bekommt denn da kalte Füße? Doch nicht etwa der größte Softwarekonzern der Welt? Oder wie anders kann man die Kampfansage von Microsofts Betriebsleiter Kevin Turner
Enterprise-Suche ist unser Geschäft, es ist unser Haus und Google wird uns dieses Geschäft nicht nehmen.
verstehen? Microsoft betrachtet die Enterprise-Suche also als sein Geschäft und duldet keine Konkurrenz. Nur schade das die Suche Googles Kerngeschäft ist, und bei Microsoft nur eines von vielen Standbeinen. Weiterhin sagte Turner:
Diesen Leuten wird es nicht erlaubt, uns das Essen vom Teller zu stehlen. Genau das haben sie vor.
Auch andere Firmen wolle Microsoft in den nächsten Monaten mit ein paar neuen Produkten die Marktanteile abjagen, da wären z.B. IBM und Oracle zu nennen. Doch Google scheint so langsam zum Hauptkonkurrenten des Softwarekonzerns zu avancieren und so wird natürlich am meisten gegen die bunte Suchmaschine gewettert und große Töne gespuckt. Bisher hat Google mit seiner Enterprise-Suche keinen nennenswerten Marktanteil, aber das kann ja noch kommen wenn sie mal etwas mehr Geld und Arbeit in diesen Bereich investieren würden. Der Enterprise Search-Markt hat derzeit ein Volumen von 13 Milliarden $, Tendenz steigend - der Kampf wird also noch lange erbittert weiter gehen. Ich finde diesen Streit Google vs. Microsoft immer interessanter. Google dringt in immer mehr Geschäfts von Microsoft vor, neuerlich erst mit Writely und Spreadsheets auf den Office-Markt. Zwar hat Microsoft noch immer eine dominante Stellung auf diesem Markt, aber wer weiß wie der Software-Markt in 5-10 Jahren aussieht. Ich glaube zwar nicht dass Google ihn beherrschen wird, aber Microsoft sicherlich auch nicht - da muss eine neue Firma her :-D [ZDnet.de]
Eines der wichtigsten "Buzzwords" vom Web2.0 ist wohl "Social", aber weiß Google das auch? Bei Web2.0 ist es ganz groß dabei, verlegt immer mehr Anwendungen direkt in den Browser und macht jedem User alle Daten von überall aus verfügbar. Doch wenn es dann um das "Social" geht, ist Google nicht mehr so groß dabei. CNet hat einen sehr interessanten Artikel darüber geschrieben wie Google den Social-Trend verschlafen hat. Orkut Orkut
Als Orkut vor 2 Jahren gestartet wurde, wurde es hoch gelobt und viele sahen eine Menge Potenzial in dieser Social-Community. Vorallem durch das Einladungssystem wurde das Interesse der Internetuser geweckt und es gab einen riesigen Ansturm auf Orkut. Doch was kam danach? Die Antwort ist einfach: Nichts. Orkut wurde kaum weiter entwickelt und ist bis heute mit den wenigen Features online mit denen es auch gestartet wurde. Wo liegt der Vorteil von Orkut? Es gibt keinen. Das einzige was in Orkut möglich ist, ist das erstellen von Gruppen & Themen, das versenden von Nachrichten und die Verbindung mit anderen Usern. Kaum spektakulär. Außerdem ist Orkut absolut nicht in Google integriert, wenn man mal von dem kleinen Icon auf der Accounts-Seite absieht. Andere Dienste wie MySpace sind hier um viele viele Längen voraus. Orkut scheint bei Google einfach vergessen und in der untersten Schublade verschwunden zu sein. Warum integriert man nicht Google Mail? Google Video? Google Groups? Google Page Creator? Ein Zusammenschluss all dieser Dienste mit Orkut hätten eine Menge zur Beliebtheit beigetragen, aber dieser Zug ist mittlerweile abgefahren... Blogger Blogger.com
