Android: Googles Designer zeigen neues Material You-Element – die Neuerfindung des Karussells (Video)

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Google setzt in einer ganzen Reihe von App-Oberflächen die sogenannten Karussells ein, die sich unter anderem in Google Maps, Google Fotos oder auch der Websuche finden. In diesen können Nutzer seitwärts scrollen, um ähnliche oder zusammengehörige Inhalte zu sehen. Jetzt hat das Team rund um Material You die „Neuerfindung des Karussells“ angekündigt, das zusätzliche eine Animation mit sich verändernden Breiten einsetzt.


material you neues karussell

Das Karussell als Design-Element dürfte allen Nutzern bekannt sein, denn es kommt in vielen Diensten vor: Dabei handelt es sich um eine waagerechte Auflistung von Inhalten, meist medial in Form von Bildern, durch die man seitwärts scrollen kann. Durch die Darstellung mit einem abgeschnittenen Element am Rand wird das schnell deutlich und ist weitestgehend intuitiv nutzbar. Ein wichtiges Element, das sich seit der ersten Nutzung praktisch nicht verändert hat.

Doch jetzt wollten die Designer etwas Neues wagen und haben ein neues Karussell vorgestellt, man bezeichnet es als nicht weniger als die „Neuerfindung des Karussells“, dem man gewissermaßen eine visuelle dritte Dimension spendiert. Denn während man bisher auf exakt gleich große Elemente gesetzt hat, können diese jetzt unterschiedliche Größen an, die sich noch dazu während des Scrollens verändert. Es gibt stets ein großes Hauptelement und in weiteren Abstufungen Nebenelemente. Das sieht einzeln schick aus, entfaltet seine Wirkung aber vor allem beim seitlichen Scrollen.

Im unten eingebundenen Video könnt ihr das neue Karussell sehen, das wohl im Laufe der nächsten Wochen und Monate in den ersten Google-Anwendungen Einzug halten soll. Orientiert hat man sich am namensgebenden Spaßgerät am Rummelplatz, denn auch bei diesem sieht man in der Gesamtbetrachtung große und kleine Elemente – was sich in der realen Welt durch die Perspektive erklären lässt. Und auch wenn das Material You-Design eher flach ist, schafft man dadurch diesen Effekt in den Oberflächen.




Um den Effekt noch weiter zu verstärken, können sich der Rahmen und das enthaltene Bild voneinander lösen, sodass der Rahmen praktisch über das bereits feststehende Bild scrollt. Das kann man schwer erklären, schaut euch dazu einfach das oben eingebundene Video an und ihr werdet es sehen. Sieht doch im Video ganz schick aus, aber wie es sich im Alltag schlägt, muss sich erst noch zeigen. Mein erster Gedanke war „verwirrend“, aber schon beim dritten oder vierten Blick bekam es mehr Struktur. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Bisher wird es noch nicht in den Google-Apps eingesetzt, aber das soll sich bald ändern. Wer sich für die Hintergründe der Entwicklung interessiert, findet Hier eine lange Erklärung und auf dieser Seite die Design-Richtlinien.

» Google Drive: Neue Startseite wird getestet – schlägt Dateien und Ordner zur Nutzung vor (Screenshots)

Letzte Aktualisierung am 13.03.2024 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung!




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