Fitbit Air vs. Whoop: Googles neuer Fitnesstracker im Test gegen den Marktführer und Apple Watch (Video)
Google hat vor wenigen Tagen den neuen Fitnesstracker Fitbit Air auf den Markt gebracht und scheint damit einen echten Nerv getroffen zu haben – denn das Interesse ist offenbar sehr groß. Es ist naheliegend, das neue Google-Produkt mit dem Angebot von WHOOP zu vergleichen – das hat auch ein hoch geachteter YouTuber getan und uns eine Antwort auf die Frage gegeben: Ist der Fitbit Air ein Whoop-Killer?
Der große Google Health Fitness-Neustart wurde in dieser Woche angeschoben und basiert derzeit im Wesentlichen auf drei Säulen, die allesamt in den letzten Tagen zugänglich gemacht wurden: Die neue Google Health-App, das neue Google Health Premium-Abo und natürlich der neue Fitbit Air Fitnesstracker. Der Tracker macht durch sein sehr dezentes Design und das fehlende Display auf sich aufmerksam.
Das Design und das fehlende Display machen einen Vergleich mit Branchenpionier WHOOP fast unausweichlich und auch wenn man es nicht erwähnt, wird sich Google sicherlich in der Konzeptphase beim heutigen Konkurrenten inspiriert haben. Wir haben euch hier im Blog schon vor einigen Tagen einen schnellen Fitbit Air-Whoop-Vergleich geliefert, der sich hauptsächlich auf das Äußere und den Anschaffungspreis bezog.
Jetzt hat der YouTuber Marquess Brownlee sich die beiden Bänder vorgenommen und diese für gut zwei Wochen gleichzeitig getragen. Beide am selben Arm und am anderen als Abgleich auch noch eine Pixel Watch. Die Fitnessbänder wurden im Alltag getragen, bei der Arbeit, beim Sport, beim Schlafen und mit wenigen Ausnahmen daher praktisch rund um die Uhr. Der Test ist Brownlee-Typisch fundiert, die Fakten korrekt und seine Meinung hat enormes Gewicht. Schauen wir uns das einmal an.
Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Für den vollständigen Test schaut euch das unten eingebundene Video an, ich binde an dieser Stelle einmal die wichtigsten Fakten zur Archivierung ein, die sich auf das bereits seit zehn Jahren am Markt befindliche WHOOP und das seit vier Tagen verfügbare Fitbit Air beziehen.
Unterschiedliche Geschäftsmodelle
Während der Fitbit Air Fitnesstracker auf das klassische Modell aus Kauf und Abo setzt, sieht das bei WHOOP anders aus. Den Fitbit Air Fitnesstracker könnt ihr für 99 Euro kaufen und ihn vollwertig benutzen. Wer mehr Einblicke und den Health Coach möchte, kann das Google Health Premium-Abo für 9,99 Euro pro Monat abschließen oder bekommt es im Rahmen von Google AI Pro kostenlos. WHOOP hingegen gibt es nur im Abo. Das Gerät lässt sich nicht kaufen, sondern ihr bekommt es im Rahmen des Abos (mindestens 199 Euro pro Jahr) „geschenkt“.
Formfaktor und Tragekomfort
Beide Tracker verzichten ganz bewusst auf ein Display, um die Nutzer nicht abzulenken. Marques empfindet den Fitbit Air als das bessere Design, da es etwas schmaler, leichter und ovaler ist. Es nutzt ein einfaches Klettverschluss-System, das schnelles Anpassen ermöglicht. WHOOP hingegen wirkt etwas klobiger, punktet aber durch jahrelange Erfahrung bei der Platzierung am Körper. Es gibt „Whoop Body“ (Kleidung mit Taschen für den Sensor) und spezielle Oberarmgurte, die oft genauer messen als das Handgelenk.
Software und KI
Beide Geräte sind auf ein Smartphone zur Datenauswertung angewiesen und bieten umfangreiche Einblicke. Es werden alle gesammelten Daten schick aufbereitet und mit aktiven Abos auch Empfehlungen gegeben. WHOOP hat dabei wohl noch die Oberhand, profitiert aber auch von der jahrelangen Erfahrung. Google ist trotz Fitbit-Erfahrungen noch recht neu in diesem Bereich und steht mit Google Health und dem Health Coach erst am Anfang. Dem ist man sich bewusst und hat bereits viele Neuerungen für Google Health angekündigt.
Aufladen
Die Akku-Laufzeit beider Geräte werden mit etwa sieben Tagen angegeben, wobei WHOOP im Alltag wohl die Nase vorn hat. Das dürfte allein schon daran liegen, dass das Gerät eine größere Dimension hat und einen größeren Akku haben dürfte. Beim Aufladen gibt es große Unterschiede: Während es für Whoop einen aufschiebbaren Akku-Pack gibt, den man direkt auf das Gerät steckt und es somit selbst zum Aufladen nicht abnehmen muss, wird Fitbit Air klassisch auf der Rückseite per Kabel geladen. Man muss es also für zwei Stunden pro Wochen abnehmen.
Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
Datenschutz und Genauigkeit
Bei der Herzfrequenzmessung sind beide Geräte laut Brownlee nahezu identisch und sehr konsistent. Bei den Kalorien gibt es Unterschiede, wobei Whoop dazu neigt, konservativer zu rechnen als Fitbit oder die Apple Watch. Marques weist mehrmals darauf hin, dass man bei Fitbit seine Gesundheitsdaten einem Werbe- und Datenkonzern anvertraut. Google subventioniert die Hardware (99 Euro ist für diese Technik sehr günstig), um im Gegenzug wertvolle Nutzerdaten zu erhalten.
Als Google-Nutzer, was die meisten Leser dieses Blogs sein dürften, dürften sich die Sorgen rund um den Datenschutz und das gläserne Profil kaum stellen, dennoch ist das natürlich ein wichtiger Punkt.
Fazit
Laut Brownlee ist Fitbit Air noch kein Whoop-Killer, aber dennoch für 90 Prozent der Menschen nach seiner Ansicht wohl die bessere Wahl. Echte Leistungssportler sind mit Whoop besser bedient und werden das vielleicht auch in Zukunft sein. Doch allein diese Einschätzung zeigt schon, dass Fitbit Air das deutlich größere Potenzial hat und Google dürfte im Interesse des Ausbaus der Health-Plattform und der Gemini-KI in den nächsten Monaten sehr viel Engagement zeigen.
Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
GoogleWatchBlog bei Google News abonnieren | GWB-Newsletter