Vor einigen Jahren war MySpace überholt. Eine Integration der ganzen Google-Dienste hätte hier großes bewirken könne, ebenso wie ein kleines Update der Blogger-Software, aber darauf hoffen die User nun schon seit Jahren - und werden immer wieder vertröstet. -- Ich habe mich auch schon oft gefragt wieso Google sein ganzes Potenzial nicht ausnutzt. All diese Dienste haben soviel in sich und könnten mit der entsprechenden Verknüpfung Vorreiter auf ihrem Gebiet werden, aber das ist wohl nicht die Stärke der bunten Suchmaschine. Vielleicht ist Marissa Mayer überlastet und könnte einen Assistenten vertragen - es wäre eine sehr gute Investition... » Artikel bei CNet mit Detail-Informationen
Google Video hat schon wieder eine kleine Design-Anpassung bekommen. Auch wenn sie nur minimal ist, trägt sie doch stark zur Übersichtlichkeit bei. Ab sofort wird das versenden von Videos per Mail und das einbetten in Webseiten mit folgendem Button möglich: Share this Video! Der Button springt einem beim anschauen eines Videos sofort ins Auge, was auch sicherlich von den Designern so geplant war. Damit wird wieder klar, dass Google der Konkurrenz kräftig Marktanteile abnehmen will und seine eigenen Videos auf allen Webseiten sehen möchte. Erst vor einiger Zeit wurden die Videos in die Suchhistorie aufgenommen, Ein Web-Upload zur Verfügung gestellt, Kino-Trailer angeboten und eine Top100 eingerichtet. Wenn Google jetzt noch eine kleine Community rund herum aufbaut, vielleicht mit Hilfe der Google Groups, dann könnte daraus nochmal ein richtig schöner Video-Sharing-Dienst werden. [Google Blogoscoped Forum]
Ähnlich der europäischen Quaero Initiative formiert sich in Japan eine Gruppe aus zwölf Unternehmen und Universitäten. Google hinkt derzeit bei der Internetsuche auf Japanisch dem Suchprogramm von Yahoo Japan hinterher. Insgesamt gibt es in Japan etwa 74 Millionen Internetnutzer. Der japanische Markt für Internetwerbung bei Suchvorgängen wird bis 2009 auf ein Volumen von 130 Milliarden Yen (ca. 896 Millionen Euro) hochschnellen, erwartet der Werbekonzern Dentsu, der ebenfalls Mitglied der Gruppe ist. Weltweit verfügt Google über einen Marktanteil von 57 Prozent und liegt in Japan nur bei 53 Prozent. Die Mitglieder der Initiative, zu denen auch der Telekomkonzern Nippon Telegraph & Telephone Corp. (NTT) zählt, wollen eine eigene Internet-Suchmaschine entwickeln, um sich einen größeren Anteil am momentan 59 Milliarden Yen (405,3 Millionen Euro) schweren Werbemarkt Japan zu sichern. Die Gruppe, die vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie an einen Verhandlungstisch gebracht wurde, hat vor, eine Technologie zu entwickeln, die die Suche nach geschriebenen oder gesprochenen Texten und Grafiken ermöglicht. Außerdem will das ?Information Voyage Project? ein Suchsystem bereitstellen, das besser für asiatische Sprachen geeignet ist. Innerhalb von drei Jahren soll die neue Suchmaschine entwickelt werden. Ihr Quellcode wird frei zugänglich ins Internet gestellt, so daß jeder ihn kostenfrei verwenden kann. Weitere Mitglieder sind Hitachi, NEC, Fujitsu, Mizuho Corporate Bank, und die Waseda University. Weitere 26 Organisationen, darunter IBM Japan, Sony, Matsushita Electric Industrial, Japan Broadcasting und Softbank, dürften sich dem Projekt anschließen, geht aus der Veröffentlichung der Gruppe hervor. In Europa haben sich Unternehmen wie Thomson, France Telecom und Arvato, eine Tochtergesellschaft von Bertelsmann, zu ?Quaero? zusammengeschlossen, um ebenfalls eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. An dem 250 Millionen Euro schweren Projekt sind auch mehrere Universitäten beteiligt. Allein Frankreich unterstützt Quaero mit 90 Millionen Euro, erklärte Präsident Jacques Chirac im April. [Joerg, FAZ]
Nach einigen Interviews mit Marissa Mayer gibt es nun auch mal wieder eines mit Google-Chef Eric Schmidt, am Rande des Zeitgeist Europa Gipfels für CNBC. Hier eine kleine Übersetung des Inhalts: Frage: Gibt es einen "Plan B" von dem das Wachstum von nun an kommt ? Eric Schmidt: Ich weiß nicht ob es einen Plan B abgesehen von kontextbezogener Werbung gibt. Googles Geschäftsmodell ist kontextbezogene Werbung und wenn man die Größe des Werbemarktes bedenkt macht die Werbung im Internet, die bisher nur zur Hälfte ausgeschöpft wird, nur einen kleinen Anteil aus. Es gibt heutzutage noch viele Industrien in denen Werbung nicht kontextbezogen betrieben wird. Wir wissen nicht ob eine Person die Werbung wahrgenommen hat und ob es die richtige war. Google als Technologieunternhmen automatisiert diese Werbung. Frage: Es scheint noch ein kleiner Anteil am gesamten Werbemarkt zu sein. Wohin wird es sich in den nächsten Jahren entwicken ? Eric Schmidt: Es scheint sich etwa jedes Jahr zu verdoppeln, obwohl man dabei aufpassen muß, daß das natürlich irgendwann ein Ende haben wird. Aufrund des rapiden Wachstums des Internetwerbemarktes schätze ich den Anteil den wir erreichen können auf etwa 20% des weltweiten Werbemarkts, momentan sind es etwa 6%. Frage: Google bringt viele zusätzliche Dienste, ist es ihr Ziel Google zu einem Portal zu machen ? Eric Schmidt: Das hängt davon ab, was Sie unter einem Portal verstehen. Viele Menschen benutzten dieses Wort, aber meinen damit verschiedene Dinge. Wir möchten die Menschen so schnell wie möglich zur Information bringen. Viele Informationen sind persönlich und viele dieser Informationen sind suchbar. Also, wenn wir über Suche in einem breiten Kontext reden, meinen wir nicht nur die Information der Welt, sondern auch ihre persönliche Information. Frage: Na das klingt ja aber schon sehr nach Portal Eric Schmidt: Ja, das ist die Art wie Portale funktionierten, bevor sie spezialisierte Inhalte bekommen. Das ursprüngliche Portal ist ein einfaches Fenster, über das diese spezialisierte Information angeboten wird. In der Tat, Google wird das tun und das auch besonders gut. Frage: Ihre Konkurrenten sind nicht unbedingt nur andere Suchmaschinen, es sind auch Portale. Eric Schmidt: Wir konkurrieren nicht mit Unternehmen, die Inhalte anbieten, weil wir selbt gar keine Inhalte produzieren, sondern bringen den Endanwender so schnell wie es geht zu den Inhalten und Inhalteanbietern, die er benötigt. Das interessante ist, wenn wir das Inhaltsanbietern erklären, sind sie begeistert, weil sie mehr Besucher bekommen und davon profitieren. Sie schalten auf ihren Seiten Werbung und werden zu Partnern. Frage: CNET fand im letzten Jahr sehr viel über Sie persönlich heraus und sie waren darüber erzürnt und verhingen eine Nachrichtensperre. Ist das nicht scheinheilig ? Eric Schmidt: Es gibt einen unterschied zwischen der reinen Verfügbarkeit von Information und der Veröffentlichung. Die Tatsache, daß man überall private Informationen finden kann, bedeutet nicht daß sie jeder herumpublizieren sollte. Auf jeden Fall arbeien wir inzwischen wieder sehr gut mit CNet zusammen. Anmerkung (aus ResourceShelf): Die Google/CNet Geschichte ist schon eine Weile her, doch es erscheintmerkwürdig, daß eine normale Nachrichtenorganisationm wie CNet Probleme bekommet, wenn sie öffentliche Informationen über eine in der Öffentlichkeit stehende Person verwendet. Wenn die Öffentlichkeit nur wüßte, was alles über sie in speziellen Datenbanken leicht verfügbar ist. Zum 2. Teil Letztens musste Microsoft Chef noch zugeben mußte, daß er die Internetwerbung unterschätze. Zum Eingang des Videos folgt dann allerdings ein Statement von Bill Gates, der Google davor warnt Microsoft nicht zu unterschätzen und scheint die Schlacht damit zu eröffnen. Wie immer schon geht er auf Konfrontation wo Google gar keine Angriffsfläche sieht. Bill Gates: Wir nehmen sie ernst, um uns zu verbessern. Durch die intensive Konkurrenz in diesem Geschäft macht es Spaß. Das ist vielleicht einer der seltenen Fälle, in denen wir einfach unterschätzt werden. Google and Microsoft Frage: Unterschätzt Google Microsoft? Eric Schmidt: Wir konzentrieren uns auf unsere Mission. Wettbewerb ist sehr gesund. Was die Menschen vergessen ist, daß dies ein viel weiteres Feld ist als z.B. die IT Industrie. Auch viele unterschiedliche Ansätze können erfolreich sein. Wir denken, daß unsere Strategie besonders erfolgreich sein wird und es kann sein, daß Strategien unserer Konkurrenten ebenfalls erfolgreich sein werden, zumindest für eine Weile. Ich denke also nicht, daß es ein Nullsummenspiel wird. Über ein Eintritt von Microsoft in den Suchmarkt Eric Schmidt: Sie müssen zuerst auf einem Mart sein und Microsoft muß erst einmal konkurrenzfähige Produkte in den Markt bringen. Aber wir werden in der Zwischenzeit nicht still stehen. Über Asien Frage: 2/3 der Erdbevölkerung spricht andere Sprachen als Englisch, ihre Position in Europa ist außerordentlich stark. Dies gilt allerdings nicht für Asien. Was ist ihre Strategie um diesen Markt zu knacken? Eric Schmidt: Wir sind auf dem asiatischen Markt präsent. Allerdings sind die lokalen Konkurrenten nicht so freundlich wie die europäischen. Daher bauen wir marktspezifische Produkte, die spezielle und bessere Dinge machen werden als lokale Konkurrenten. Diese befinden sich bereits in der Entwicklung. Frage: Google wollte Baidu.com komplett aufkaufen, doch die wollten nicht verkaufen, was ist der Plan B ? Eric Schmidt: Wir kommtieren diesen Vorgang nicht. Dazu sage ich nur, der chinesiche Markt ist brandneu und wächst übrigens sehr schnell. Neue Produkte werden uns einen größeren Marktanteil verschaffen. Auf der langen Sicht ist Asien für uns die größte Chance. Doch wir benötigen nicht nur ein gutes Produkt, sondern auch Bandbreiten und überhaupt den Zugang der Menschen zum Internet und generelle politische und logistiche Vorraussetzungen wie 24-Stunden-Versand für das Funktionieren von e-commerce. Zum Klickbetrug Frage: Bisher bezeichnete Google Klickbetrug als kein substanzielles Problem. Nun zahlte das Unternehmen bereits 90 Millionen US-Dollar an Abfindungen. Eric Schmidt: Es ist in der Tat kein substanzielles Problem. Es ist ein Kampf zwischen neuen Innovatoren und unseren Technikern, die dagenen ankämpfen. Aber wir haben Klickbetrug unter Kontrolle. Diese spezielle Klage wurde aufgrund einiger historischer Angelegenheiten erhofen. Es waren sehr spezielle Gründe, aber es war keine generelle Sicht unserer Position in dieser Sache. Interview Video Teil 1 Interview Video Teil 2 Quellen: Gary, SearchEngineWatch, Interview-Text
Google konnte seine Marktführerschaft auch im Februar wieder weiter ausbauen, diesmal um 0,9% mehr als im Vormonat. Im Vormonat lag der Marktanteil in den USA bei 41,4%, dieser ist jetzt auf 42,3% prozent gestiegen. Auf Platz 2 hält sich weiterhin Yahoo! mit 27,6% und die Bronze-Medaille geht mit 13,5% an MSN. Ich bin mal gespannt wie lange dieses Wachstum noch so weitergehen kann/wird. [heise]
GWB-Dossier Marktanteile
Der Autor des ZDNet-Blogs hat mal wieder eine sehr interessante Entdeckung gemacht: Möglicherweise plant Google ein Google Mail für Server. Genauer bedeutet das, dass eine Google Mail-Software direkt auf dem Server installiert wird und der Service so auch allen Admins mit einer eigenen Domain zur Verfügung steht. Die Idee klingt natürlich erstmal gut, vorallem da es sicherlich nicht wenige Webmaster gibt die das durchaus begrüßen würden, ich wäre einer davon. Bei entsprechendem Erfolg würde so ein Quasi-Standard für eMail-Applikationen auf dem Server entstehen und Mailverwaltungsprogramme müssten weiter Marktanteile abgeben. Doch dieses ganze Gerücht geht lediglich aus 3 kleinen Worten hervor, die Garett Rogers gefunden hat: "Manage this Domain", das lässt natürlich viel Spielraum. Denkbar wäre auch, dass man bei Google demnächst Domains registrieren kann, die dann direkt mit Google Mail ausgestattet werden. Mal schauen ob Google sich zu dieser Vermutung wieder äußern wird, oder ob es bald noch weitere Entdeckungen geben wird. Interessant ist diese Idee auf jeden Fall. [ZDNet-Blog]
Kann man das jetzt ein Triumph für Google nennen? Oder hat Yahoo! einfach nur andere Schwerpunkte gesetzt? Auf jeden Fall hat sich Yahoo!-Finanzchefin Susan Decker zum Thema Google folgendermaßen geäußert:
Wir glauben nicht, dass es vernünftig ist, Google Marktanteile abzujagen. Wir wären sehr glücklich, wenn wir unseren Marktanteil halten können.
Mehr dazu bei golem.
Erst letzte Woche wurde bekannt das Google seinen Marktanteil am Suchmaschinenmarkt erheblich steigern konnte und jetzt hat die Suchmaschine auch noch ihre asiatische Konkurrenz weit hinter sich gelassen, zumindest im subjektiven Bereich. Bei einer mehrmonatigen Studie über das Surfverhalten von 1200 Internetnutzern konnte Google mit 11 von 13 gewonnenen Kategorien am besten abschneiden. Bei dem Test wurden sowohl die normalen Suchergebnisse, als auch die Ergebnisse der News- und Bilder-Suche mit einbezogen und auf ihre Qualität und Relevanz hin geprüft. Details über den Test wurden nicht bekannt gegeben. Bisher kann Google im asiatischen Raum den zweiten Platz für sich beanspruchen, hinter der Suchmaschine von Baidu.com. [Finanznachrichten.de]
Die europäischen Regierungen haben jetzt genug von Googles Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt und wollen dafür eine eigene Suchmaschine ins Rennen schicken. Der charmante Name der neuen Seifenblase: Quaero. Doch der neue Konkurrent spezialisiert sich nicht auf die Websuche, sondern auf den Medienbereich. Diese Suchmaschine soll, laut den ersten Informationen, ausschließlich nach Foto-, Video- und Audio-Dateien suchen. Somit kann man es eigentlich nicht wirklich eine Google-Konkurrenz nennen, schließlich besteht das Kerngeschäft immer noch aus der Websuche. Außerdem könnte es gerade in den Medienbereichen zu großen Klagen kommen, von wegen Copyright... Na wenn der Schuss mal nicht gewaltig nach hinten losgeht. Initiiert wurde die Suchmaschine von den deutschen und französischen Behörden und soll auch von Privatfirmen unterstützt werden. Auf deutscher Seite ist Bertelsmann, auf der französischen Thomson im Gespräch. Warum sich das ganze nun Google-Konkurrenz nennt ist mir irgendwie unklar. Erstens bedroht sie nicht das Kerngeschäft, und zweitens gibt es ja wohl noch viele andere Such-Maschinen. Siehe auch » Neomo: Gelbe Seiten greifen Google an [heise.de]